Weiter Weg

Thomas Rosenmüller und Jeremy Paul posten zum Auftakt der RSM Classic zwar durchaus gelungene Runden aufs Tableau, bei ultratiefen Scores ist im Sea Island GC so der Weg zum benötigten 2. Platz aber bereits enorm weit. Stephan Jäger kommt auch in Georgia nicht wirklich ins Rollen und startet nur mit einer 71 (-1).

Für Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller geht es in Georgia um alles, wollen sie das PGA Tour Spielrecht noch auf regulärem Weg über den FedEx-Cup halten. Zuletzt zeigte die Formkurve bei beiden zwar ein wenig nach oben, die angepeilten Topergebnisse blieben aber aus, womit es bei den RSM Classic nun für beide "Alles oder nichts" heißt.

Jeremy Paul etwa würde in Georgia einen geteilten 2. Platz mit maximal zwei weiteren Spielern benötigen um die notwendigen Punkte noch sammeln zu können. Rosenmüller würde dafür gar ein alleiniges Runner-up Finish realisieren müssen. Stephan Jäger teilt die Probleme seiner Landsleute nicht, allerdings geht es für den Bayer darum sich wieder den Nummer 1 Status Deutschlands von Matti Schmid zurückzuholen.

Mit einem verpassten Sand Save nach eingebunkertem Drive geht der Start für Thomas Rosenmüller am Seaside Course auf den Backnine gründlich daneben. Der Austeiger wirft die Flinte aber keineswegs ins Korn, denn schon auf der 13 geht sich nach starker Annäherung der Ausgleich aus und da kurz danach auch das Par 5 der 15 einen Schlag springen lässt, geht es erstmals in die richtige Richtung. Am Par 3 der 17 fehlen dann sogar nur wenige Zentimeter aufs Ass, womit er noch vor dem Turn sein Score weiter ausbaut.

Lange muss er sich dann auch auf den vorderen Neun nicht in Geduld üben, findet aus einem Meter doch schon auf der 2 der nächste Birdieputt den Weg ins Ziel. Die Eisen gelingen auch danach weiterhin lasergenau, wie der nächste starke Approach auf der 5 untermauert. Zum Abschluss holt er sich dann auch von der 9 aus zwei Metern noch ein Birdie ab und unterschreibt schließlich sogar die 65 (-5). Die knallrote Runde bringt ihn als 23. zwar in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen, auf den benötigten 2. Platz reißt er damit angesichts der enorm tiefen Ergebnisse aber sogar schon satte fünf Schläge auf.

Auch Paul "nur" mit der 68

Mit dem Wissen, dass er in dieser Woche faktisch bis zuletzt um den Sieg mitspielen muss, startet Jeremy Paul regelrecht mit dem Messer zwischen den Zähnen und krallt sich nach starkem Eisen gleich auf der 12 am Plantation Course das erste Birdie. Auf den Geschmack gekommen hält er das Tempo auch danach gekonnt hoch, stopft sofort zum nächsten Erfolgserlebnis und schnürt schließlich vor dem Turn auf der 17 und dem Par 5 der 18 noch einen weiteren roten Doppelpack.

Jeremy PaulDer sehenswerte Schwung geht jedoch am Weg auf die vordere Platzhälfte völlig verloren, denn in Folge entwickelt sich eine vergebliche Jagd nach weiteren Birdies, was angesichts eines Fehlers auf der 6 sogar doppelt bitter ins Gewicht fällt. Am Par 5 der 8 findet er dann zwar auch noch ein weiteres Birdie, mit der 68 (-4) kann er mit den ultratiefen Scores aber als 44. nur bedingt mithalten, womit der Weg zum benötigten 2. Platz bei schon sechs Schlägen Rückstand bereits enorm weit wird.

Jäger kommt nicht ins Rollen

So richtig ins Rollen kommt Stephan Jäger auf den Backnine des Plantation Course noch nicht, denn er bleibt zwar die gesamte Platzhälfte über fehlerlos, allerdings findet er nur auf der 12 ein einsames Birdie. Erst am Par 3 der 3 darf er dann wieder ein wenig jubeln, nachdem er sich jedoch am letzten Par nach Strafschlag sogar ein Doppelbogey einfängt, rasselt er sogar wieder auf Level Par zurück. Zwar geht sich am darauffolgenden Par 5 noch ein Birdie aus, mehr als die 71 (-1) und Rang 104 ist so aber nicht zu holen.

Davis Thompson, Doug Ghim (beide USA) und Rico Hoey (PHI) verewigen am Donnerstag am Plantation Course bärenstarke 62er (-10) Runden auf der Scorecard und diktieren damit vorerst das Tempo.

Leaderboard RSM Classic

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