Thomas Rosenmüller kommt zum Auftakt der Rocket Mortgage Classic in Amerikas Motor-City ganz gut auf Touren und hält mit einer 67 (-5) einigermaßen mit den tiefen Scores mit. Stephan Jäger und Jeremy Paul haben im Detroit GC hingegen am Freitag bereits Aufholbedarf.
Erstmals seit längerer Zeit steht Stephan Jäger nicht mehr als Top 50 Spieler der Welt am Abschlag, nachdem er beim letzten Update der Weltrangliste knapp aus dem Elitefeld rutschte. Das Turnier in Amerikas Motor City könnte daher genau zum richtigen Zeitpunkt kommen, denn mit dem Detroit GC kommt der Bayer traditionell eigentlich recht gut zurecht, wie etwa auch ein 9. Platz vor zwei Jahren untermauert. Für Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller ist das 9,6 Millionen Dollar Event mittlerweile besonders wichtig, da jede Startchance für FedEx-Cup Zähler im Hinblick auf die Tourcard von enormer Bedeutung ist.
Grundsolide und absolut stressfrei startet Thomas Rosenmüller mit anfänglichen Pars ins Turnier und findet trotz leicht verzogener Attacke am Par 5 der 4 recht rasch auch ein erstes Birdie. Das heizt sein Spiel auch richtig an, denn sofort legt er am darauffolgenden Par 3 nach und lässt auch auf der zweiten langen Bahn der Frontnine ein Vögelchen zwitschern. Erst kurz vor dem Turn folgt dann wie aus dem Nichts ein richtig wilder Ritt, da er sich aus dem Grünbunker am Par 3 der 9 sogar ein Doppelbogey einfängt.
Die Doublette steckt er aber ohne jegliche Probleme weg und holt sich mit gefühlvollem 4,5 Meter Putt bereits auf der 12 das nächste Birdie ab. Der Putter bleibt auch danach weiterhin heiß und nachdem am Par 3 der 15 aus vier Metern gleich der nächste Putt fällt, kann er das Doppelbogey endgültig egalisieren. Genug hat der 28-jährige damit aber noch nicht und bringt im Finish am Par 5 der 17 und der 18 sogar noch einen roten Doppelpack zu Papier, womit sich am Ende die sehenswerte 67 (-5) ausgeht. Angesichts der tiefen Scores mischt er damit zwar nicht ganz vorne mit, als 26. liegt er aber hervorragend auf Cut-Kurs.
Hinter der gezogenen Linie
Als einziger des deutschen Trios ist Jeremy Paul am Donnerstag bereits mit früher Tee Time unterwegs und präsentiert sich dabei auf den Backnine sozusagen als Mr. Par. Eine Bahn nach der anderen spult der 31-jährige mit der vorgegebenen Schlaganzahl ab, womit er zwar keine Fehler macht, mit den recht guten Scores allerdings auch nicht Schritt halten kann. Erst kurz vor dem Turn parkt er die Annäherung auf der 18 dann nur einen guten Meter von der Fahne entfernt und lässt sich die Birdiechance nicht mehr vom Putter nehmen.
Sofort legt er auf der 1 aus 3,5 Metern auch weiter nach und zieht so mit dem roten Intermezzo auch im Klassement deutlich weiter nach vor. Hochkonzentriert spult er auch weiterhin die Bahnen ab und drückt sein Tagesergebnis auf der 8 nach einer messerscharfen Annäherung sogar auf 3 unter Par. Ausgerechnet am abschließenden Par 3 streikt dann aber der Putter und brummt ihm mit einem verschobenen Parputt aus 1,5 Metern doch noch ein Bogey auf. Mit der 70 (-2) startet er zwar recht klar unter Par, reiht sich bei guten Scores aber als 87. dennoch nur hinter der erwarteten Cutmarke ein.
Jäger ziemlich schaumgebremst
Am Nachmittag startet Stephan Jäger mit einem regelrechten Schockmoment ins Turnier, denn nach verzogenem Drive muss er auf der 2 sogar nachladen und brummt sich so ein frühes Doppelbogey auf. Den wilden Faux-pas steckt er jedoch ganz gut weg und kann sich zwei Löcher später, dank eines perfekten Wedges, am ersten Par 5 auch über das erste Birdie freuen.
Der rote Eintrag leuchtet lange Zeit jedoch ziemlich alleine auf weiter Flur auf, denn erst nach acht Pars danach kann er auf der 13 schließlich mit Pitch & Putt den Ausgleich zurück auf Level Par bewerkstelligen. Im Finish schnürt er dann noch auf der 16 und der 17 einen roten Doppelpack, womit sich zumindest noch die 70 (-2) ausgeht. Wie Landsmann Jeremy Paul muss er damit am Freitag aber bereits Boden gutmachen um nicht am Cut zu scheitern.
Was am Donnerstag möglich gewesen wäre zeigen Kevin Roy (USA) und Aldrich Potgieter (RSA), denn nach 62er (-10) Runden diktieren die beiden in Michigan vorerst das Tempo an der Spitze.
