Vor der Nase weggeschnappt

IRISH OPEN – FINAL: Martin Kaymer liegt nach einer 65er Finalrunde im Lahinch GC lange Zeit auf Open Kurs, ehe ihm Paul Waring (ENG) dieses mit einem Birdie am Schlussloch noch vor der Nase wegschnappt. Max Schmitt arbeitet sich nach fehlerhaften Frontine noch zu einer 72.

Martin Kaymer hatte am Moving Day hart zu kämpfen, arbeitete sich aber schließlich noch zu einer 68, womit er sich durchaus noch Außenseiterchancen auf eines der begehrten Open Tickets – die drei besten noch nicht qualifizierten der Top 10 erhalten am Sonntag ein solches – machen darf. Dazu muss er am Finaltag aber von Beginn an Gas geben um die drei Schläge Rückstand aufholen zu können.

Genau daran arbeitet der zweifache Major-Champion dann auch von Beginn an, denn schon die 1 und die 2 lassen die ersten Birdies springen. Erst ein Bogey danach bremst die Euphorie unangenehm ab und lassen Martin auch etwas den Vortrieb verlieren. Kurz vor dem Turn aber heizt er mit einem gestopften Birdieputt auf der 8 nicht nur den Putter sondern auch die Eisen wieder an, denn auf der 9 legt er den Ball stark zur Fahne und lässt sich so Birdie Nummer vier nicht entgehen.

Auch auf den Backnine hält er das starke Spiel weiterhin auf Flamme und darf sich nach zwischenzeitlichen Pars auf der 13 über das nächste Birdie freuen, womit er sich endgültig in die Region der Open Tickets herantastet. Da er auch danach fehlerlos bleibt und auch vom abschließenden Par 5 noch einen Schlag herausquetschen kann, unterschreibt er am Ende die 65 (-5), die ihm lange Zeit eines der begehrten Open Tickets zu ermöglichen scheint. Erst Paul Waring schnappt ihm dieses mit einem Birdie am Schlussloch noch vor der Nase weg.

“Die zwei Birdies zu Beginn haben natürlich geholfen der Runde rasch die richtige Richtung zu geben und auch dabei daran zu glauben, dass es noch nach vorne gehen kann. Die 65 war heute so ziemlich das Maximum, das ich herausholen konnte, denn ich wollte auch nicht zu aggressiv spielen um mich am Ende nicht aus dem Turnier zu nehmen. Es waren drei gute Runden diese Woche und eine mäßige Runde verhinderten die Chance auf den Sieg. Aber das ist okay, denn ich fokussiere mich auf die drei guten Auftritte und gehe voller Selbstvertrauen in die kommenden Wochen”, so Martin Kaymer nach dem 9. Platz im Interview danach.

Stark zurückgekämpft

Max Schmitt hofft auch am Finaltag noch auf eine abschließende rote Runde um beim Rolex Series Event so viel Preisgeld wie möglich mit in die Heimat nehmen zu können. Allerdings kann er dieses Vorhaben auf den Frontnine zu keiner Zeit in die Tat umsetzen. Zunächst findet er sich mit anfänglichen Pars noch recht gut zurecht, ein Doppelbogey auf der 4 und ein kurz darauf folgender weiterer Fehler werfen ihn aber schon zur Halbzeit seiner Runde weit zurück.

Erst nach dem Turn findet der Youngster so richtig ins Spiel. Zwar verpasst er am ersten Par 5 noch ein Birdie, holt dieses aber auf der 14 nach und gibt sich damit selbst die Initialzündung zu einem starken Finish. Zunächst krallt er sich am Par 3 der 16 das nächste Birdie und da er das Turnier auf der abschließenden 18 mit noch einem weiteren roten Eintrag beenden kann, arbeitet er sich sogar wieder auf Level Par zurück und verlässt mit der 70 (Par) das Rolex Series Event so mit einem 41. Rang.

Jon Rahm (ESP) schnappt sich mit einer 62er (-8) Finalrunde und bei gesamt 16 unter Par seinen bereits zweiten Irish Open Titel in nur drei Jahren.

>> Leaderboard Irish Open

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