Spannend gemacht

Stephan Jäger hat am Freitag bei der PGA Championship deutlich härter zu kämpfen und macht es teils spannender als geplant. Am Ende stellt der Cut trotz der 75 (+4) aufgrund der starken Auftaktrunde aber kein Problem dar. Martin Kaymer scheitert in Quail Hollow deutlich am Sprung ins Wochenende.

Bärenstark präsentierte sich Stephan Jäger zum Auftakt am Donnerstag in Quail Hollow. Vor allem vom Tee hatte Deutschlands Nummer 1 über weite Strecken alles im Griff und machte sich so das Leben bei den Annäherungen um einiges angenehmer. Am Ende leuchtete sogar eine mehr als nur sehenswerte 67 (-4) auf, die ihn als 4. aus dem absoluten Spitzenfeld in den Freitag starten lässt. Landsmann Martin Kaymer, der die PGA Championship 2010 sogar gewann, fand hingegen die gesamte Runde über keinen Rhyhtmus und liegt nach der 78 (+7) bereits abgeschlagen im Feld zurück.

Nach einem etwas zu forschen Chip beraubt sich Stephan Jäger zwar am Par 5 der 10 der Birdiechance, mit einem sicheren anfänglichen Par macht der Bayer zwar nichts verkehrt, der verpasste rote Eintrag rächt sich jedoch schon am Loch danach mit einem verpassten Up & Down nach versandetem Drive. Auch danach hat der 35-jährige sichtlich einige Schwierigkeiten in einen brauchbaren Rhythmus zu finden, was sich am Par 3 der 13 nach verzogenem Tee Shot im nächsten Schlagverlust bemerkbar macht.

Stephan JägerStabilere Frontnine

Zu Beginn der berüchtigten „Green Mile“ – der Stretch der Löcher 16 bis 18 – rutscht er dann sogar nach weiterem verfehlten Grün auf +3 für den Tag zurück, was ihn mittlerweile bis ins Mittelfeld abdriften lässt. Der Probleme nicht genug tritt er sich auf der 18 nach verzogenem Abschlag sogar eine Doublette ein und rangiert so plötzlich nur noch bei 1 über Par und genau an der erwarteten Cutmarke. Kaum auf den Frontnine angekommen hat er dann aber auch erstmals Grund zu jubeln, denn aus knapp neun Metern rollt der Putt zum ersten Birdie perfekt ins Loch.

Der Schlaggewinn stabilisiert sein Spiel jedoch nur für überschaubare Zeit, wie ein weiteres verfehltes Fairway wirft ihn auf der 3 recht rasch wieder auf 5 über Par für den Tag zurück. Erneut kann er jedoch zeitnah kontern und verschafft sich auf der 5 aus drei Metern wieder etwas mehr Luft zur erwarteten Cutlinie. Auf den letzten Löchern lässt er dann nichts mehr anbrennen und spielt die Runde staubtrocken nach Hause. Mit der 75 (+4) büßt er zwar verständlicherweise viele Ränge ein, cuttet aber immerhin als 48. sicher ins Wochenende.

Kaymer scheitert klar am Cut

Mit einem sehenswerten Fünfmeterputt zum anfänglichen Birdie beginnt der zweite Arbeitstag für Martin Kaymer am Par 5 der 10 zwar nach Maß, allerdings findet sich der zweifache Major-Champion bereits auf der 12 nach verpasstem Schrambling bei Level Par wieder. Lange muss er sich danach jedoch nicht in Geduld üben, denn mit Chip & Putt drückt er bereits am Par 5 der 15 sein Tagesergebnis erneut in den Minusbereich. Erneut währt die Freude darüber jedoch nur Minuten, wie gleich zwei misslungenes Sand Saves direkt danach unangenehm zeigen.

Martin KaymerDa er sich dann auf der 18 noch dazu ein Dreiputtbogey einfängt, verfliegt auch die letzte kleine Chance den Cut doch noch irgendwie zu stemmen wohl endgültig. Sehr souverän nimmt er auf den ersten Löchern der Frontnine dann Pars mit, bis er nach einem weggehookten Drive auf der 5 ein weiteres Bogey ausfasst. Immerhin findet er dank starker Attacke und gefühlvoller Putts am Par 5 der 7 und der 8 dann auch noch zwei Erfolgserlebnisse und verabschiedet sich so schließlich mit einer recht ansehnlichen 72 (+1) aus dem Turnier.

Jhonattan Vegas (VEN) verteidigt mit einer 70 (-1) und bei gesamt 8 unter Par seine Führungsposition.

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