Tempo gemacht

Jeremy Paul drückt am Freitag bei den John Deere Classic sehenswert aufs Gas und bringt sich in Schlagdistanz zu einem Spitzenergebnis. Thomas Rosenmüller verpasst im TPC Deere Run mit einer 71 (Par) den Sprung ins Wochenende.

So richtig ins Rollen kamen Jeremy Paul und Co zum Auftakt in Illinois noch nicht, denn mit einer 69 (-2) gelang Paul noch die beste aller deutschen Runden und selbst er liegt gerade mal so auf Kurs in Richtung Wochenende. Thomas Rosenmüller notierte lediglich eine 70 (-1) und muss damit am Freitag bereits zulegen um nicht schon am Cut hängen zu bleiben. Immerhin haben beide Deutschen am zweiten Spieltag den kleinen Bonus einer früheren Tee Time. Stephan Jäger schlitterte am Donnerstag in eine 74 (+3) und gab im Anschluss an die Runde das Turnier vorzeitig auf.

Trotz versandeter Attacke holt sich Jeremy Paul schon am Par 5 der 2 ein schnelles erstes Birdie ab und gibt sich damit sozusagen selbst die Initialzündung zu durchwegs gelungenen Frontnine. Bereits zwei Löcher später hat er nach starkem Pitch ins Grün erneut Grund zu jubeln und da nach soliden weiteren Löchern auch die 8 einen roten Eintrag springen lässt, arbeitet er sich bereits bis ins vordere Mittelfeld nach oben. Erst ein Dreiputtbogey auf der 9 bremst den Vorwärtsdrang dann ziemlich abrupt ab.

Jeremy PaulSofort bessert er den Fehler mit einem perfekten Wedge ins Grün am Par 5 der 10 wieder aus und zündet kurz darauf mit einem Birdiehattrick ein wahres Feuerwerk, dass ihn mit riesigen Schritten im Klassement nach vorne marschieren lässt. Wie aus dem Nichts hängt er sich dann nach zu kurzem Eisen am Par 3 der 16 zwar ein ziemlich vermeidbares Doppelbogey um, mit darauffolgenden Par 5 Birdie kann er den Schaden aber in Grenzen halten und steht so am Ende sogar mit der 66 (-5) beim Recording. Mit der knallroten Runde räumt er sich als 21. wohl auch noch ein Mitspracherecht um eine Spitzenplatzierung ein.

Cut außer Reichweite

Nach einem starken Wedge krallt sich Thomas Rosenmüller gleich am Par 5 der 10 das erste Birdie und orientiert sich so rasch in Richtung Cutlinie. Auch danach hat der Rookie vorerst alles im Griff, wie ein weiteres Erfolgerlebnis nach starker Grünattacke am drivebaren Par 4 der 14 untermauert. Erst ein Dreiputtbogey am Par 3 der 16 kostet dann den ersten Schlag, den er sich nach starker Annäherung aber noch vor dem Wechsel auf die Frontnine wieder zurück holt.

Lange Zeit hat er auf den Frontnine dann mit ziemlichem Leerlauf zu kämpfen, was dazu führt, dass er im Finish die Aggressivität erhöht um die benötigten Schlaggewinne erzwingen zu können. Das Vorhaben schlägt jedoch ins Gegenteil um, denn ein verzogener Tee Shot am Par 3 der 7 und ein verpasstes Up & Down auf der 9 brummen ihm sogar noch gleich zwei Fehler auf. Mit der 71 (Par) ist der Cut so klar außer Reichweite, was für den 28-jährigen ein freies Wochenende zur Folge hat.

Der US-Amerikaner Doug Ghim verteidigt mit einer 68 (-3) seine Spitzenposition und startet bei gesamt 12 unter Par als Leader in den Moving Day.

Leaderboard John Deere Classic

Nach oben scrollen