Matti Schmid holt sich bei den Puerto Rico Open mit konstant guten Runden ein Topergebnis ab. Auch Jeremy Paul kann im Grand Reserve GC auf eine recht erfolgreiche Woche zurückblicken. Thomas Rosenmüller lässt mit verpatzter Finalrunde in Rio Grande viele Punkte liegen.
Nachdem aus deutscher Sicht lediglich Stephan Jäger für das 20 Millionen Signature Event in Orlando qualifiziert war, nützen Matti Schmid, Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller die Chance am Nebenschauplatz der PGA Tour in Puerto Rico um auf Punktejagd gehen zu können. Die Möglichkeit scheint das Trio auch durchaus gewinnbringend nützen zu können, denn nach den ersten beiden Runden rangiert Jeremy Paul sogar auf dem vielversprechenden 7. Platz. Nur zwei Schläge dahinter lauern Matti Schmid und Thomas Rosenmüller, womit ein Topergebnis ebenfalls klar in Schlagdistanz liegt.
Zwar findet Matti Schmid mit Pars am Samstag durchaus souverän ins Geschehen, allerdings läuft er längere Zeit vergeblich einem ersten Birdie hinterher. Erst das Par 5 der 6 erbarmt sich schließlich, womit der ehemalige Louisville Student aber sichtlich etwas ins Rollen kommt, denn auf der 8 geht sich recht rasch ein weiterer Schlaggewinn aus. Ausgerechnet das Par 5 der 11 wirft dann mit einem Bogey ziemlich den Anker aus. Immerhin bessert er den Fehler sofort wieder aus und da sich im Finish auf der 16 noch ein weiterer Schlaggewinn ausgeht, bringt er immerhin die 69 (-3) zum Recording, womit er noch in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen bleibt.
Schon am Par 3 der kann Matti am Finaltag dann aus einem starken Tee Shot Kapital schlagen und legt sofort auf der 3 ein weiteres Birdie nach. In Folge geht er es zwar etwas ruhiger an, hält Fehler aber tadellos fern und holt sich auf der 8 ein weiteres Birdie ab, womit er voll im Geschäft um ein Topergebnis bleibt. Nach dem Turn drückt er das Gaspedal dann mit einem Birdiehattrick bis zum Anschlag durch und zieht so sogar bis unter die Top 3 nach vor. Danach schleichen sich aber auch noch zwei Fehler ein, die er zwar beide Male wieder ausbessert, mit den ultratiefen Scores an der Spitze so jedoch nicht mehr ganz mithalten kann. Am Ende notiert Matti aber die 66 (-6), womit sich als 6. noch das erhoffte Spitzenresultat ausgeht.
Einiges mitgenommen
Nachdem sich auf der 4 und der 5 gleich zwei Bogeys einschleichen, büßt Jeremy Paul recht rasch viele Ränge ein. Zwar findet er dann am Par 3 der 7 und dem Par 5 der 9 auch die ersten Birdies, angesichts der tiefen Scores rutscht er mit den zähen Frontnine jedoch bereits spürbar zurück. Zu Beginn der zweiten Neun nimmt er das gute Gefühl von der 9 aber sehenswert mit und locht gleich zu noch drei weiteren Birdies danach. Der knallrote Rhythmus geht in Folge zwar wieder verloren, mit Pars hält er weitere Fehler aber lange Zeit fern. Am Schlussloch erwischt es ihn dann nach verpasstem Up & Down aber doch noch einmal, was ihn mit der 70 (-2) auch um ein paar Ränge abrutschen lässt.
Am Sonntag hat Jeremy einige Schwierigkeiten richtig ins Rollen zu kommen, denn auf der Scorecard fädelt er Par um Par aneinander. Damit macht er zwar nichts falsch, rutscht so jedoch im Klassement immer weiter zurück. Erst kurz vor dem Turn findet er dann am Par 5 der 9 das so lange gesuchte erste Birdie, dass ihn noch an den Toprängen dranbleiben lässt. Das Erfolgserlebnis heizt sein Spiel jedoch noch nicht an, denn nach weiteren Pars, muss er auf der 13 sogar den Ausgleich einstecken. Dieser weckt ihn aber sichtlich richtig auf, denn dank zweier weiterer Birdies danach, geht sich immerhin die 70 (-2) aus, was ihm einen doch recht sehenswerten 16. Rang ermöglicht.
Verpatzter Finaltag
Auch am Moving Day wird in Rio Grande wieder tief gescored und auch Thomas Rosenmüller klinkt sich recht rasch in den allgemeinen Birdiereigen ein, wie rote Einträge am Par 3 der 2 und der 4 untermauern. Danach reißt der Birdierhythmus zwar etwas ab, dank Pars bleibt er aber die Frontnine über fehlerlos und bleibt so weiterhin an den Top 10 dran. Kaum auf den zweiten Neun angekommen, schleicht sich dann auf der 10 auch der erste Fehler ein. Zwar bessert er diesen sofort am Par 5 danach wieder aus und schnappt sich auch auf der nächsten langen Bahn das erhoffte Birdie, nach weiterem Bogey am Par 4 der 15 muss er sich am Ende aber mit der 70 (-2) begnügen, die ihn um rund zehn Ränge bis ins Mittelfeld abrutschen lässt.
Von Beginn an kommt Thomas am Sonntag dann nicht wirklich ins Rollen. Zwar macht er mit Pars zunächst nicht vieles verkehrt, kann so jedoch mit den guten Scores verständlicherweise nicht Schritt halten. Da sich dann noch dazu auf der 4 ein Bogey einschleicht, büßt er zur Halbzeit der Finalrunde bereits über 20 Ränge ein. Erst das Par 5 der 11 erbarmt sich dann und lässt den Ausgleich springen, was ihn aber sichtlich etwas auf den Geschmack bringt, wie das nächste Birdie direkt danach unterstreicht. So schnell der gewinnbringende Schwung kam, so schnell verschwindet er jedoch auch wieder und nachdem er sich im Finish auf der 16 zunächst ein Bogey und zum Abschluss nach Wasserball sogar ein Doppelbogey einfängt, geht sich sogar nur die 74 (+2) aus, die ihn bis auf Rang 59 abrutschen lässt.
Karl Vilips (AUS) feiert bei gesamt 26 unter Par den Sieg.
