Marcel Siem arbeitet sich am Finaltag der Joburg Open mit einer 68 regelrecht noch unter die Top 10. Nicolai Von Dellingshausen geizt im Houghton GC mit Biridies und verpasst am Ende mit der 71 knapp ein Spitzenresultat.
Deutschland hat am Sonntag gleich doppelt Grund zum Daumendrücken, denn mit Nicolai Von Dellingshausen auf Rang 4 und Marcel Siem auf Rang 12 haben gleich zwei Professionals in schwarz-rot-gold hervorragende Chancen auf Topergebnisse. Freddy Schott merkte man die anstrengenden letzten Wochen am Samstag bereits an, denn mit einer 76 (+6) rutschte der Youngster in Johannesburg bis auf Rang 73 zurück, weshalb es am Finaltag nun eher darum geht sich das gute Gefühl der letzten Turnier wieder zurück zu holen.
Nach souveränen ersten Löchern holt sich Marcel Siem wie erhofft vom Par 5 der 5 das erste Birdie ab, dass er jedoch, wie auch schon an den Tagen zuvor, bereits auf der 6 wieder verspielt. Der kleine Rückschlag stachelt den Routinier aber sichtlich richtig an, denn mit zwei weiteren roten Einträgen direkt danach, stößt er vorerst sogar unter die Spitzenränge nach vor. Kaum auf den Backnine angekommen, legt er am Par 5 der 10 gleich weiter nach, ehe er sich mit einem Bogey auf der 11 selbst das Momentum ziemlich nimmt. Zwar stabilisiert er danach sein Spiel sofort wieder, weitere Erfolgserlebnisse wollen jedoch keine mehr gelingen. Am Ende unterschreibt er so die 68 (-2), womit sich das erhoffte Topergebnis als 9. aber noch ausgeht.
Von Dellingshausen geizt mit Birdies.
Mit Pars macht Nicolai Von Dellingshausen auf den ersten Löchern nichts falsch und findet so ganz souverän in die letzte Umrundung. Wie erhofft geht sich dann am Par 5 der 5 das erste Birdie aus, dass er gekonnt die gesamten Frontnine über die Distanz schaukelt. Mit dem leicht geröteten Zwischenstand kommt er Norris zwar nur minimal näher, festigt aber noch seine Platzierung im Spitzenfeld. Allerdings kommt er auch mit Fortdauer am Sonntag einfach nicht wirklich ins Rollen und geizt weiterhin mit Birdies. Da sich dann auf der 15 sogar ein Doppelbogey breit macht, fällt dies angesichts nur eines einzigen Schlaggewinns umso schwerer ins Gewicht. Auch auf den letzten Löchern geht sich kein Konter mehr aus, weshalb er sich am Ende mit der 71 (+1) zufrieden zeigen muss, die ihn noch knapp aus den Top 10 kegelt und „nur“ einen 14. Platz zulässt.
Im Gegensatz zum Vortag hat Freddy Schott auf den Frontnine alles soweit im Griff, denn makellos spult er die ersten neun Löcher ab und findet am Par 5 der 5 auch ein zwischenzeitliches Birdie, womit er im zartrosa Bereich auf die hintere Platzhälfte marschiert. Dort wird es dann zusehends abwechslungsreicher, nachdem drei Bogeys aber ebenso vielen Birdies gegenüberstehen, geht sich zum Abschluss immerhin mit der 69 (-1) noch eine Runde unter Par aus, womit er noch ein paar wenige Ränge gutmachen kann und das Turnier auf Rang 67 beendet.
Calum Hill (SCO) setzt sich im Stechen am zweiten Extraloch gegen gleich zwei Kontrahenten durch und feiert seinen zweiten DP World Tour Sieg der Karriere.
