Ryder Cup 2023 – LIVE SCORES

DAHEIM UNSCHLAGBAR

TOUR

TURNIER

TAG

STATUS

16,5

11,5


Was nach den Vierern an den ersten beiden Tagen nach einer recht klaren Angelegenheit aussah, entwickelt sich am Sonntag in den Singles dann doch noch lange Zeit enger als erhofft. Am Ende holt Europa den Ryder Cup aber mit einem 16,5 : 11,5 Sieg zurück auf den alten Kontinent und verlängert damit die sieglose Serie der Amerikaner auf Europas Plätzen.

So souverän wie überhaupt noch nie fanden die Europäer am Freitag Vormittag in den 44. Ryder Cup, denn gleich alle vier Klassischen Vierer gingen ans blaue Team und da die USA auch am Nachmittag mit drei geteilten Matches und einer Niederlage sieglos blieb, legte Europa mit einem Zwischenstand von 6,5 : 1,5 den Grundstein für den Erfolg am Sonntag. Auch der zweite Spieltag verlief in den zweiten Klassischen Vierern am Samstag Vormittag ganz nach dem Geschmack Luke Donalds, denn mit drei Siegen und nur einer Niederlage sand es vor der Nachmittagssession bereits 9,5 : 2,5. Erst in den Bestballs kamen die Amerikaner dann erstmals richtig ins Rollen und verkürzten vor den abschließenden Singles auf „nur“ noch 10,5 : 5,5.

Damit ist klar, dass die USA am Sonntag alles in die Schlacht werfen müssen was sie haben, denn von den zwölf Partien müssten gleich 8,5 Punkte auf die rote Seite wandern. Zu viel Holz, wie sich schließlich herausstellen soll, wenngleich die US-Boys lange Zeit zumindest die Chance wahren das Wunder doch noch zu vollbringen. Luke Donalds Aufstellung entpuppt sich am Ende aber goldrichtig, denn der Captain stellt Europas Schlachtrösser gleich in die ersten Partien und diese enttäuschen nicht. Allen voran Viktor Hovland, der seine unglaubliche Form die ganze Woche über gewinnbringend in die Waagschale wirft – am Freitag gelingt mit Ludvig Aberg sogar mit 9 & 7 der höchste Sieg in der Geschichte des Ryder Cups – und mit einem überzeugenden 4 & 3 Erfolg gegen Collin Morikawa den ersten Punkt einfährt.

In einem wahren Krimi ist es dann einmal mehr Jon Rahm, der den US-Stars etwas das Genick bricht, denn Scottie Scheffler fightet wie ein Löwe, der Spanier luchst ihm aber noch die 18 ab und halbiert den wichtigen vollen Punkt noch. Nachdem dann Rory McIlroy gegen Sam Burns mit 3 & 1 nichts anbrennen lässt und auch Tyrrell Hatton mit 3 & 2 gegen Brian Harman triumphiert, fehlt Europa nur noch ein halbes Pünktchen zum endgültigen Sieg. Das Warten auf diesen zieht sich dann aber etwas in die Länge, denn die nächsten Partien gehen allesamt an die USA, weshalb sich doch noch etwas eine Nervenschlacht entwickelt. Am Ende ist es aber ausgerechnet ein Amerikaner der Europa erlöst, denn Rickie Fowler wassert die Attacke auf der kurzen 16, kann so das Loch nicht mehr teilen und sorgt so für die endgültige Entscheidung. In den verbleibenden Partien ist so bereits die Luft draußen, was den am Ende doch recht deutlichen 16,5 : 11,5 Triumph Europas rasch erklärt.

Revanche für Whistling Straits

Nach der doch heftigen Niederlage vor zwei Jahren in Whistling Straits, zeigt Europa in Rom, dass der Generationenwechsel im Team nun eindeutig vollzogen ist. Mit etlichen hochtalentierten Youngsters hatte Europa die perfekte Antwort auf Amerikas goldene Generation parat und revanchierte sich sehenswert für die Niederlage in Wisconsin. Vor allem der Teamgeist sorgte im Marco Simone GC für die Entscheidung, wie die Auftritte in den Vierern eindrucksvoll unterstrichen. Gepaart mit einem frenetischen Publikum und der damit verbundene Heimvorteil war schließlich für die USA zuviel um nach dreißig Jahren erstmals wieder in Europa den Cup zu gewinnen. Damit ist es auch weiterhin noch keinem Team gelungen einen fünf Punkte großen Rückstand vor den Singlematches noch in einen Sieg zu verwandeln.

Die Bilanz Sepp Strakas fällt hingegen etwas zwiegespalten aus, denn der zweifache PGA Tour Champion sorgte zwar für den historischen ersten Punkt eines Österreichers beim Ryder Cup, im zweiten Vierer am Samstag und im Einzel gegen Justin Thomas agierte der ehemalige Georgia Bulldog aber unter seinen Möglichkeiten. „Es war eine fantastische Woche. Ich hab zwar leider nicht gewonnen, aber die Jungs haben alles gegeben und wir haben verdient den Cup gewonnen. Mein Highlight war sicher heute der Chip-in auf der 16, da war eine Stimmung die erlebt man sonst nirgendwo, das war schon richtig cool“, so Sepp, der als erster österreichischer Ryder Cup Siger in die Geschichtsbücher eingeht, danach im Interview.


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