Verhaltener Jahresauftakt

Deutschlands Professionals können auch am Finaltag den Dubai Desert Classic nicht mehr ihren Stempel aufdrücken und starten beim Rolex Series Event im Emirates GC nur ziemlich verhalten ins neue Jahr.

Nachdem Deutschlands Brigade in Dubai sich an den ersten beiden Runden geschlossen stark präsentierte, was gleich fünf der sechs Starter ins Wochenende brachte, gab es am Moving Day dann nicht mehr wirklich viele Lichtblicke. Einzig Max Kieffer konnte sich wirklich spürbar im Klassement verbessern, mit Alex Knappe als besten Deutschen auf Rang 39 müsste am Sonntag aber schon außergewöhnliches gelingen um sich an die Spitzenplätze herantasten zu können.

Par um Par spult Alexander auf den Frontnine ab, womit er zwar durchaus souverän unterwegs ist, im Klassement ohne Birdies jedoch auch nicht vom Fleck kommt. Noch vor dem Turn setzt es dann auf der 9 aber sogar einen heftigen Dämpfer, denn eine gewasserte Annäherung mündet sogar in einem Doppelbogey, womit es deutlich am Leaderboard bergab geht. Den Faux-pas vedaut er aber gut und hält auf den letzten neun Löchern weitere Fehler von der Scorecard fern. Dank zweier Birdies geht sich so zwar noch die 72 (Par) aus, damit tritt er als 39. aber ziemlich auf der Stelle.

Nur wenig mitgenommmen

Auf den Frontnine kommt Max Kieffer so gar nicht ins Rollen, denn die gesamte Platzhälfte über ist der 34-jährige vergeblich auf der Suche nach einem Schlaggewinn und muss dabei auf der 6 und der 8 sogar gleich zwei Bogeys einstecken. Mit dem Zwischenstand von +2 nach 9 rasselt er auch im Klassement doch deutlich zurück. Auch auf den letzten neun Löchern geht es beim Czech Masters Champion von 2022 ziemlich shaky dahin. Zwar sammelt er noch gleich vier Birdies auf, da es sich aber auch noch zwei weitere Bogeys bequem machen, kommt er am Finaltag über eine 72 (Par) nicht hinaus und kann so lediglich einen 45. Platz mitnehmen.

Max KiefferAus gut drei Metern drückt Marcel Schneider sein Tagesergebnis zwar am Par 3 der 4 recht zeitnah unter Par, allerdings lässt das Erfolgserlebnis den Birdiemotor des 34-jährigen noch nicht auf Touren kommen. Vergeblich läuft er auf den Frontnine einem weiteren Schlaggewinn hinterher und muss parallel dazu auf der 6 und der 7 sogar Bogey einstecken, womit er vor den letzten neun Löchern doch deutlich abrutscht. Immerhin kämpft er sich mit Par 5 Birdies auf der 10 und der 13 wieder zurück in den roten Bereich und macht so wieder einige Ränge gut. Im Finish wird es dann aber noch richtig wild, denn auf der 17 geht sich nach verzogenem Drive sogar nur ein Doppelbogey aus, weshalb er trotz eines weiteren Erfolgserlebnisses am abschließenden Par 5 nur die 72 (Par) auf die Habenseite bringt. Mehr als Rang 52 ist so nicht zu holen.

Unter dem Radar

Routinier Marcel Siem kommt auch am Finaltag in Dubai nicht mehr wirklich in die Gänge. Zunächst kann er weder das kurze Par 4 der 2 noch das einzige Par 5 der Frontnine nützen, was sich aus dem Fairwaybunker auf der 5 in Form eines Bogeys bitter rächt. Zwar gleicht er sein Score kurze Zeit später am Para 3 der 7 wieder aus, nach weiteren Ungenauigkeiten auf der 9, biegt er aber nur im Plusbereich auf die Backnine ab. Dort holt er sich dann vor allem auf den Par 5 Löchern wieder einiges zurück, denn alle drei langen Löcher weiß er mit Birdies zu nützen. Dumm nur, dass sich dazwischen auch noch zwei Bogeys einschleichen, weshalb sich nicht mehr als die 72 (Par) ausgeht. Damit macht er zwar noch ein paar wenige Ränge gut, mit einem 58. Platz kann er sich aber mit Sicherheit nicht zufrieden zeigen.

Zunächst scheint es als hätte Jannik De Bruyn den wilden Ritt vom Vortag gut verarbeitet, denn nach Birdies auf der 2 und der 5 geht es recht rasch in die richtige Richtung. Ein verpasstes Up & Down am Par 4 der 7 kostet dann jedoch wieder die Sicherheit, was sich noch vor dem Turn auf der 9 nach einem Wasserball sogar in einem Doppelbogey niederschlägt. Nur kurz keimt dann mit einem Par 5 Birdie auf der 10 wieder etwas Hoffnung auf, mit weiteren wilden Fehlern steht er am Ende aber lediglich mit der 76 (+4) beim Recording und beendet das Rolex Series Event nur auf Platz 74.

Tyrrell Hatton (ENG) lässt der Konkurrenz mit einer 69er (-3) Finalrunde keine Chance mehr und schnappt sich bei gesamt 15 unter Par den Sieg.

Leaderboard Dubai Desert Classic

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