Hundertprozentige Cut-Ausbeute

Sowohl Martin Kaymer als auch Stephan Jäger stemmen bei den PGA Championship den Cut und sorgen so im Valhalla GC für eine aus deutscher Sicht hundertprozentige Cut-Ausbeute. Scottie Scheffler steckt die dramatischen Szenen in den Morgenstunden perfekt weg und marschiert bis ins Spitzenfeld nach vor. Xander Schauffele diktiert weiterhin das Tempo.Martin Kaymer

gab zum Auftakt in Kentucky ein kräftiges Lebenszeichen von sich, denn nachdem er bei seinen letzten vier Major-Starts jedesmal am Wochenende scheiterte und auch auf der LIV-Tour heuer noch kein einziges Top 10 Resultat erreichte, zeigte die Formkurve vor den PGA Championship nicht gerade in die richtige Richtung. Mit einer 68 (-3) wusste der Düsseldorfer am Donnerstag dann aber zu überzeugen und startet als 18. sogar klar in Schlagdistanz zu den Top 10 in den Freitag.

Bevor die zweite Runde überhaupt beginnt überschlagen sich dann in den Morgenstunden die Ereignisse, denn ein Shuttlebus erwischt einen Fan und verletzt diesen tödlich, was die Polizei zu einer großräumigen Absperrung zwingt. Zwar wurden Spieler, Caddies und Coaches am Unfallort vorbeigeschleust, bei Scottie Scheffler (USA) gibt es jedoch ein wildes Missverständnis, was sogar zu einer vorübergehenden Verhaftung der Nummer 1 der Welt führt. Mit Polizeieskorte schafft es der Superstar aber schließlich doch noch rechtzeitig zu seiner Tee Time zurück in den Valhalla GC und spielt sich dort schließlich mit einer 66 (-5) bis ins Spitzenfeld nach vor.

Wie alle anderen muss sich auch Martin Kaymer etwas länger in Geduld üben und findet schließlich nur einigermaßen zäh in die Runde, denn zunächst verpasst er mit ungenauem Wedge am Par 5 der 10 das anfängliche Birdie und kann sich danach am Par 3 nach verfehltem Grün nicht mehr zum Par scramblen. Sofort steuert er aber gegen, denn nach einem lasergenauen Eisen lässt er dem Putter auf der 12 nur noch einen Meter Birdiearbeit übrig.

Mit dem Rough hat er jedoch auch weiterhin einige Schwierigkeiten, wie eine verzogene Annäherung inklusive verpasstem Up & Down auf der 16 unterstreicht. Nachdem dann auch auf der 17 der Abschlag das Ziel verfehlt und er erneut das Grün verfehlt, rutscht er bereits deutlich im Klassement zurück. Immerhin findet er rund um den Turn den Reset-Knopf, denn nach einem Par auf der 18, holt er sich aus drei Metern auf der 1 auch das nächste Birdie ab.

Nachsetzen kann er vorerst jedoch nicht und rutscht nach Problemen im Kurzspiel auf der 6 sogar wieder weiter zurück. Erneut hat er aber gleich am darauffolgenden Par 5 erneut die passende Antwort parat, nachdem er sich für eine sehenswerte Attacke belohnt. Schlussendlich unterschreibt er am Freitag zwar „nur“ die 72 (+1), diese lässt ihn dank der starken Auftaktrunde als 51. aber sicher ins Wochenende cutten.

Jäger „on the number“

Stephan Jäger

wusste mit ansehnlicher Birdiequote am ersten Spieltag durchaus zu überzeugen, allerdings streute der Münchner schlicht zu viele Fehler ein um am Ende besseres als eine 70 (-1) notieren zu können. Immerhin liegt er damit vor der zweiten Umrundung klar auf Cutkurs und selbst die Spitzenränge hätte er mit einem starken Auftritt durchaus noch klar in Reichweite.

Stephan JägerMit soliden Pars findet Stephan am Freitag Nachmittag zunächst absolut stressfrei in die zweite Umrundung, nachdem er sich danach jedoch am Par 3 der 3 neben dem Grün einbunkert, kann er ein frühes erstes Bogey nicht mehr abwenden. Aus der Ruhe lässt er sich davon aber nicht bringen und dreht mit einem gelochten Viermeterputt bereits auf der 5 sein Score wieder auf Anfang.

Kurz vor dem Turn drückt er sein Tagesergebnis dann sogar erstmals in den roten Bereich, nachdem auf der 9 der Birdieputt aus drei Metern fällt. Das läutet auch eine durchaus starke Phase ein, denn kaum auf den Backnine angekommen parkt er am Par 5 der 10 die Attacke nur knapp vor dem Grün und schnürt so sogar den roten Doppelpack.

In Folg ebbt der sehenswerte Schwung jedoch wieder einigermaßen ab, denn erst im Finish kommt wieder Farbe aufs Tableau, nach zwei verfehlten Fairways auf der 16 und der 17 jedoch die eindeutig falsche. Immerhin nimmt er am Schlussloch noch ein wichtiges Par mit und stemmt so nach der 71 (Par) und als 67. „on the number“ noch den Cut.

Schauffele weiter on top

Xander Schauffele

(USA) wird von der Konkurrenz am Freitag zwar etwas eingeholt, eine 68 (-3) reicht dem US-Amerikaner aber um weiterhin als Führender ins Wochenende abbiegen zu können. Tiger Woods (USA) hingegen ergeht es am zweiten Spieltag nicht wirklich gut, denn der Fanliebling bringt nur eine 77 (+6) zu Papier und scheitert damit deutlich am Sprung in den Moving Day.

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