Marcel Schneider rutscht am Moving Day der Italian Open mit der 72 zwar um einige Ränge zurück, bleibt aber an den Top 10 weiterhin voll dran. Einzig Yannik Paul klettert aus deutscher Sicht im Argentario GC am Samstag im Klassement nach oben.
Nachdem er sich in Österreich nur Landsmann Nicolai Von Dellingshausen geschlagen geben musste, nimmt Marcel Schneider in der Toskana nun den nächsten Anlauf zum ersten DP World Tour Sieg. Mit gleich zwei fehlerlosen 66er (-4) Runden musste er nach den ersten beiden Tagen nur Angel Ayora (ESP) knapp um einen Schlag den Vortritt lassen und startet so voll im Titelgeschäft ins Wochenende. Generell präsentierte sich die deutsche Gilde in Italien geschlossen stark, denn mit Max Kieffer auf Rang 10 und einem schwarz-rot-goldenen Quartett auf Rang 14, haben gleich noch fünf weitere Deutsche beste Chancen auf ein Topergebnis. Yannik Paul vervollständigt „Die glorreichen Sieben“ im Moving Day.
Nach einem verpassten Up & Down brummt gleich die 1 Marcel Schneider ein anfängliches Bogey auf, allerdings drückt der 35-jährige mit gefühlvollen Putts gleich am Par 5 der 2 und der 3 sein Score in den roten Bereich. So schnell der Schwung kam, so rasch verfliegt er jedoch auch wieder, denn mit gleich drei Bogeys am Stück rutscht er noch vor dem Turn sogar auf 2 über Par zurück. Auch auf den hinteren Neun will sich kein brauchbarer Rhythmus mehr einstellen und nach einem zusätzlichen Fehler am Par 5 der 12, findet er sich sogar nur bei +3 wieder. Immerhin rollt am Schlussloch aus fünf Metern der Birdieputt noch ins Ziel, womit er nach der 72 (+2) und als 11. an den Top 10 dranbleibt.
Auch Paul und Co mit Chancen auf Top-Ergebnisse
Mit zwei schnellen Birdies am Par 5 der 2 und der 3 legt Yannik Paul zwar einen wahren Blitzstart hin, danach allerdings wird es beim 31-jährigen richtig abwechslungsreich. Von der 6 weg wechselt er bis zum Turn Bogeys und Birdies ab und rutscht zu Beginn der Backnine mit weiteren Fehlern am Par 3 der 11 und der 13 sogar wieder auf Level Par zurück. Erst danach kann er sein Spiel wieder stabilisieren und drückt von der 15 bis zur 17 mit einem Birdiehattrick sogar noch einmal aufs Tempo. Am Ende geht sich so sogar noch eine 67 (-3) aus, die ihn um etliche Ränge bis auf Platz 20 weiter nach vorne spült.
Schon das Par 5 der 2 lässt für Max Kieffer das erste Birdie springen und da sich auch danach auf der 3 ein Schlaggewinn ausgeht, klettert der Routinier rasch im Klassement noch deutlich weiter nach oben. Danach ebbt der Schwung zwar ab, mit Pars macht er aber die gesamten verbleibenden Frontnine über nichts verkehrt. Erst nach dem Turn wird es dann zusehends wilder, denn nach einem Dreiputtbogey auf der 10, schlittert er nach verzogenem Abschlag am Par 5 der 12 sogar in ein Doppelbogey. Zwar rückt er sein Score prompt danach wieder gerade, das Par 5 Schlussloch stellt ihm dann jedoch noch ein Bein, was nur die 71 (+1) zulässt und ihm einige Ränge kostet.
Gleich auf der 1 rollt Nicolai Von Dellingshausen den ersten Birdieputt ins Ziel und legt rasch auf der 3 ein weiteres nach. Wie aus dem Nichts tritt er sich dann zwar am Par 4 der 6 nach verzogenem Tee Shot sogar ein Doppelbogey ein, am nächsten Par 3 kurz danach macht er seine Sache aber deutlich besser und kommt dank des dritten Birdies immerhin unter Par auf den Backnine an. Dort geht es ähnlich Hin und Her, denn nach einem Bogey am nächsten kurzen Loch, schnürt er am Par 3 der 14 und der 15 sogar einen roten Doppelpack, nur um mit der nächsten Doublette wieder abzurutschen. Am Ende notiert er die 70 (Par) und teilt sich so die Platzierung mit Max Kieffer und Yannik Paul.
De Bruyn, Knappe und Schott rutschen ab
Gleich die 1 brummt Jannik De Bruyn ein anfängliches Bogey auf und auch danach findet der 25-jährige lange Zeit kein wirkliches Rezept für den Argentario GC, wie ein schwarzer Hattrick von der 5 bis zur 7 untermauert. Erst ein Birdie auf der 9 sorgt dann für den ersten Lichtblick, allerdings dauert es nach dem Turn bis zur 15 ehe das nächste Erfolgserlebnis gelingt. Das Par 3 der 17 kostet dann zwar noch einen Schlag, diesen kann er am Par 5 Schlussloch aber wieder ausbügeln. Mehr als die 72 (+2) und Rang 36 ist so jedoch nicht zu holen, was ihm etliche Plätze kostet.
Ein anfängliches Bogey lässt Alex Knappe mit zwei schnellen Birdies danach zwar rasch in Vergessenheit geraten, danach läuft allerdings nicht mehr vieles wie gewünscht, denn eine Lawine an Fehlern ermöglicht am Ende, wie auch bei Freddy Schott, lediglich die 75 (+5), was beide deutlich bis auf Rang 62 zurückfallen lässt. Martin Couvra (FRA) startet nach der 67 (-3) und bei gesamt 11 unter Par als Leader in den Sonntag.
