Mr. Fehlerlos

Marcel Schneider mischt nach Österreich auch bei den Italian Open nach bereits zwei fehlerlosen 66er (-4) Runden wieder voll im Titelkampf mit. Gleich sieben Deutsche stemmen im Argentario GC den Cut, wobei sechs sogar mit hervorragenden Chancen auf ein Topergebnis ins Wochenende starten.

Zum Auftakt präsentierte sich Marcel Schneider in seiner „Österreich-Form“, wo er bis zuletzt um den Sieg mitspielte. Mit einer 66 (-4) mischt der 35-jährige im absoluten Spitzenfeld mit und startet so aus hervorragender Position in den zweiten Spieltag. Nur knapp dahinter lauert Max Kieffer und nach dem auch Jannik De Bruyn, Alexander Knappe und Nicolai Von Dellingshausen in den Top 20 rangieren, hat Deutschland sogar gleich fünf heiße Eisen im DP World Tour Feuer. Mit Freddy Schott und Yannik Paul starten noch zwei weitere Akteure in schwarz-rot-gold innerhalb des erwarteten Cutbereichs in den Freitag. Lediglich Titelverteidiger Marcel Siem und Michael Hirmer müssen in Runde 2 etwas Boden gutmachen um auch am Wochenende noch mitmischen zu dürfen.

Bereits am Par 5 der 2 macht Marcel Schneider dort weiter wo er am Vortag aufgehört hat und schnappt sich rasch das erste Birdie. In Folge geht er es zwar ruhiger an, hält jedoch auch weiterhin die Weste blütenweiß und biegt so nach wie vor fehlerlos auf die Backnine ab. Dort zündet er dann kurzzeitig wieder den Turbo und holt sich nach starken Eisen auf der 10 und dem Par 3 der 11 sogar den roten Doppelpack ab. Auch weiterhin spult er grundsolide die Löcher ab, schlägt auf der 16 noch einmal zu und bringt so schließlich erneut die 66 (-4) zu Papier. Nach zwei makellosen Vorstellungen muss er so bei gesamt 8 unter Par nur Angel Ayora (ESP) vor dem Wochenende knapp um einen Schlag den Vortritt lassen.

Max KiefferZwar beginnt Max Kieffer seinen Zweitrundenauftritt am Nachmittag durchwegs solide, ein verfehltes Grün kostet ihm auf der 15 aber schließlich den ersten Schlag. Der Fehler scheint den Routinier aber richtiggehend wachzurütteln, denn sofort steuert er mit einem Birdie gegen und kommt so immerhin bei Level Par zum Turn. Das Highlight der zweiten Runde folgt dann am Par 5 der 2, denn Max locht kurzerhand aus dem Grünbunker zum Eagle und nachdem er danach nichts mehr anbrennen lässt, kommt er so mit der 68 (-2) zum Recording. Bei gesamt 5 unter Par startet er als 10. mit klar intakten Chancen auf ein Topergebnis ins Wochenende.

Deutsches Quartett an Top 10 dran

Austrian Alpine Open Champion Nicolai Von Dellingshausen findet nicht wirklich wie erhofft ins Geschehen, denn nach einem verpassten Par 5 Birdie auf der 12, tritt er sich auf der 13 nach Ungenauigkeiten im langen Spiel sogar ein Doppelbogey ein. Offensichtlich ist dies jedoch der benötigte Weckruf, denn in Folge agiert der 32-jährige wie ausgewechselt. Schon zwei Löcher später schnappt er sich das erste Birdie und drückt sein Tagesergebnis noch vor dem Turn mit einem roten Doppelpack sogar unter Par. Ganz sicher spult er auf den Frontnine dann die Löcher ab und unterschreibt, dank eines zwischenzeitlichen vierten Birdies auf der 5, sogar erneut die 68 (-2), womit er sich als 14. stark in Position bringt.

Lange Zeit spult Freddy Schott am Freitag Par um Par ab, ehe er sich noch vor dem Turn mit einem starken Tee Shot am Par 3 der 17 und einem hervorragenden Wedge am Par 5 danach sogar mit einem roten Doppelpack belohnen kann. Kaum auf den Frontnine angekommen knöpft ihm die 1 nach verpasstem Up & Down zwar auch den ersten Schlag ab, mit einem darauffolgenden Par 5 Birdie rückt er sein Score aber sofort wieder gerade und schnappt sich auf der 4 rasch noch ein weiteres Birdie. Selbst auf den zweiten Fehler des Tages am Par 3 der 6 hat er sofort die passende Antwort parat, bringt so die 67 (-3) zum Recording und klettert damit um viele Ränge bis auf Platz 14 nach oben.

Jannik De BruynSehr souverän beginnt Jannik De Bruyn den zweiten Arbeitstag. Zwar verpasst er am Par 5 der 12 noch das erhoffte Birdie, grooved sich ab der 13 aber in einen hervorragenden Rhythmus und bringt noch vor dem Turn gleich drei Birdies zu Papier. Zunächst geht der gewinnbringende Schwung auch auf den Frontnine munter weiter, wie das nächste Erfolgserlebnis nach lasergenauem Eisen auf der 1 unterstreicht. Danach ebbt jedoch nicht nur der Birdieflow ab, auch Pars werden teils ziemlich schwierig, was sich auf der 4 und dem Par 3 der 8 auch in zwei Bogeys niederschlägt. Am Ende geht sich aber die nächste 68 (-2) aus, womit er sich die Ausgangslage mit seinen Landsleuten teilt.

Auch am Freitag wird Alexander Knappe mit dem Par 5 der 12 nicht warm, denn erneut brummt ihm die lange Bahn nach Ungenauigkeiten ein frühes Bogey auf. Den Fehler steckt er zwar gut weg, kaum auf den Frontnine angekommen, stellt ihm nach verpasstem Up & Down jedoch auch die 1 ein Bein. Erst danach findet der Routinier so richtig ins Spiel und gleicht mit Birdies am Par 5 der 2 und der 4 sein Score recht rasch wieder aus. Auf den Geschmack gekommen, schnürt er auf der 7 und dem Par 3 der 8 sogar noch einen Doppelpack, bringt so ebenfalls die nächste 68 (-2) zu Papier und sorgt damit sogar für ein deutsches Quartett knapp hinter den Top 10.

Auch Paul noch souverän im Weekend

Schon auf der 11 fängt Yannik Pauls Putter erstmals am Freitag richtiggehend Feuer, denn aus acht Metern wandert rasch das erste Birdie auf die Habenseite. Auch danach hat der 31-jährige alles im Griff, wartet geduldig auf sich bietende Chancen und holt sich aus vier Metern schließlich am Par 5 der 18 das nächste Erfolgserlebnis ab. Auf den Frontnine hat er dann jedoch mit ziemlichem Leerlauf zu kämpfen, denn Birdie will sich kein weiteres mehr ausgehen. Da er jedoch nur im Finish am Par 3 der 8 nach versandetem Tee Shot noch ein Bogey einstecken muss, geht sich mit der 69 (-1) der Cut am Ende als 38. ohne Probleme aus.

Mit einer 73 (+1) kann Michael Hirmer nicht mehr in den Kampf um den Cut einmischen und muss so bereits vorzeitig die Sachen packen. Titelverteidiger Marcel Siem kommt mit der 82 (+12) sogar richtig heftig unter die Räder.

Leaderboard Italian Open

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