Schlagwort: martin kaymer

Perfekte Verfolgerposition

US OPEN – 2. RUNDE: Stephan Jäger spielt sich am mittlerweile megaschweren Winged Foot GC mit einem abschließenden Birdiehattrick noch zu einer 70 und startet so in perfekter Verfolgerrolle ins US Open Weekend. Martin Kaymer fliegt im Starkwind mit der 76 noch aus dem Turnier.

Stephan Jäger und Martin Kaymer zeigten sich im bereits am Donnerstag richtig schwierigen Winged Foot GC von ihrer besten Seite. Beide marschierten zum Auftakt mit 71er (+1) Runden zum Recording und liegen damit nicht nur auf Cutkurs, sondern sogar in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen. Stephan hat am Freitag bei erwartet noch härteren Kursverhältnissen den Bonus einer frühen Startzeit. Martin Kaymer folgte mit einer der erste Nachmittags Tee Times, was sich im auflebenden Starkwind als gravierender Nachteil herausstellen sollte.

Stephan Jäger startet mit einem soliden Par auf der 1 in den zweiten Spieltag, muss allerdings schon auf der 2 erstmals zaubern, denn nachdem sein Drive nur das Rough findet, erreicht erst mit dem dritten Schlag das Grün. Der Parputt aus knapp vier Metern bringt ihn aber nicht aus der Ruhe. Erst auf der 4 wird es erstmals unangenehm, denn der Putter spielt diesmal aus zwei Metern nicht mit, was im ersten Bogey mündet.

Am drivebaren Par 4 der 6 entscheidet er sich zur Vorlage, bringt den Ball aber nur im Rough unter, von wo aus er die Annäherung nicht wirklich zwingend zur Fahne bringt. Gut, dass der Putter aus fünf Metern die nötige Temperatur aufweist und ihm das erste Birdie des Tages spendiert. Kurz vor dem Turn zirkelt er am einzigen Par 5 der Frontnine die Grünattacke gekonnt aufs Kurzgemähte und sackt schließlich Birdie Nummer 2 ein, was ihn erstmals sogar in den roten Bereich abtauchen lässt.

Super Finish

Ein komplett misslungener Abschlag am Par 3 der 10 kostet das Minus als Vorzeichen jedoch prompt wieder. Nach einem Ausflug ins dicke Zeugs erreicht er am einzigen Par 5 der zweiten Neun erst mit dem vierten Schlag das Grün und brummt sich so recht rasch einen weiteren Fehler auf. Die Ungenauigkeiten bei den Abschlägen fordern auch weiter ihren Tribut, denn die 14 hält nach links verzogenem Drive schon das nächste Bogey für ihn parat.

Die Schwierigkeiten nehmen zu dieser Zeit kein Ende, wie ein weiterer Fehler auf der 15 unterstreicht. Ab der 16 aber legt er dann die Bremse ein und federt das zuletzt fehleranfällige Spiel mit zwei sehenswerten Putts aus gut acht Metern zu einem Birdiedoppelpack sehenswert ab. Zum Drüberstreuen rollt er dann auch auf der 18 den Birdieputt aus zehn Metern noch ins Loch, radiert so alle Fehler noch aus und darf sich nach dem abschließenden Birdietriplepack sogar über eine 70 (Par) freuen, was mit eine der besten Runden des gesamten Tages darstellt. Damit geht er als 12. auch aus hervorragender Verfolgerposition ins Wochenende.

Zitterpartie ohne Happy End

Martin Kaymer hat gleich zu Beginn mit Problemen zu kämpfen, denn vom 1st Cut erreicht er nicht ganz das Kurzgemähte und berechnet in Folge das Break des Parputts knapp zu falsch, was ein anfängliches Bogey zur Folge hat. Aus der Ruhe lässt er sich vom anfänglichen Schlagverlust aber nicht bringen und spult die darauffolgenden Bahnen mit meist sehr sicheren und soliden Pars ab.

Am drivebaren Par 4 der 6 lässt er die Birdiechance ungenützt, was sich auf der 7 doppelt rächt, denn aus 16 Metern muss er am Par 3 den Putter dreimal bemühen und tritt sich so das zweite Bogey ein. Nachdem sich der Drive auf der 8 im Rough einbremst, erreicht er erst mit dem dritten Schlag das Grün und kann so den Bogeydoppelpack nicht vermeiden.

Kurz vor dem Turn bunkert er die Grünattacke dann am einzigen Par 5 der vorderen Neun zwar ein, kann danach aber aus gut vier Metern den fälligen Birdieputt lochen und nimmt so seinen ersten roten Eintrag am Freitag mit. Zwei Löcher später zieht der Abschlag zu weit nach links und der zweifache Major-Champion findet in Folge nur den Grünbunker, von wo aus er den nächsten Schlagverlust einstecken muss.

Die Genauigkeit lässt ihn weiterhin im Stich, was den ohnehin bereits enorm schwierigen Platz klarerweise noch diffiziler macht. Das bekommt er auf der 14 ein weiteres Mal gnadenlos zu spüren, denn nach verzogenem Abschlag hat keine Chance das Grün zu erreichen und da der Pitch in den Gegenwind zu kurz bleibt, muss er das nächste Bogey auf der Scorecard eintragen. Nur kurz kann er dann mit Pars auf der 15 und der 16 durchschnaufen, ehe ein weiterer Abschlag deutlich sein Ziel verfehlt, was sofort wieder bestraft wird.

Am Schlussloch wird ihm,wie auch vielen anderen Spielern, die heftige False Front des Grüns zum Verhängnis, denn die Annäherung schafft es nicht über die zwei Meter hohe Welle zur Fahne. Da danach der Chip zu lange ausläuft und er aus fünf Metern den wichtigen Parputt nicht lochen kann, muss er nach Bogey zur 76 (+6) hoffen und bangen, dass die Cutmarke tatsächlich noch auf 7 über Par springt. Am Ende geht es sich als 63. für den 2014-Champion knapp nicht aus das Finale zu erreichen.

Captain America zieht alle Register

Bryson DeChambeau rechnet in seinem Computer alles richtig aus, hat auch die besseren Bedingungen am Morgen auf seiner Seite und schnappt sich bei 3 unter Par die frühe Clubhausführung. Am Nachmittag haben dann Justin Thomas, Patrick Reed und Rory McIlroy im Starkwind alle Hände voll zu tun um ihr Score halbwegs zusammenzuhalten.

Vor allem Rory McIlroy wird von Winged Foot mit der 76 so wie Martin Kaymer (76) brutal abgeworfen. McIlroy schafft es als 22. noch ins Finale, während der Deutsche vorzeitig auf der Strecke bleibt. Auftaktleader Justin Thomas hält sich mit Mühe mit der 73 (+3) auf Platz 3, hinter DeChambeau.

Mit seinem genialen Kurzspiel übernimmt Captain America, Patrick Reed, zur Halbzeit das Kommando. Die Par-Runde von 70 Schlägen ist Goldes wert und reicht bei 4 unter Par zur alleinigen Spitze.

Tiger Woods verpasst nach der 77 bei +10 um vier Schläge den Cut. Ausgeschieden sich unter anderem auch Collin Morikawa, Justin Rose, Phil Mickelson, Jordan Spieth und Tommy Fleetwood.

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Routine ausgespielt

US OPEN – 1. RUNDE: Martin Kaymer spielt zum Auftakt am bereits am Donnerstag megaschweren West Course des Winged Foot GC seine geballte Routine aus und legt mit einer 71 einen gelungenen Start ins Major hin. Auch Stephan Jäger präsentiert sich am Nachmittag von seiner besten Seite.

Vor 6 Jahren feierte Martin Kaymer seinen letzten Sieg, ausgerechnet bei einer US Open. Nach Winged Foot kommt der 35-jährige zudem in Bombenform, nachdem er zuletzt in Europa zweimal haarscharf an einem vollen Erfolg vorbeigeschrammt war. Stephan Jäger qualifizierte sich dank starker Leistungen im Saisonfinish auf der Korn Ferry Tour ebenfalls für das zweite Major des Jahres.

Gespielt wird am Klassiker von Winged Foot, auf dem zuletzt vor 14 Jahren gespielt wurde und den Tiger Woods (USA) als den schwersten Kurs bezeichnet, den er bei Majors in Erinnerung hat. Dafür sorgen vor allem unglaubliche Berg- und Talfahrten auf pfeilschnellen Grüns. Martin Kaymer beginnt das zweite Major des Jahres am Donnerstag mit früher Startzeit auf den Backnine und lässt sich mit einem anfänglichen sicheren Par am Par 3 der 10 noch nicht aus der Reserve locken.

Schon auf der 11 kommt dann aber erstmals Stress auf, ein wichtiger Zweimeterputt zum Par findet aber sein Ziel. Am Par 5 der 12 allerdings nicht mehr kratzen. Zwei Löcher danach pushed Deutschlands Nummer 1 seinen Drive richtig weg und verfehlt sogar nur knapp die gegenüberliegende Teebox. Aus dem dicken Zeugs hat er über die Bäume keine Chance das Grün zu erreichen und muss am Ende das nächste Bogey einstecken.

Gut gekämpft

Der Konter sitzt aber perfekt, denn nach starker Annäherung geht sich auf der 15 aus vier Metern auch das erste Birdie aus, womit er den Faux-pas postwendend egalisiert. Die lange 17 verschärft er sich dann nach weiterem verzogenen Drive zusätzlich und da er erst mit dem dritten Schlag das Grün erreicht, muss er das dritte Bogey des Tages auf der Scorecard vermerken. Nach einem starken Parsave auf der 18 stabilisiert er zu Beginn der Frontnine dann sein Spiel zusehends und stopft auf der 4 sogar aus knapp zehn Metern den fälligen Birdieputt vom Vorgrün.

Lange kann er das Zwischenergebnis jedoch nicht verhalten, da ein links verzogener Drive und eine im Anschluss zu ungenaue Annäherung prompt im nächsten Fehler münden. Der zweifache Major-Champion kämpft aber wie ein Löwe, legt auf der 6 die Annäherung bis auf einen Meter zur Fahne und lässt sich die sich bietende Chance nicht entgehen. Die 9 lässt dann fast noch ein abschließendes Birdie springen, doch dem Birdieputt fehlen am Par 5 am Ende nur wenige Zentimeter, doch auch die 71 (+1) stellt mit Rang 33 einen richtig guten Start ins Major dar.

Super präsentiert

Stephan Jäger bekommt den schwierigen Start am langen Par 3 der 10 mit getroffenem Grün und sicherem Zweiputt zunächst noch souverän hin. Auf der 11 wird es dann aber bereits unangenehm, denn aus einem guten Meter streikt der Putter und verwehrt ihm das wichtige Par. Beeindrucken lässt er sich vom frühen Fehler aber nicht und zeigt danach richtig souveränes Golf.

Auf der 15 kann er sich dann auch erstmals belohnen, denn nach einer starken Annäherung lässt er sich nur noch gut zwei Meter zum ersten Birdie über, was der Putter ohne große Schwierigkeiten bewältigt. Sehenswert spult er die verbleibenden Bahnend der Backnine danach ab, erst nach dem Turn wird es nach zu kurzer Annäherung wieder unangenehm und er rutscht so wieder in den Plusbereich ab.

Nach drei Pars in Folge pulled Stephan auf der 5 seinen Drive unangenehm weg und erreicht danach nicht wie geplant das Grün. Da der Chip nicht wirklich zwingend zur Fahne will und aus knapp vier Metern der Putter nicht mitspielt, muss er das dritte Bogey des Tages notieren. Am letzten Par 3 kommt der 14. Schläger im Bag dann aber noch mal auf Temperatur, denn aus sieben Metern fällt der Birdieputt, womit er den Faux-pas wieder egalisieren kann.

Schlussendlich steht auch er wie sein Landsmann mit der 71 (Par) wieder im Clubhaus und verschafft sich so eine richtig gute Ausgangslage im Kampf um den Wochenendeinzug. Am Freitag hat er nun außerdem den Bonus einer frühen Startzeit, die er klarerweise bestmöglich ausnützen will. Justin Thomas (USA) ist am Donnerstag eine Klasse für sich, denn mit einer 65 (-5) quetscht er wohl das absolut bestmögliche am ersten Spieltag aus dem Kurs.

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Dramatisches Finale

ANDALUCIA MASTERS – FINAL: Martin Kaymer muss an einem dramatischen Finaltag im Real Club Valderrama John Catlin wegen eines an der Lochkante hängengebliebenen Chips knapp den Vortritt lassen. Max Kieffer und Marcel Schneider machen noch einige Ränge gut.

Martin Kaymer kommt nach der coronabedingtne Zwangspause immer besser ins Rollen. Erst letzte Woche verpasste er nur knapp den Sieg im The Belfry und mischt auch in dieser Woche im, von ihm so geliebten, Real Club Valderrama wieder voll um den Sieg mit. Bei zwei Schlägen Rückstand auf Leader John Catlin (USA) wird Deutschlands Nummer 1 im Finalflight von Beginn an alles daran setzen den US-Amerikaner unter Druck zu setzen. “In Valderrama zu gewinnen war immer ein Traum von mir, das wäre wirklich was besonderes”, merkt man dem 35-jährigen die Motivation regelrecht an.

Wie erhofft gelingt dann auch der schnelle Start, denn nach einem anfänglichen sicheren Par geht sich schon auf der 2 das erste Birdie aus, womit er plötzlich nur noch um einen einzigen Schlag hinter Catlin zurückliegt. Das Par 3 der 3 entwickelt sich dann jedoch nicht zu Gunsten der ehemaligen Nummer 1 der Welt, denn mit einem Bogey rutscht er wieder auf den Ausgangspunkt von Level Par zurück.

Sofort jedoch verschärft er wieder das Tempo und besser den Faux-pas prompt am darauffolgenden Par 5 wieder aus. Da sich der US-Amerikaner parallel dazu ein Bogey eintritt, leuchtet der Name Martin Kaymer zum ersten Mal in geteilter Führung auf. Catlin hat auch danach mit leichten Schwierigkeiten zu kämpfen, zieht sich aber nervenstark mit sehenswerten Putts aus der Affäre.

Schreckmoment

Wie aus dem Nichts sliced Martin Kaymer dann auf der 9 seinen Ball weg und muss ihn in Folge sogar verloren geben. Am Ende geht sich so nur das Doppelbogey aus, was ihn im Titelrennen etwas zurückwirft. Catlin schwächelt aber seinerseits und macht auf der 10 einen vermeidbaren Fehler. Nachdem Kaymer dann auf der 12 seinen Teeshot stark zum Loch legt und die Birdiechance dankend annimmt, liegt er erstmals sogar bei Level Par in alleiniger Führung.

Lange gehört ihm diese alleine aber nicht, denn nach einem Bogey auf der 13 muss er sich den Platz an der Sonne wieder mit dem 29-jährigen Kalifornier teilen. Dieser will es sich vorne aber sichtlich nicht wirklich gemütlich machen, denn ein kurzer verschobener Parputt ist gleichbedeutend mit dem nächsten Bogey, womit er dem Deutschen wieder den Vortritt lässt.

Plötzlich wird aus dem Zweikampf sogar ein Vierkampf, denn Kaymer kann das Par am schwierigen Par 3 der 15 nicht mehr kratzen und sowohl der Deutsche als auch Catlin haben nur noch einen Schlag Vorsprung auf Justin Harding (RSA). Antoine Rozner (FRA) ist bei einem weiteren Schlag Rückstand und bei 4 über Par zu dieser Zeit der Führende im Clubhaus.

Chancen ausgelassen

Harding verabschiedet sich auf der 18 aber mit einem Doppelbogey aus dem Titelrennen, während Martin Kaymer gleich zweimal die Türe zum möglichen Sieg ganz weit offen hat. Sowohl auf der 16, als auch auf der 17 lässt er aber kurze Birdiemöglichkeiten ungenützt. Eine Annhäherung in den Grünbunker und ein Chip zum Par der an der Lochkante hängen bleibt mündet schließlich in einem abschließenden Bogey, weshalb er Catlin hauchdünn den Vortritt lassen muss.

Nach einer 74 (+3) geht sich so “nur” Rang 2 aus und er verpasst in der zweiten Woche in Folge nur hauchdünn den Sieg. Damit geht auch die zähe bereits sechs Jahre andauernde sieglose Zeit für Martin Kaymer weiter. Für John Catlin (USA) hingegen ist die 75 (+4) und der Sieg bei gesamt 2 über Par nach einigen Erfolgen auf der Asian Tour nun der endgültige Durchbruch auf der European Tour.

Kieffer und Schneider am Vormarsch

Auch Max Schmitt, Max Kieffer und Marcel Schneider hätten mit starken Runden noch durchaus Chancen auf achtbare Ergebnisse. Bei erneut wieder bereits seit den Morgenstunden windigen Verhältnissen hält vor allem Max Kieffer sein Score recht sehenswert zusammen und klettern damit im Klassement nach den ersten neun Bahnen um einige Ränge nach vor. Marcel Schneider und Max Schmitt haben am Sonntag etwas härter zu kämpfen als ihr Landsmann.

Am Ende geht sich bei Max Kieffer dank eines Eagles auf der 17 sogar noch mit der 70 (-1) eine rote Runde aus, die ihn immerhin noch bis auf Rang 17 nach vor marschieren lässt. Auch Marcel Schneider kann sich am schlussendlich mit einer 72 (+1) und Platz 31 durchwegs zufrieden zeigen. Max Schmitt hingegen wirft Valderrama am Sonntag beinhart ab, denn mit einer 81 (+10) fällt er um viele Ränge zurück und beendet das Turnier nur als 71.

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Erster Verfolger

ANDALUCIA MASTERS – 3. RUNDE: Martin Kaymer etabliert sich im Real Club Valderrama mit einer der besten Runden des Tages als erster Verfolger von John Catlin. Auch Marcel Schneider macht etliche Plätze gut, Max Schmitt und Max Kieffer rutschen zurück.

Deutschlands Professionals entpuppten sich an den ersten beiden Spieltagen regelrecht als Windspezialisten, denn alle vier stemmten bei schwierigsten Verhältnissen auf dem ohnehin unglaublich anspruchsvollen Platz den Cut. Die besten Karten hat vor dem Wochenende Martin Kaymer in der Hand, der immerhin aus den Top 10 in den Moving Day startet.

Gleich auf der 1 zeigt er dann, warum er bereits im Vorfeld meinte, dass Valderrama zu einem seiner absoluten Lieblingskurse zählt, denn während rundherum nahezu die gesamte Konkurrenz pausenlos um Pars kämpft, rollt Deutschlands Nummer 1 seelenruhig den fälligen Birdieputt ins Loch.

Auch danach beweist er eindrucksvoll, dass er mit den widrigen Windverhältnissen bestens umgehen kann, denn mit einem weiteren Erfolgserlebnis auf der 5 spielt er sich zwischenzeitlic sogar in die erste Verfolgerposition, bis ihm Valderrama dann auf der 7 auch den ersten Schlagverlust abringt.

Aus der Ruhe bringt der Fehler den 35-jährigen aber nicht, denn reihenweise notiert er danach meist bombensichere Pars und wartet geduldig auf die nächste sich bietende Chance. Am berühmten Par 5 der 17 hat er dann die nächste Birdiemöglichkeit am Putter und rollt den Ball gekonnt zum nächsten roten Eintrag ins Loch, womit er sich mit der 69 (-2) und bei zwei Schlägen Rückstand auch als erster Verfolger des US-Amerikaners John Catlin an der Spitze etabliert.

“Es ist schon eine Zeit lang her, dass ich das letzte Mal ein Turnier gewonnen habe und es ist schön wieder dieses Gefühl zu haben, dass man dran ist zu gewinnen. Das ist alles worauf es ankommt. Ob man am Ende 2., 3. oder 7. wird ist egal. Man spielt Golf um zu gewinnen. Hier in Valderrama um den Sieg mitspielen zu können ist besonders für mich, denn Valderrama war immer ein besonderer Ort und es wär richtig schön hier zu gewinnen. Es ist richtig schwierig zu spielen und auch morgen wird es wieder drauf ankommen zunächst mal Fehler zu vermeiden und wenn möglich die seltenen Birdiechancen zu nützen”, beschreibt er danach seine Gefühlslage und gibt einen Ausblick worauf es morgen am Finaltag ankommen wird.

Eine Nummer zu hart

Max Schmitt startet mit Pars durchwegs souverän, kommt aber am Par 5 der 4 in Bedrängnis und kann sich nur mit einem Bogey wieder befreien. Zwei Bahnen später glückt dnan zwar sogar der Ausgleich, mit weiterem Fehler rutscht er auf der 7 aber wieder in den zarten Plusbereich zurück, was angesichts der schwierigen Verhältnisse aber ein durchaus passables Zwischenresultat darstellt.

Auf den Backnine entpuppt sich Valderrama dann aber als eine Nummer zu hart für den 22-jährigen, denn auf zwei Bogeys auf der 11 und der 12 hat er keine Antworten mehr parat und da er sich gegen Ende am Par 5 der 17 sogar ein Doppelbogey eintritt, geht sich schließlich sogar nur die 76 (+5) aus, die ihn um etliche Ränge bis auf Platz 36 zurückfallen lässt.

Max Kieffer stemmt sich vier Löcher lang tapfer gegen den Wind, ab der 5 beginnt sich das Valderrama-Karussell dann jedoch zu schnell für den 30-jährigen zu drehen, wie drei Bogeys auf der 5, der 6 und der 8 unterstreichen.

Nur kurz hält kann er dann etwas Luft holen, ehe es ab der 13 mit den nächsten Fehlern weitergeht. Erst die 17 verhindert noch eine komplett birdielose dritte Runde, mit der 76 (+5) aber rutscht er auch mit dem späten roten Eintrag um etliche Ränge bis auf Platz 49 zurück.

Etwas nach vor

Die noch etwas scorefreundlicheren Verhältnisse weiß Marcel Schneider zu Beginn recht rasch gut auszunützen, denn nach einem frühen Bogey auf der 2 sammelt er gleich drei Birdies auf und orientiert sich so klar in die richtige Richtung. Kurz vor dem Turn reißt der gewinnbringende Schwung aber jäh ab und nach zwei Bogeys auf der 8 und der 9 rutscht er sogar wieder auf Level Par zurück.

Auf einen weiteren Fehler auf der 12 hat er noch sofort den passenden Konter parat, auf einen Bogeydoppelpack danach kann er jedoch nicht mehr antworten. Angesichts der erneut extrem hohen Scores macht er mit der 73 (+2) aber sogar einige Plätze gut und geht wie Landsmann Max Kieffer als 49. in den Finaltag.

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Windspezialisten

ANDALUCIA MASTERS – 2. RUNDE: Deutschlands Professionals entpuppen sich im Real Club Valderrama als Windspezialisten und cutten geschlossen ins Wochenende. Martin Kaymer mischt als 10. sogar im absoluten Spitzenfeld mit.

Zum Auftakt fletschte der Real Club Valderrama richtiggehend die Zähne, denn starker Wind gepaart mit den pickelharten und pfeilschnellen Grüns machte den Spielern durchgehend das Leben schwer. Max Schmitt zog sich jedoch sehenswert aus der Affäre, denn der Youngster knallte eine 71 (Par) auf die Scorecard und geht so aus richtig guter Ausgangslage in den Freitag.

Nur knapp dahinter pendelte sich Martin Kaymer ein, der auch bei enorm schwierigen Verhältnissen zeigte, warum Valderrama zu seinen absoluten Lieblingskursen zählt. Mit Max Kieffer hat schwarz-rot-gold noch ein weiteres ganz heißes Eisen im Feuer. Marcel Schneider kam zwar über eine 76 nicht hinaus, doch selbst er liegt nur knapp hinter der Cutlinie zurück.

Martin Kaymer spult am Freitag ganz unaufgeregte Frontnine ab. Deutschlands Nummer 1 nimmt auf jedem der ersten neun Löcher ein Par mit, womit er bei erneut recht windigen Verhältnissen auf dem schwierigen Geländer nichts falsch macht. Erst nach dem Turn kommt dann erstmals Farbe ins Spiel, mit einem Doppelbogey am Par 5 der 11 jedoch zunächst noch die eindeutig verkehrte.

Das weckt den 35-jährigen aber sichtlich auf, denn auf der 14 locht er erstmals den fälligen Birdieputt und radiert so wieder einen der aufgerissenen Schläge aus. Zwar kostet ihm ein ausgeliptter Parputt auf der 16 diesen wieder, nach starker Grünattacke entführt er von der 17 aber noch einen Schlag und unterschreibt so schließlich erneut die 72 (+1), womit er sich vor dem Wochenende als 10. in mehr als nur eine vielversprechende Ausgangslage bringt.

Spitzenplätze in Sicht

Max Schmitt wird am Nachmittag gleich von der 1 weg von ungemein schwierig zu berechnenden Windböen begrüßt und kann sich nur zwei Löcher lang erfolgreich gegen diese stemmen, denn schon die 3 brummt ihm das erste Birdie auf. In Folge nimmt er zwar meist sichere Pars mit, auf der 8 erwischt es ihn aber erneut, womit er auch aus den Top 10 rutscht.

Die unglaublich anspruchsvollen Bedingungen fordern auch auf den Backnine etwas ihren Tribut, denn noch zwei weitere Male kann er Bogeys nicht verhindern. Am Ende steht er zwar nur mit der birdielosen 75 (+4) wieder im Clubhaus, angesichts der Bedingungen hat er als 17. die Spitzenplätze aber klar in Sicht

Max Kieffer hat am Nachmittag von Beginn an mit den enorm schwierig zu kalkulierenden Windböen zu kämpfen, was sich am Par 5 der 4 auch erstmals in Form eines Bogeys auf der Scorecard bemerkbar macht. Bis zum Turn muss er danach noch zwei weitere Fehler einstecken und rutscht so am Leaderboard bis ins Mittelfeld zurück.

Nach dem Turn setzen sich die Probleme mit weiteren Fehlern auf der 10 und der 15 vorerst weiter fort. Erst ein Birdiedoppelpack auf der 16 und der 17 federn den bis dahin birdielosen Absturz im Klassement deutlich ab und “Kiwi” geht nach der 74 (+3) sogar als 26. noch mit klar intakten Chancen auf ein starkes Ergebnis ins Wochenende.

Noch reingerutscht

Marcel Schneider verschärft sich die Ausgangslage gleich auf den ersten beiden Bahnen selbst, denn mit einem Doppelbogey und einem anschließenden Bogey könnte der Start in den zweiten Spieltag kaum zäher verlaufen. Danach allerdings stabilisiert er sein Spiel und findet auf der 8 und der 9 auch die ersten Birdies.

Gekonnt spult er dann auch die schwierigen ersten Bahnen der Backnine ab, ehe es ihn auf der 14 wieder mit einem Bogey erwischt. Da sich dann auch zum Abschluss der Runde auf der 18 nur eine “5” ausgeht, muss er sich mit einer 74 (+3) zufrieden zeigen. Lange Zeit heißt es für ihn danach zittern und hoffen, dass die Cutmarke noch auf 8 über Par wandert. Schlussendlich macht ihm diese den Gefallen und lässt auch ihn als 64. noch ins Wochenende rutschen.

Insgesamt liegen nur noch vier Spieler unter Par, wobei John Catlin (USA) nach einer 70 (-1) bei gesamt 3 unter Par mit zwei Schlägen Vorsprung auf Jamie Donaldson (WAL), Connor Syme (SCO) und Local Hero Pablo Larrazabal (ESP) führt..

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Viel richtig gemacht

ANDALUCIA MASTERS – 1. RUNDE: Bei unglaublich schwierigen Verhältnissen bringen sich Max Schmitt und Martin Kaymer im Real Club Valderrama gut in Position. Auch Max Kieffer liegt klar auf Cutkurs.

Mit dem Erfolgserlebnis eines starken Turniers und Platz 3 in The Belfry kommt Martin Kaymer zum Andalucia Masters angereist. Das Turnier in Südspanien findet noch dazu auf einem seiner absoluten Lieblingsplätze statt, in Valderrama, wo er 2008 beim Volvo Masters einen zweiten Platz belegte: “Der Kurs zählt zu meinen drei Lieblingsplätzen auf der Welt. Wenn wir nicht in Valderrama spielen würden, wäre ich gar nicht nach Spanien geflogen! Hier wollte ich immer schon gewinnen, daher werde ich jede Gelegenheit nützen, die sich mir hier bietet.”

Wie schon in der Vorwoche spielt Kaymer gemeinsam mit Lee Westwood und Bernd Wiesberger das Zugpferd für die European Tour. Denn auch heuer fällt der Termin für das Andalucia Masters unglücklich: zeitgleich mit der Tour Championship in Amerika fehlt Jon Rahm, Zweiter im Vorjahr in Valderrama, genauso wie Tourhost Sergio Garcia. Pablo Larrazabal und Jorge Campillo hoffen auf einen Heimerfolg. Maximilian Kieffer, Max Schmitt und Marcel Schneider komplettieren das Deutsche Aufgebot bei dem 1,250.000 Euro Turnier.

Max Schmitt zeigt sich von den pfeilschnellen Grüns und den unangenehmen Windverhältnissen nicht großartig beeindruckt, wenngleich er mit einem Bogey auf der 2 ein anfängliches Birdie prompt wieder egalisiert. Noch einmal wiederholt sich dann auf den Frontnine das Schauspiel, mit einem Zwischenstand von Par nach 9 macht er auf der ersten Platzhälfte aber nichts falsch.

Auf den hinteren Neun droht es dann mit zwei Bogeys deutlich unangenehmer zu werden, Max sorgt allerdings mit einem bärenstarken Finish noch für eine richtig starke Finalrunde, denn mit zwei abschließenden Birdies geht sich sogar noch die 71 (Par) aus, womit er sich als 6. eine mehr als vielversprechende Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf auflegt.

Harter Kampf im Wind

Martin Kaymer zeigt sich im Großen und Ganzen auch in Valderrama wieder von seiner sehr sicheren Seite und nimmt zum größten Teil auf den Frontnine souveräne Pars mit. Lediglich die 5 macht Deutschlands Nummer 1 einen Strich durch die Rechnung, denn ein Doppelbogey kostet einiges an Boden.

Zu Beginn der hinteren Platzhälfte geht sich dann aber nach starkem Putt das erste Birdie aus. Nach einigen meist recht sicheren Pars erwischt es ihn dann allerdings auf der 14 noch einmal, nachdem der Putt zum Par nicht fallen will. Da er auf der 16 aber noch ein Birdie findet und die Runde solide zu Ende bringt, unterschreibt er die 72 (+1), womit er sich als 12. noch alle Chancen in dieser Woche offen lässt.

Ebenfalls auf Kurs

Bei den richtig schwierigen Verhältnissen – bereits am Vormittag ist der Wind deutlich spürbar, was es noch schwieriger macht die beinharten Grüns kontrolliert anzuspielen – findet Max Kieffer schon am Par 3 der 3 ein schnelles Birdie, muss in Folge auf der 6 (Par 3) und der darauffolgenden 7 aber einen Bogeydoppelpack einstecken und kommt so “nur” im zarten Plusbereich auf den Backnine an.

Die hintere Platzhälfte verläuft dann ganz ähnlich der ersten, denn erneut findet er ein frühes Birdie, muss danach aber auch zwei Schläge abgeben. Am Ende geht sich so zwar “nur” die 73 (+2) aus, bei den generell durchwegs hohen Scores liegt er damit aber als 22. ganz klar auf Cutkurs.

Nicht weit weg

Marcel Schneider hat alle Hände voll zu tun um sein Score halbwegs zusammenhalten zu können, was auf den ersten neun Löchern aber nur bedingt gelingen will, wie drei Fehler auf einer birdielosen Platzhälfte zeigen.

Auf den zweiten Neun gehen sich dann zwar auch zwei rote Einträge aus, er muss parallel dazu aber auch noch vier weitere Bogeys notieren und steht so schlussendlich nur mit der 76 (+5) beim Recording, doch selbst damit liegt er als 67. nicht weit von der prognostizierten Cutmarke entfernt.

Insgesamt bringen zum Auftakt lediglich fünf Spieler eine rote Runde über die Ziellinie, wobei sich gleich vier Akteure nach 69er (-2) Runden die Führungsrolle teilen.

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Spielverderber Par 5

UK CHAMPIONSHIP – FINAL: Martin Kaymer liegt im The Belfry längere Zeit sogar in geteilter Führung, tritt sich am Par 5 der 17 aber ein Bogey ein, was ihm schlussendlich einen Platz im Stechen kostet. Mit Rang 3 nimmt er aber sein klar bestes Resultat der bisherigen Saison mit.

Martin Kaymer brachte sich mit beeindruckender Birdiequote und der 66 (-6) am Samstag tatsächlich noch ins Titelrennen. Bei lediglich zwei Schlägen Rückstand auf Leader Justin Walters (RSA) will Deutschlands Nummer 1 im Finalflight von Beginn an versuchen Druck auf den Südafrikaner ausüben. Genau das gelingt dann auch, denn schon auf der 2 locht er aus gut drei Metern und nimmt so prompt das erste Birdie mit. Nach einem Abschlag in den Fairwaybunker muss er danach am Par 5 der 3 vorlegen und da das Wedge nicht zwingend genug zur Fahne will, muss er sich schlussendlich mit dem Par zufrieden geben.

Ein starker Abschlag auf der 7 eröffnet dann am Par 3 die nächste Möglichkeit und Martin nimmt die Chance zum zweiten Birdie dankend an. Nur Minuten danach baut sich Justin Walters auf der 8 regelrecht ein und kommt am Ende nur mit einem Triplebogey zur 9. Teebox, was Martin Kaymer plötzlich in Führung bringt. Ein kurzer Birdieputt stellt ihn auf der 13 vor keinerlei Probleme und mit dem Zwischenstand von -3 übernimmt der 35-jährige damit dogar die alleinige Führungsrolle. Am Par 5 der 15 läuft sein Eagleputt dann perfekt auf Linie, lippt mit einer 180 Grad Wende aber aus. Mit dem sicheren Birdie marschiert er gemeinsam mit Rasmus Hojgaard – der Däne notiert die 65 (-7) – der Konkurrenz derzeit aber sogar etwas davon.

Die 16 treibt den Puls dann nochmal richtig in die Höhe, denn nach einem Bunkerausflug hat er am Ende sogar einen gut fünf Meter langen Parputt vor der Nase, locht diesen aber ohne mit der Wimper zu zucken und behauptet so die Führung. Ausgerechnet das Par 5 der 17 macht ihm dann aber einen Strich durch die Siegesrechnung, denn ein etwas zu langer Chip lässt ihm einen unangenehmen Parputt übrig und diesmal will dieser nicht fallen, was Martin aus der geteilten Führung wirft.

Auf der 18 legt er sich dann zwar noch einmal eine Birdiechance auf, kann diese aus 4,5 Metern aber nicht nützen und beendet das Turnier so mit der 69 (-3), womit er sich keinen Platz im Stechen mehr sichern kann. Mit Rang 3 fährt er aber sein klar bestes Ergebnis der bisherigen Saison ein. Rasmus Hojgaard (DEN) (65) setzt sich am Ende im Stechen gegen Justin Walters (70) mit Par gegen Bogey am zweiten Extraloch durch und holt sich so erneut im Stechen seinen zweiten European Tour Sieg.

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Ins Titelrennen gespielt

UK CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Martin Kaymer bringt sich am Moving Day im The Belfry mit beeindruckender Birdiequote und der 66 tatsächlich noch ins Titelgespräch und geht als erster Verfolger von Leader Justin Walters (RSA) auf die letzten 18 Bahnen.

Martin Kaymer hatte zwar am Freitag deutlich härter zu kämpfen als noch am ersten Spieltag, mit einer 72 (Par) wahrte er aber die Chance am Ende des UK-Swings noch ein Topergebnis auf die Habenseite ziehen zu können. Mit einem starken Moving Day könnte er sich sogar noch ins Titelgespräch bringen und genau dieses Vorhaben soll am Ende richtig eindrucksvoll aufgehen.

Zum bereits dritten Mal in dieser Woche gelingt am Par 5 der 3 das schnelle Birdie, womit er sich rasch in die richtige Richtung pusht. Anknüpfen kann er an das frühe Erfolgserlebnis jedoch nicht und rutscht auf der 6 sogar wieder auf Level Par zurück. Deutschlands Nummer 1 steuert aber sofort wieder gegen, denn schon das Par 3 der 7 lässt wieder ein Birdie springen.

Das bringt den 35-jährigen auch endgültig in die richtige Spur wie das bereits dritte Birdie des Tages auf der 9 beweist. In der Tonart geht es auch auf den Backnine weiter, denn mit Ehrenrunde findet auch auf der 10 der Birdieputt den Weg ins Ziel. Auf der 12 kühlt die heiße Phase dann jedoch schlagartig ab, denn das zweite Bogey des Tages nach verschobenem kurzen Putt bremst ihn wieder etwas ein.

Fast schon trotzig nimmt er aber eine Bahn später auch schon das nächste Birdie mit und gleicht den Faux-pas so in Windeseile wieder aus. Doch auch damit hat Martin noch nicht genug, denn auch auf der 14 und der 15 stopft er die fälligen Birdieputts und ist damit derzeit sogar bereits alleiniger 2. Die ehemalige Nummer 1 der Welt ist in der Schlussphase auch weiterhin regelrecht “on fire”, denn auf der 17, dem letzten Par 5 der Runde, fällt der Eagleputt nur hauchdünn nicht, das nächste Birdie ist aber auf der sicheren Seite.

Nur knapp verpasst er dann auf der schwierigen 18 sozusagen zum Drüberstreuen noch einen abschließenden roten Eintrag, doch auch die 66 (-6) bringt Martin Kaymer noch einmal so richtig ins Titelgespräch, denn bei gesamt 10 unter Par geht er als erster Verfolger von Leader Justin Walters in den Finaltag.

“Wahrscheinlich war es von den Verhältnissen her heute sogar der bislang schwerste Tag. Es zwar ziemlich windig und einige Fahnenpositionen waren echt tricky, deshalb war es sehr schwierig sich gute Birdiechancen zu erarbeiten. Ich treffe den Ball aber bereits die ganze Woche sehr gut und ich wusste, dass ich nur einen Tag brauche an dem auch der Putter heiß läuft und heute war das der Fall”, beschreibt Martin Kaymer die Eindrücke der 3. Runde aus seiner Sicht.

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Im Spitzenfeld

UK CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Martin Kaymer hat nach der 72 (Par) vor dem Wochenende die Topränge klar in Sichtweite. Marcel Siem bangt im The Belfry lange um den Cut, hat schlussendlich aber kein Glück mehr.

Aus deutscher Sicht konnte im The Belfry nach der ersten Runde lediglich Martin Kaymer richtig überzeugen, denn Deutschlands Nummer 1 gelang am Donnerstag Vormittag bei noch deutlich besseren Verhältnissen eine 68 (-4), womit er in sehr aussichtsreicher Position in den Freitag startet, wo nun allerdings am Nachmittag deutlich verschärfte Bedingungen auf ihn warten werden.

Deutlich stärkerer Wind als noch am Vortag erschwert dann auch ab der 1 deutlich das Vorhaben, dennoch zeigt sich die ehemalige Nummer 1 der Welt von seiner besten Seite und beginnt mit soliden Pars sehr unaufgeregt. Fast standesgemäß nimmt er dann vom einzigen Par 5 der Frontnine das Birdie mit und verwaltet das leicht gerötete Ergebnis in Folge gekonnt die gesamten Frontnine über.

Kaum auf den zweiten Neun angekommen baut er sein Score dann zunächst sogar weiter aus, ehe es ihn auf der 11 erstmals richtig unangenehm erwischt und er sich mit einem Doppelbogey alles bisher erspielte wieder ausradiert. Am Par 5 der 15 hat er dann sogar die Eaglechance am Putter, zwar will der Versuch zur 3 nicht fallen, das nächste Birdie, das ihn auch wieder in den Minusbereich abtauchen lässt, ist aber in trockenen Tüchern.

Nach einem verzogenen Abschlag hat er dann auf der 18 noch alle Hände voll zu tun um überhaupt noch das Bogey retten zu können und muss sich somit schließlich mit der 72 (Par) zufrieden geben, womit er allerdings als 10. an den Spitzenplätzen dranbleibt.

Lange Zitterei

Marcel Siem hat am Freitag sichtlich regelrecht das Messer zwischen den Zähnen, denn der Routinier kämpft sich auf den Frontnine zu einem Zwischenstand von -1 und weist so nur noch minimalen Rückstand auf die Cutlinie auf.

So richtig ins Rollen kommt er dann aber auf den Backnine, denn bei immer schwieriger werdenden Bedingungen hält er nicht nur sein Score zusammen, sondern sammelt sogar noch drei Birdies auf. Erst die 18 wird ihm dann ganz schlimm zum Verhängnis, denn nach einem abschließenden Triplebogey und der 71 (-1) geht sich der Cut am Ende hauchdünn als 68. nicht mehr aus.

Deutlich vorbei

Max Schmitt, Hurly Long und Marcel Schneider haben auch am zweiten Spieltag wieder ordentlich zu kämpfen und berauben sich mit zu hoher Fehlerquote wohl bereits auf den Frontnine der letzten Cutchance. Schlussendlich steht Schneider mit der 75 (+3) wieder im Clubhaus und scheitert damit klar am Sprung ins Weekend. Long ergeht es ebenfalls nicht besser, denn nach einer 76 (+4) ist auch für ihn bereits Endstation. Schmitt marschiert gar nur mit der 80 (+8) über die Ziellinie und ist damit vom Cut meilenweit entfernt.

Justin Walters (RSA) diktiert nach wie vor nach einer 71 (-1) und bei gesamt 9 unter Par das Tempo.

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Mit Birdies geglänzt

UK CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Martin Kaymer glänzt zum Auftakt im The Belfry mit zahlreichen Birdies und bringt sich so in aussichtsreiche Verfolgerposition.

Nach zwei preisgeldlosen Auftritten in Amerika und dem Ablaufen seines Spielrechts vorerst auf der PGA Tour kehrt Martin Kaymer wohl oder übel auf die European Tour zurück, zumindest vorerst. Deutschlands Nummer 1 teet dazu diese Woche beim Abschlussturnier im UK-Swing, bei der UK Championship auf.

Am klassischen Brabazon-Course von The Belfry sind auch Marcel Schneider, Max Schmitt, Marcel Siem und Hurly Long mit dabei. Abgesehen von Kaymer werden sie sich alle gehörig steigern müssen um ihr Spielrecht in Europas erster Profiliga zu verteidigen. Auch in dieser Woche geht es um nur 1 Million Euro Preisgeld.

Martin Kaymer findet sich am prestigeträchtigen Gelände von Beginn an bestens zurecht und nimmt schon von der 1 und der 3 schnelle Birdies mit, die ihn sofort ganz vorne mitmischen lassen. Allerdings tritt er sich danach sofort auch einen Bogeydoppelpack ein, der die gesamte Birdiearbeit prompt wieder ausradiert. Sofort allerdings steuert er wieder gegen und schnappt sich auf der 6 und der 7 die nächsten Birdies.

Erst danach kehrt ins Spiel des 35-jährigen erstmals Ruhe ein und er notiert auf den folgenden Löchern meist sichere Pars. Auf der 13 kann er dann das bereits fünfte Birdie mitnehmen und bleibt so den Top 10 erhalten. Mit der 17 weiß er dann auch das letzte Par 5 gut auszunützen und da er auf der schwierigen 18 nichts mehr anbrennen lässt, steht er schließlich mit der 68 (-4) beim Recording, womit er sich als 6. nach den Vormittagsflights eine durchaus gute Basis für den weiteren Turnierverlauf auflegt.

Aufholbedarf

Max Schmitt kann nach der stundenlangen Regenpause erst spät die Runde überhaupt beginnen, hat aber doch mit etlichen Schwierigkeiten zu kämpfen und unterschreibt schließlich wie Landsmann Marcel Siem nur eine 75 (+3), was lediglich für Rang 100 reicht.

Marcel Schneider stolpert ebenfalls schon früh über etliche Fehler. Auch bei der Fortsetzung am Freitag läuft es nicht wirklich nach Maß, denn Schneider steht schließlich nur mit der 76 (+4) wieder im Clubhaus, womit sich nur Platz 114 ausgeht.

Hurly Long hat mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen und liegt schon nach den Frontnine deutlich über Par. Am Ende unterschreibt er nur die 77 (+5) und liegt damit schon nach der ersten Runde als 121. weit zurück.

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