Vorne mit dabei

Marcel Schneider knallt zum Auftakt der Italian Open eine 66 (-4) aufs Tableau und mischt im Spitzenfeld mit. Auch Max Kieffer, Jannik De Bruyn, Alexander Knappe und Nicolai Von Dellingshausen starten im Argentario GC durchwegs stark.

Mit absolut allerbesten Erinnerungen steht Marcel Siem in dieser Woche in den Teeboxen, denn der Routinier nimmt die Italian Open sogar als Titelverteidiger in Angriff. Die Platzkenntnis vom Vorjahr hilft ihm 2025 jedoch nicht, da das Turnier in den Argentario GC in die Toskana wanderte, wo bislang nur die Challenge Tour gastierte. Die Konkurrenz für den Ratinger ist auch vor allem aus dem heimischen Lager enorm, denn insgesamt stehen gleich neun Deutsche in Italien in den Teeboxen, wobei mit Nicolai Von Dellingshausen auch der Austrian Alpine Open Champion zu Hözern, Eisen und Putter greift.

Sehr souverän findet Marcel Schneider mit anfänglichen Pars ins Turnier und gibt sich mit einem gelochten Sechsmeterputt zum Birdie auf der 13 selbst etwas die Initalzündung. Noch vor dem Turn stopft er nach starken Eisen auch auf der 16 und am Par 3 der 17 die fälligen Birdieputts und drückt direkt nach dem Turn auf der 1 erneut aus sechs Metern sein Tagesscore sogar auf 4 unter Par. Zwar geht der gewinnbringende Birdieschwung in Folge wieder etwas verloren, mit Pars macht er aber absolut nichts verkehrt und bringt am Ende sogar die makellose 66 (-4) in trockene Tücher, die ihn als 4. voll im Spitzenfeld mitmischen lässt.

Ebenfalls stark unterwegs

Mit heißem Putter und viel Gefühl holt sich Max Kieffer gleich auf der 1 und am Par 5 der 2 die ersten Birdies ab und legt so einen wahren Blitzstart hin. In Folge geht er es dann etwas ruhiger an, bis aus fünf Metern auch das Par 3 der 8 einen roten Eintrag springen lässt, den er mit reichlich Sand im Getriebe jedoch auf der 9 auch prompt wieder verspielt. Sofort stabilisiert er sein Spiel aber wieder, krallt sich mit Chip & Putt am Par 5 der 12 das nächste Birdie und schaukelt das Ergebnis von 3 unter Par schließlich über die Distanz. Mit der 67 (-3) legt der 35-jährige einen richtig guten Start hin und wahrt damit als 9. klar die Chance auf ein mögliches Topergebnis.

Max KiefferWie die sprichwörtliche Feuerwehr startet Jannik De Bruyn mit gleich zwei anfänglichen Birdies ins Turnier und schnappt sich nach kurzer Durchschnaufpause am Par 3 der 6 mit einem Monsterputt quer übers Grün bereits das dritte Erfolgserlebnis. Erst nach dem Turn wird es dann auch etwas ungemütlicher, nachdem sich nach verzogenem Abschlag auf der 13 auch der erste Fehler einschleicht. Zwar bügelt er diesen rasch wieder aus, mit verfehltem Grün stellt ihm das Par 3 der 17 aber noch einmal ein Bein. Am Ende unterschreibt er so die 68 (-2), die ihn als 18. in durchaus vielversprechende Position bringt.

Zwar darf sich Alexander Knappe schon früh am Par 5 der 2 über ein erstes Birdie freuen, nachlegen kann er vorerst jedoch nicht und findet sich nach einem Bogeydoppelpack am Par 3 der 8 und der 9 sogar noch vor dem Wechsel auf die Backnine bei 1 über Par wieder. Das weckt den 36-jährigen aber sichtlich auf, denn sofort steuert er mit zwei Birdies gegen und gibt selbst auf ein Par 5 Bogey danach prompt die passende Antwort. Auf der 16 geht sich dann aus zwei Metern noch ein Schlaggewinn aus, womit er sich schließlich die Ausgangslage mit Landsmann Jannik De Bruyn teilt.

Mit Pars macht Nicolai Von Dellingshausen zwar nichts verkehrt, der Sieger von Salzburg muss sich jedoch bis zum Par 3 der 8 gedulden, ehe nach starkem Tee Shot aus zwei Metern schließlich das erste Birdie gelingt. Dafür geht es danach ziemlich Schlag auf Schlag, denn zunächst legt er auf der 10 rasch nach, muss jedoch auf der 13 schließlich nach versandetem Approach auch das erste Bogey einstecken. Dieses kann er jedoch schon auf der 16 wieder ausbessern und bringt so ebenfalls die 68 (-2) in trockene Tücher.

Auch Schott noch auf Cut-Kurs

Schon am Par 5 der 2 holt sich Freddy Schott dank eines starken Wedges das erste Birdie ab und etabliert damit auf den Frontnine auch einen sehr gewinnbringenden Rhythmus. Bereits auf der 4 rollt der nächste Birdieputt ins Ziel und da sich wieder zwei Löcher später auch auf der 6 ein Schlaggewinn ausgeht, steht er sogar bei -3 in der 10. Teebox. Auf den Backnine geht es dann schleppender dahin, denn vergeblich läuft er einem weiteren Birdie hinterher, tritt sich jedoch nach einem Ausflug in den Bunker und zusätzlichem Dreiputt am Par 5 der 12 sogar ein Doppelbogey ein. Nachdem ihm dann die 15 noch ein Bogey umhängt, geht sich erst dank eines abschließenden Par 5 Birdies mit der 69 (-1) noch eine Runde unter Par aus, die ihn als 39. auf Cut-Kurs bringt.

Sehr farbenfroh beginnt Yannik Paul seinen ersten Auftritt am Nachmittag, denn nach Doppelbogey, Birdie und Bogey hält er nach drei gespielten Löchern schon bei 2 über Par. Die Probleme verschärfen sich dann auf der 5 mit dem nächsten Fehler noch zusätzlich, ehe er sich zunächst auf der 7 das zweite Birdie krallt und auf der 10 nach gelochter Annäherung sogar den Adler landen lässt. Noch einmal driftet er dann auf der 15 zwar in den Plusbereich ab, stellt sein Score jedoch am Par 3 der 17 einmal mehr auf Level Par und steht so schlussendlich mit der 70 (Par) und als 63. rund um die Cutmarke wieder im Clubhaus.

Marcel SiemTitelverteidiger Marcel Siem fängt sich mit einem verpassten Up & Down schon am Par 3 der 11 ein frühes Bogey ein. Zwar bessert er dieses recht rasch aus 1,5 Metern schon auf der 13 wieder aus, die ersten Löcher zeigen aber wie sich die gesamte Runde des Routiniers entwickelt. Erneut rutscht er auf der 16 zurück und selbst das nächste Birdie auf der 2 kann ihn nur zwei Löcher lang bei Level Par halten. Noch einmal glückt dann zwar der Ausgleich, auf einen abschließenden Fehler auf der 9 kann er aber naturgemäß keine Antwort mehr geben und startet so nur mit der 71 (+1) und als 82. ins Turnier.

Mit einem Schneemann am Par 5 der 12 beginnt der erste Arbeitstag für Michael Hirmer gleich mit einem ziemlichen Schock. Zwar schnappt er sich danach auch sofort das erste Birdies, schlittert am darauffolgenden Par 3 aber sogar in ein Doppelbogey. Erst nach dem Turn stellt sich dann ein gewinnbringenderer Rhythmus ein, denn mit Birdies am Par 5 der 2, der 4 und dem Par 3 der 8 arbeitet er sich immerhin noch zur 71 (+1) und bleibt so wie Marcel Siem halbwegs an der erwarteten Cutmarke dran.

Dan Bradbury (ENG) setzt mit der 64 (-6) die vorläufige Bestmarke.

Leaderboard Italian Open

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