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Was wurde aus Golf-Star Martin Kaymer?

Erinnern Sie sich noch an Martin Kaymer? Deutschlands Golf-Star und ehemals sogar Nummer 1 der Weltrangliste?

Zweifacher Major-Champion, 14-facher Sieger auf der PGA-Tour und European Tour? Jener Golfer, der beim Ryder Cup 2012 den Winning Putt gegen Tiger Woods versenkte und mit ihm Team Amerika?

Martin Kaymer ist heute 38 Jahre alt, das ist nichts gegen einen Bernhard Langer, der mit 66 noch immer Turniere gewinnt. Kaymer hatte lange Zeit mit Handgelenksproblemen und anderen Blessuren zu kämpfen, die ihn seit 2014 nicht mehr gewinnen ließen und den Rückfall im World Ranking bis auf Position 2040 (!!!) zur Folge hatte.
Martin Kaymer Golf

Martin Kaymer spielt noch – bei einer Serie namens LIV

Falls Sie es noch nicht gehört haben: die gute Nachricht ist, Martin Kaymer spielt noch Golf, auch wenn das deutlich weniger Golffans als früher wahrnehmen. Er spielt für eine Turnierserie namens LIV Golf (lateinisch für 54), weil man dort nur 54 Löcher statt 72 spielen muss und ohne Cut (Risiko auszuscheiden) Geld verdient – viel Geld!

Das ist auch der Grund, warum er 2023 nur ein Major (US Open 2023, Missed Cut) und sein letztes Turnier auf der DP World Tour – ehemals European Tour – 2022 bei der BMW International Open (Platz 36) spielte – von den Tours wurde er wegen der vertraglich nicht erlaubten Teilnahme bei LIV gesperrt und verließ in weiterer Folge seine europäische Heimattour.

Der Wechsel weg von Majors und Spitzensport hin zum gemütlichen LIV-Dasein hatte für Kaymer gleich drei tolle Vorteile:

Erstens verdient man dort viel Geld, sehr viel Geld, selbst bei wenig Schwitzen.

Zweitens man kann in kurzen Hosen spielen – noch weniger schwitzen für sein Geld.

Drittens man muss keine Fragen von lästigen Golfjournalisten beantworten, weil es wenige interessiert – gar kein Grund zu schwitzen.

Also alles gut? Ja und Nein. Mit 38 Jahren, also im besten Golfalter, so in der Versenkung zu verschwinden, ist sicher nicht lustig. Von den 52 LIV-Spielern, die dort 2023 absahnen durften, verdienten ganze 47 mehr als Kaymer, der aber auch noch knapp 1,5 Millionen Dollar bekam – für deutlich weniger schwitzen!

Daher wollen wir Martin Kaymer wieder mal in Erinnerung rufen. Er spielt noch Golf. Im Deutschen Fernsehen nicht zu sehen, aber es gibt ein paar Streams, auf Youtube etwa, da könnte man mal vorbeischauen. Einen neuen Turnierkalender für 2024 gibt es zwar (noch) nicht, aber Optimismus ist immer eine gute Sache.

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Tiger Woods oder Jack Nicklaus der Größte?

Tiger oder Jack? Die leidenschaftlichste Diskussion unter Golffans um die Bestimmung des ultimativen GOAT (Greatest of All Time). Wenn es um die Debatte darüber geht, wer der größte Golfspieler aller Zeiten ist, gibt es nur zwei Antworten: Jack Nicklaus und Tiger Woods. Beide haben den Golfsport in ihrer aktiven Zeit und darüber hinaus geprägt.

Jack Nicklaus: Der Goldene Bär

Jack Nicklaus, oft als „Golden Bear“ bezeichnet, ist ein Name, der für Golfexzellenz steht. Seine Karriere, die sich über fünf Jahrzehnte erstreckte, ist nichts weniger als legendär. Nicklaus‘ lange Liste von Erfolgen umfasst 18 Major-Titel, die meisten in der Geschichte des Golfs. Er trug das grüne Jackett in Augusta National sechsmal, eroberte die U.S. Open viermal und zeigte seine Fähigkeiten bei der Open Championship erstaunliche fünfmal.

Was Nicklaus auszeichnet, ist seine unglaubliche Konstanz im Laufe der Jahre. Er hielt sein Spielniveau auf den höchsten Ebenen des Golfsports über einen längeren Zeitraum aufrecht und zeigte dabei seine Ausdauer im Sport. Seine Siege erstreckten sich von den frühen 1960er Jahren bis in die späten 1980er Jahre, eine Ära intensiven Wettbewerbs und sich entwickelnder Technologie. Nicklaus war nicht nur ein Golfer; er war ein Stratege, ein Meister des Platzmanagements und ein Vorbild für aufstrebende Spieler.

Nicklaus‘ Sportsgeist und sein Engagement, das Golfspiel zu fördern, haben ihn bei Fans weltweit beliebt gemacht. Seine bescheidene Art und sein unerschütterliches Engagement für den Golfsport haben ein bleibendes Erbe hinterlassen, das über seine Turniersiege hinausgeht.

Tiger Woods: Der Tiger brüllt

Bei der Diskussion über den größten Golfer aller Zeiten ist es unmöglich, den Einfluss von Tiger Woods zu übersehen. Woods trat Ende der 1990er Jahre auf die Golfszene und eroberte schnell die Phantasie der Welt. Sein rohes Talent, seine Kraft und seine Ausstrahlung verliehen dem Golf eine neue Ebene der Popularität.

Woods‘ Anzahl an Major-Titeln beträgt 15, nur drei Titel weniger als Nicklaus‘ Rekord. Er kann mit fünf Masters-Titeln, vier PGA-Meisterschaften und drei U.S. Opens aufwarten, was ihn zu einem der dominierendsten Spieler in der modernen Ära macht. Woods‘ Karriere-Grand-Slam, den er in jungen Jahren erreichte, ist ein Zeugnis seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten.

Was Tiger Woods auszeichnet, ist sein unglaublicher Arbeitsethos und seine Entschlossenheit. Er revolutionierte das Golffitness und zeigte, dass man mit sowohl Kraft als auch Präzision gewinnen konnte. Sein zwölf Schläge Vorsprung beim Masters 1997 war ein Game Changer, da er Rekorde brach und neue Standards für den Sport setzte.

Woods‘ Einfluss erstreckt sich über den Golfplatz hinaus. Er brachte Vielfalt in einen traditionell exklusiven Sport und inspirierte zahllose Menschen aus verschiedenen Hintergründen, Golf zu spielen. Seine karitative Arbeit und die Bemühungen seiner Stiftung, den Zugang zum Golf in unterversorgten Gemeinschaften zu verbessern, hatten eine tiefgreifende Wirkung.

Vergleich der Legenden

Die Debatte darüber, ob Jack Nicklaus oder Tiger Woods der größte Golfer aller Zeiten ist, hängt oft von verschiedenen Faktoren ab. Betrachten wir einige der wichtigsten Aspekte:

1 – Major Championships: Jack Nicklaus hält den Rekord mit 18 Major-Siegen, aber Tiger Woods fehlen nur drei Titel. Angesichts von Woods‘ Alter und seinem Wettbewerbsgeist ist es durchaus möglich, dass er Nicklaus übertrifft, selbst nach einer unendlich langen Liste an Verletzungen.

2 – Dominanz in ihren Epochen: Nicklaus‘ Ära war von harter Konkurrenz geprägt, darunter Größen wie Arnold Palmer, Gary Player und Tom Watson. Im Gegensatz dazu sah sich Tiger Woods einer neuen Generation hochkompetitiver Golfer wie Phil Mickelson und Ernie Els gegenüber. Die Bedeutung ihrer Konkurrenz variiert, aber beide Legenden herrschten.

3 – Kultureller Einfluss: Tiger Woods brachte zweifellos Golf neuen Zielgruppen näher und inspirierte eine vielfältigere Gruppe von Menschen, den Sport anzunehmen. Sein Einfluss außerhalb des Platzes war monumental.

4 – Langlebigkeit: Jack Nicklaus‘ langanhaltende Exzellenz ist ein Zeugnis seiner anhaltenden Fähigkeiten und mentalen Stärke. Während Tiger Woods Verletzungen und persönliche Herausforderungen gegenüberstand, zeigte seine bemerkenswerte Rückkehr beim Masters 2019 seine Widerstandsfähigkeit.

Letztendlich ist die Debatte, ob Jack Nicklaus oder Tiger Woods der größte Golfspieler aller Zeiten ist, eine Frage persönlicher Vorlieben. Golffans neigen oft zu ihrer eigenen Generation oder bestimmten Werten, sei es die anhaltende Exzellenz von Nicklaus oder das explosive Talent und den Einfluss von Woods. Eines ist jedoch sicher: Beide dieser Legenden haben einen unauslöschlichen Eindruck im Golfsport hinterlassen und werden weiterhin Generationen von Spielern inspirieren.

Die Debatte geht weiter

Jack Nicklaus und Tiger Woods haben jeweils ihren einzigartigen Platz in der Geschichte des Golfsports geschaffen. Nicklaus‘ rekordverdächtige Siege bei den Major-Turnieren und seine zeitlose Sportlichkeit definieren sein Erbe, während der Einfluss von Tiger Woods über den Golfplatz hinausgeht und die Kultur und Vielfalt des Sports beeinflusst. Die Debatte darüber, wer der größte Golfer aller Zeiten ist, wird weitergehen, aber eines steht fest: Der Golf wurde von zwei der bemerkenswertesten Talente, die jemals aufgetreten sind, gesegnet. Am Ende kann die Wahl auf persönliche Vorlieben hinauslaufen, denn sowohl Nicklaus als auch Woods haben die Geschichte des Golfsports auf ihre außergewöhnliche Weise

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