EUROPEAN TOUR – RACE TO DUBAI


THE 152. OPEN



18.7.-21.7.2024 • Royal Troon GC • Ayr • SCO • US$ 17,000.000


Marcel Siem und Alex Cejka rutschen am Finaltag weiter zurück.
FINAL: Marcel Siem platzierte sich mit Auftritten von 73 (+2) und 71 (Par) Schlägen vor dem Wochenende voll in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen, rutschte am Samstag dann aber mit einer durchwachsenen 77 (+6) weit im Klassement zurück. Vom 62. Platz aus geht es am Sonntag nun wohl nur noch darum sich wieder ein gutes Gefühl zu holen. Bei von Beginn an windigen Verhältnissen tritt sich der Italian Open Champion gleich auf der 1 nach versandetem Approach ein Bogey ein und kann nach weiterer versandeter Annäherung auch auf der 3 das Par nicht mehr auf die Scorecard kratzen.

Auch danach läuft nicht viel zusammen, wie ein weiteres verpasstes Up & Down am Par 3 der 5 unterstreicht. Erst auf der 7 gibt es dann dank eines starken Pitches erstmals auch Grund zu jubeln. Das Birdie stabilisiert erstmals auch etwas sein Spiel, bis nach dem Turn mit zu kurzer Annäherung und vergeblichem Scrambling auf der 10 das nächste Bogey aufleuchtet. Das bringt auch die Negativspirale wieder ins Rollen, wie der nächste Fehler nach verzogenem Drive direkt danach beweist.

In dieser Tonart geht es zum Leidwesen des 44-jährigen auch danach weiter, denn mit dem nächsten verpassten Up & Down auf der 13 und weiteren Problemen aus dem Grünbunker an der 14 findet er sich sogar nur noch jenseits der Top 70 wieder. Auf den letzten Löchern lässt er dann zwar nichts mehr anbrennen, notiert schließlich jedoch erneut nur eine 77 (+6), womit er im Leaderboard-Keller richtiggehend feststeckt.


Senior Open Champion Alex Cejka zeigt auch im absoluten Elitefeld, dass er mit Links-Golf absolut per Du ist. Nach Runden von 73 (+2) und 74 (+3) Schlägen cuttete der 53-jährige ganz sicher ins Wochenende und notierte mit einer 72 (+1) am Moving Day sogar seine bislang beste Runde der Woche. Am Sonntag hofft er nun auf eine gelungene Finalrunde um das Selbstvertrauen vor der anstehenden Titelverteidigung bei den Senior Open noch zusätzlich zu stärken.

Der Start kann sich mit souveränem Spiel von Tee bis Grün und sicheren Pars durchaus sehen lassen. Nachdem er dann mit Pitch und Putt am Par 5 der 4 sogar das erste Birdie eintütet, klettert er auch am Leaderboard erstmals in die richtige Richtung. Der Aufstieg ist jedoch nur von kurzer Dauer, da er sich nach verzogenem Tee Shot danach am Par 3 nicht mehr zum Par scramblen kann. Das scheint in gewisser Weise auch ein zumindest kleiner Wirkungstreffer zu sein, denn am Par 5 danach tritt er sich mit einem Dreiputt gleich den nächsten Schlagverlust ein.

Richtig problematisch wird es dann jedoch auf der berühmten 8, denn das nur 110 Meter lange Par 3 mit dem kleinen "Postage Stamp" Grün drückt ihm aus dem Pot-Bunker sogar ein Doppelbogey aufs Auge, womit er doch deutlich abrutscht. Nur kurz kehrt dann Ruhe ein, ehe auf der 10 und der 11 die Abschläge das Fairway verfehlen, was postwendend in den nächsten Fehlern mündet. Die Probleme wollen auch danach nicht abreißen, da er sich auf der 12 von knapp außerhalb des Grüns einmal mehr nicht zum Par scramblen kann und da sich dann auch auf der 14 aus dem Sand die erhoffte "3" nicht ausgeht, rutscht er sogar bereits aus den Top 70.

Mit Ungenauigkeiten im langen Spiel ist der Stresslevel auch danach weiterhin hoch und mit dem nächsten Bogey am einzigen Par 5 der Backnine, rutscht er dann sogar bis zu Marcel Siem zurück. Nachdem er sich dann auf der 18 sogar noch einen Dreiputt gönnt, unterschreibt er am Ende lediglich eine 80 (+9) und reiht sich damit sogar noch hinter seinem Landsmann ein. Seinem großen Konkurrenten vom Vorjahr bei den Senior Open, Padraig Harrington (IRL), ergeht es in Royal Troon deutlich besser, weshalb sich Alex wohl steigern muss um Harrington auch in Carnoustie kommende Woche wieder in Schach halten zu können.