Jeremy Paul sichert sich bei den RBC Canadian Open nach Runden von 68 (-2) und 67 (-3) Schlägen souverän als 30. seinen Platz im Wochenende. Matti Schmid und Thomas Rosenmüller scheitern im TPC Toronto denkbar knapp hauchdünn um einen Schlag am Cut.
Zum Auftakt kam das deutsche PGA Tour Trio in Ontario noch nicht so wirklich auf Touren, denn einzig Jeremy Paul brachte sich mit einer 68 (-2) auf Cut-Kurs und selbst er hat im TPC Toronto keinerlei Puffer zur gezogenen Linie. Immerhin liegen Matti Schmid und Thomas Rosenmüller nach 70er (Par) Auftaktrunden noch nicht allzu weit vom rettenden Cut-Ufer entfernt, womit das Wochenendes wohl durchaus noch in Sichtweite liegt.
Wie aus der sprichwörtlichen Pistole geschossen startet Jeremy Paul am Freitag in Toronto in die Runde, denn nach hervorragenden Eisen und einem heißlaufenden Putter findet der 32-jährige gleich auf den ersten fünf Löchern vier Birdies und katapultiert sich damit voll bis zu den Top 10 nach vor. Der erste schlechte Schlag wird dann aber gleich enorm kostspielig, da er am Par 3 der 7 sogar droppen muss und so lediglich ein Doppelbogey zu Papier bringt, was den Vorwärtsdrang naturgemäß heftig einbremst.
Fast schon trotzig nimmt er aber danach auf der 8 sofort wieder ein Birdie mit und kontert zu Beginn der Backnine auch Bogeys von der 10 und der 12 postwendend jedesmal wieder aus. Noch einmal driftet er im Finish dann auf der 16 mit einem Fehler etwas ab, gibt jedoch auch darauf am Par 5 Schlussloch noch die richtige Antwort und bringt so schlussendlich die 67 (-3) zum Recording, womit er als 30. sogar einigermaßen aussichtsreich cuttet.
Vergebliches Hoffen
Sehr sicher zeigt sich Matti Schmid am Freitag in der Anfangsphase von Tee bis Grün und kann sich dafür auch bereits auf der 12 mit einem gelochten Sechsmeterputt erstmals belohnen, womit er auch rasch zur gezogenen Linie aufschließt. Stark spult er danach die Bahnen ab und schlägt mit Pitch & Putt am Par 5 der 18 ein weiteres Mal zu, womit er sich noch vor dem Turn bereits über die Cutmarke zieht.
Sofort legt er dann am Par 5 der 1 ncoh weiter nach, ehe es ihn auf der 3 mit wilden Problemen im Kurzspiel sogar mit einem Doppelbogey erwischt. Der Fehler bringt ihn jedoch nicht wirklich großartig aus dem Tritt und da sich auf der 5 dank einer starken Annäherung und des vierten Birdies des Tages am Ende eine 68 (-2) ausgeht, sitzt er lange Zeit sozusagen am heißen Stuhl. Schlussendlich springt die gezogene Linie aber noch auf -3, was ihn den Cut knapp verpassen lässt.
Ebenfalls ein Schlag zuviel
Am Nachmittag startet Thomas Rosenmüller richtiggehend kunterbunt in den zweiten Spieltag, denn mit Birdie-Bogey-Birdie sorgt er gleich zu Beginn für einige Abwechslung. In Folge bringt er dann aber sichtlich Stabilität ins Spiel und macht mit Pars bis zum Turn nicht vieles verkehrt. Auf den Backnine muss er jedoch noch zwingend nachlegen, will er auch am Wochenende noch mit von der Partie sein.
Genau das macht er dann auch mit einem gefühlvollen Putt auf der 10, allerdings rutscht er nach verpasstem Up & Down am darauffolgenden Par 3 auch sofort wieder zurück. Wieder notiert er danach lange Zeit Pars, bis nach einem starken Approach die 17 das nächste Birdie springen lässt. Da das abschließende Par 5 dann jedoch ungenützt verpufft, verpasst er nach der 68 (-2), wie auch sein Landsmann, haarscharf den Cut.
Cameron Champ (USA) startet bei gesamt 12 unter Par als der große Gejagte in den Moving Day.
