DEUTSCHE SCORES

BMW INT. OPEN



20.6. - 23.6.2019, München-Eichenried GC,
München, GER, Euro 2,000.000

Martin Kaymer muss sich von den Fans ohne Topergebnis verabschieden.
FINAL: Das Heimturnier hatte sich in München-Eichenried so perfekt angelassen: mit Martin Kaymer klar an der Spitze und Max Schmitt in den Top 5 nach den ersten 36 Löchern. Am Sonntag Abend sucht man die Deutsche Flagge vergeblich auf den vorderen Rängen am Leaderboard. Martin Kaymer schleppt am Wochenende einen eiskalten Putter herum und verzweifelt auf den Grüns. Max Schmitt und Maximilian Kieffer bleiben von ihrer Bestform weit entfernt und können ebenfalls nicht in das Geschehen eingreifen. Kaymer wird als 16. am Ende noch bester Deutscher.

"Der Killer für mich waren an diesem Wochenende die Spielbahnen sechs und elf. Da habe ich vier über Par gespielt. Mit den Abschlägen, die ich hatte, könnte man auch vier unter Par spielen. Aber ich konzentriere mich auf das Positive: Ich hatte in vielerlei Hinsicht wirklich eine Super-Woche, 68 Löcher habe ich sehr gut gespielt," zieht Kaymer eine zweispältige Bilanz.


Kaymers Finalrunde droht sich spiegelgleich zum Vortag zu entwickeln: an der 6 landet er im gleichen Fairwaybunker, schießt von dort wieder links ins Wasser und kassiert ebenfalls das Bogey. Mit dickem Hals nagelt er den Ball tot zur Fahne im 7. Grün und bessert das Malheur rasch aus. Auch der Putter wärmt sich langsam auf und sichert das Birdie am 9. Grün aus vier Metern.

Auf seine letzten 9 Löcher schwingt sich Deutschlands Nummer 1 mit dem nächsten starken Birdie und ist schon einmal zurück in den Top 10. Die Par 5 bleiben jedoch die Achillesferse: an der gefährlichen, von Wasser verteidigten 11, verliert er mit Bogey wieder den Anschluß.

Kaymer bleibt aber cool und voll fokusiert: ein starkes Eisen ins 14. Grün lässt dem Putter nur zwei Meter übrig um mit Birdie zurückzuschlagen. Dafür bleibt die drivebare 16 ungenutzt, nachdem der 5 Meterputt zum Birdie nicht fällt. Am Schlussloch vertraut er dem Putter nach zu kurzer Annäherung vom Vorgrün, was an diesem Wochenende selten die richtige Entscheidung war: quer über das Grün bleibt der Ball 5 Meter zu kurz, von wo er noch zweimal zum Par ansetzen muss. Die 70 bringt Kaymer am Ende als besten Deutschen auf 10 unter Par.


Max Schmitt rafft sich zu einer Sonntagsattacke auf und beginnt seine letzte Runde ideal mit Birdie. Den ersten Fehler und das Bogey an der 3 kontert der European Tour-Rookie eiskalt mit dem nächsten Birdie. Am wasserreichen Par 5 der 6 verzockt sich der Rheinhesse jedoch gewaltig mit Doppelbogey, was in weiterer Folge doch den Anfangsschwung bricht.

Mit Birdie an der 13 will Schmitt noch einmal neu durchstarten, übertreibt es jedoch bei der Schlussattacke: gleich vier Bogeys auf den letzten 5 Löchern werfen ihn zur 76 und im Endergebnis sogar noch hinter die Top 50 zurück, womit er wichtige Punkte hinsichtlich der Tourkarte beim Heimturnier herschenkt.


Maximilian Kieffer spielt mit zwei Bogeys anfangs in die falsche Richtung, findet aber zum Glück noch recht früh, am vierten Grün, mit Birdie den Reset-Button. Die Fehlerquote bleibt danach weiter zu hoch, womit er nicht in die Gänge kommt. Erst auf den Back 9 konsolidiert sich sein Spiel, dafür locht er nichts mehr und muss sich nach der 73 mit einem Mittelfeldplatz zufrieden geben.

Den Titel holt sich der Italiener Andrea Pavan, der bereits am Donnerstag die beste Runde spielte, im Stechen gegen Matt Fitzpatrick (ENG). Das Birdie am zweiten Extraloch führt die Entscheidung herbei.

>> 3. Runde: Putter on the rocks


POS SPIELER SCORE PAR STATUS
16
+5
Martin Kaymer 70 (-2) -10 FINAL
37
+18
Maximilian Kieffer 73 (+1) 5 FINAL
53
+29
Max Schmitt 76 (+4) -1 FINAL
53
+7
Dominic Foos 73 (+1) -1 FINAL
60 0 Marcel Schneider 72 (Par) Par FINAL
69 0 Marc Hammer (Am) - -1 MISSED CUT
93 0 N. von Dellingshausen - Par MISSED CUT
111 0 Marcel Siem - +2 MISSED CUT
125 0 Florian Fritsch - +3 MISSED CUT
138 0 Bernd Ritthammer - +4 MISSED CUT
147 0 Michael Hirmer (Am) - +6 MISSED CUT
147 0 Sebastian Heisele - +6 MISSED CUT
154 0 Martin Keskari - +11 MISSED CUT
155 0 Philipp Mejow - +12 MISSED CUT


TRAVELERS CHAMPIONSHIP



20.6. - 23.6.2019, TPC River Highlands,
Hartford, CT, USA, US$ 7,200.000

Stephan Jäger und Alex Cejka erreichen das Finale von Connecticut.
Nach der US Open, wo sie nur in einer Zuschauerrolle waren, brennen Stephan Jäger und Alex Cejka auf den nächsten Einsatz auf der PGA Tour. An den ersten beiden Spieltagen liefert das Deutsche Duo in Connecticut nur ein Minimalprogramm ab. Cejka erreicht nach Runden von 69 und 69 Schlägen genauso wie Jäger nach der 70 und 68 gerade einmal am letzten Drücker das Finale bei 2 unter Par.

3. RUNDE: Mit ihren frühen Startzeiten können sie jedoch am Samstag von Beginn an keine Akzente setzen. Jäger vergibt auf den Front 9 seine wenigen guten Chancen, die beste an der 5 aus einem Meter. So reiht der Bayer ein Par nach dem anderen auf seine Scorekarte. Bewegung kommt erst im letzten Drittel der Runde hinein: am Par 5 der 13 zündet Jäger einen perfekten Schlag ins Grün und puttet aus drei Metern zum Eagle. Der Putt fällt zwar nicht, aber immerhin gelingt das erste Birdie. Die Freude darüber währt bis zum Schlussloch, als sein Ball im Grünbunker verschwindet und sich nur das Bogey zur Par-Runde von 70 Schlägen ausgeht.

Cejka gibt bereits im ersten Drittel zwei Schläge jeweils nach verzogenen Abschlägen ab. Der Routinier kann zweimal auf den Par 3-Löchern mit starken Eisenschlägen, die zu Birdies führen punkten. Am Par 5 der 13 verzockt sich Cejka jedoch gewaltig: nach weggehooktem Abschlag kann er nur quer zurück aufs Fairway spielen, künstelt dann noch rund ums Grün mit wenig Glück und stolpert in ein Triplebogey. Das ebnet den unerfreulichen Weg zur Samstagsrunde von 75 Schlägen (+5). Die Turnierleitung setzt aufgrund des großen Feldes einen zweiten Cut an, dem auch Cejka zum Opfer fällt und er somit am Sonntag keine Tee-Time mehr bekommt.

4. RUNDE: Auch am Finaltag reitet Stephan Jäger lange Zeit auf der Par-Welle und spielt eine unglaubliche Serie von 11 Pars, ehe sich ein Birdieputt aus 4 Metern erbarmt und ins Loch fällt. Auf den Geschmack gekommen, holt er sich am anschließenden Par 5 ebenfalls einen Schlag.

Jäger schlägt im letzten Drittel seine besten Eisen der Woche, legt sich noch zwei dicke Birdiechancen auf, die der Putter aus kurzer Distanz auch verwertet. Das einzige Bogey des Tages passiert ihm wie schon am Samstag am Schlussloch, wieder nach verzogener Annäherung ins letzte Grün. Mit der 67 (-3) hebt sich Jäger seine beste Leistung für den Finaltag auf und rückt so noch ins Mittelfeld nach vor.

POS SPIELER SCORE PAR STATUS
30
-21
Stephan Jäger 67 (-3) -5 FINAL
82
+25
Alex Cejka - +3 FINAL


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