Chance lebt weiter

Thomas Rosenmüller stemmt bei der RSM Classic nicht nur souverän den Cut, sondern hätte mit einem starken Wochenende wohl noch die Chance die Tourcard direkt über die Jahreswertung zu halten. Stephan Jäger und Jeremy Paul scheitern im Sea Island GC klar am Cut, was vor allem für Paul unangenehme Konsequenzen nach in Form der Q-School nach sich zieht.

Für Thomas Rosenmüller und Jeremy Paul geht es in dieser Woche sozusagen um alles, denn die RSM Classic ist für die beiden Aufsteiger die letzte Chance sich noch über die FedEx-Cup Wertung das Spielrecht für kommendes Jahr zu sichern. Beide benötigen hierfür jedoch sogar einen 2. Platz, wobei Paul sich diesen zumindest noch mit zwei anderen teilen dürfte, während Rosenmüller ein alleiniges Runner-up Finish bräuchte.

Nach den ersten 18 Löchern rückte die Tourcard jedoch in noch weitere Ferne. Zwar legten beide mit einer 65 (-5) am Seaside Course bzw. einer 68 (-4) am Plantation Course einen durchwegs souveränen Auftakt hin, bei ultratiefen Scores ist der 2. Rang damit aber bereits fünf bzw. sechs Schläge weit entfernt, womit für das Duo am Freitag nur noch Vollgas zählt. Stephan Jäger hat zwar im Gegensatz zu seinen Landsmännern keinen Tourkartenstress, dafür jedoch einen Cut-Stress, rangiert er nach der 71 (-1) doch nur im dreistelligen Leaderboardbereich.

Auch am Freitag wird wieder von Beginn an tief gescored, womit der Druck auf Thomas Rosenmüller rasch noch weiter anwächst. Der 28-jährige findet am Plantation Course aber rasch gut ins Geschehen und krallt sich nach starker Annäherung bereits auf der 2 das erste Birdie. Richtig ins Rollen bringt ihn das jedoch nicht, denn er bleibt zwar fehlerlos, muss sich aber bis zum Par 5 der 8 gedulden, ehe das nächste Erfolgserlebnis auf die Habenseite wandert. Bei einem Zwischenstand von -2 nach 9 kann er nicht nur mit den tiefen Scores nicht Schritt halten, sondern büßt sogar fast 20 Ränge ein.

Der Rookie bleibt aber seinem Gameplan weiter treu, spielt sich geduldig weitere Chancen heraus und hat auf der 12 schließlich wieder Grund zu jubeln. Nach einem verpassen Sand Save drückt ihm die 13 dann zwar auch ein Bogey aufs Auge, mit weiteren Birdies auf dem Par 5 der 14 der 17 und der abschließenden langen Bahn der 18, geht sich aber immerhin am Ende sogar die 67 (-5) aus, womit er als 22. in etwa seine Platzierung halten kann. Damit lässt er nicht nur keinerlei Diskussionen um den Cut aufkommen, sondern wahrt bei weiterhin fünf Schlägen Rückstand auf Rang 2 auch noch die Mini-Chance die Tourcard doch noch direkt über die Jahreswertung halten zu können.

Cut klar verpasst

Gleich auf der 2 macht sich Stephan Jäger das Leben am Seaside Course wieder ziemlich schwer, kämpft sich nach gewassertem Tee Shot aber immerhin noch zum Par. Eine weitere Ungenauigkeit vom Tee kostet ihm dann auf der 4 aber endgültig den ersten Schlag, womit er im absoluten Niemandsland feststeckt. Mit Birdies am Par 5 der 7 und der 9 dreht er sein Tagesscore zwar noch vor dem Turn in den roten Bereich, der Cutlinie kommt er damit aber nicht näher.

Stephan JägerImmerhin scheinen ihn die Erfolgserlebnisse ein wenig ins Rollen zu bringen, wie zwei weitere Birdies auf der 11 und der 13 untermauern. Da sich danach jedoch auf der 14 auch noch ein Bogey einschleicht, geht sich trotz eine fünften Schlaggewinns auf der 16 am Ende nur eine 67 (-3) aus, was ihn nach der 71 (-1) vom Donnerstag in Georgia recht deutlich am Cut scheitern lässt. Damit rutscht er auch in der Jahreswertung noch etwas ab und beendet den FedEx-Cup 2025 nur auf Rang 68.

Nächste Station: Q-School

Nachdem der erste Drive am Seaside Course neben dem Fairway versandet, brummt sich Jeremy Paul gleich auf der 1 ein anfängliches Bogey auf und rasselt damit rasch hinter die gezogene Linie zurück, womit das anvisierte Ziel langsam aber sicher schon früh am Horizont einigermaßen verschwindet. Immerhin kann er schon auf der 4 mach einem lasergenauen Approach sein Score wieder auf Anfang stellen. Durchstarten lässt ihn dies aber nicht, denn in Folge läuft er vergeblich einem weiteren Schlaggewinn hinterher und tritt sich nach gewassertem Drive am Par 5 der 7 sogar ein Doppelbogey ein, womit plötzlich sogar der Cut zu einem echten Kampf wird.

Jeremy PaulDiesen verliert er schlussendlich auch, denn nach einem weiteren Bogey am Par 3 der 12 helfen ihm im Finish auch zwei rote Einträge nicht mehr. Mit der 71 (+1) rasselt er bis deutlich in den dreistelligen Leaderboardbereich ab und verpasst das Wochenende so klar. Damit ist auch die letzte Chance sich das Spielrecht noch regulär über den FedEx-Cup zu sichern vorbei. Immerhin erspart er sich den Weg zur 2nd Stage der Q-School, denn als etwa 136. im FedEx Cup nach der Fall Series ist er klar einer der besten 40 Verfügbaren der Plätze 101 bis 200 des Rankings und kann somit direkt in die Final Stage einsteigen.

Andrew Novak (USA) startet nach einer 65 (-7) am Plantation Course bei gesamt 16 unter Par als Leader ins Wochenende.

Leaderboard RSM Classic

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