Gute Chancen in Paris

Freddy Schott und Jannik De Bruyn cutten bei den Open de France durchwegs aussichtsreich ins Wochenende. Mit Marcel Siem, Max Kieffer, Nicolai Von Dellingshausen und Marcel Schneider hat Deutschland im Golf de Saint-Nom-La-Bretèche noch vier weitere Gründe zum Daumendrücken.

Nach dem ziemlich zähen Auftritt in der Vorwoche in Wentworth, präsentierte sich Deutschlands DP World Tour Garde in Paris durchwegs stark. Max Kieffer erwischte mit einer 67 (-4) überhaupt einen richtig guten Start und mischt voll im Spitzenfeld mit. Mit Marcel Siem, Freddy Schott, Jannik De Bruyn, Nicolai Von Dellingshausen und Alexander Knappe biegen noch gleich fünf weitere Akteure in schwarz-rot-gold, voll auf Cut-Kurs in den Freitag ab.

Mit einem verpassten Up & Down auf der 10 und einem Dreiputtbogey am Par 3 der 12 beginnt der zweite Spieltag für Freddy Schott alles andere als nach Maß. Immerhin fängt sich der 24-jährige danach und bringt mit einer Parserie erstmals Stabilität ins Geschehen. Nach dem Turn darf er sich dann auf der 2 auch über das erste Birdie freuen und bringt sich damit endgültig auf den Geschmack. Bis zum Schluss quetscht er in Folge dann gleich noch vier weitere Schlaggewinne aus dem Golf de Saint-Nom-La-Bretèche und cuttet so mit der durchwegs starken 68 (-3) als 9. sogar in den Top 10 ins Wochenende.

Jannik De BruynNach solidem Beginn erwischt es Jannik De Bruyn mit einem verpassten Up & Down auf der 4 mit dem ersten Bogey, dass er jedoch dank eines Par 5 Birdies auf der 8 noch vor dem Turn wieder egalisiert. Kaum auf den hinteren Neun angekommen legt er dann mit den nächsten Birdies auf der 10 und der 12 nach und spielt sich so doch recht ansehnlich im Klassement nach vor. Eine Schwächephase manifestiert sich dann zwar in einem Bogeydoppelpack, der wieder einiges an Boden kostet, dank eines weiteren Erfoglserlebnisses auf der 17, geht sich mit der 70 (-1) aber auch am Freitag wieder eine rote Runde aus, die ihn als 25. recht aussichtsreich cutten lässt.

Vier weitere Gründe zum Daumendrücken

Nachdem Marcel Siem bereits am Vortag lange Zeit Pars abgespult hat, ehe er nach einem anfänglichen Erfolgserlebnis doch noch einen zweiten roten Eintrag fand, entwickelt sich am Freitag ein noch viel zäheres Geduldsspiel. Am Ende des Tages läuft er sogar 17 Löcher über einem Schlaggewinn vergeblich hinterher, was ein Par 5 Bogey nach wild verzogenem Drive noch schwerer ins Gewicht fallen lässt. Erst am Par 3 Schlussloch läuft dann noch der Putter heiß und spendiert ihm aus rund zehn Metern den Ausgleich, was ihn mit der 71 (Par) schließlich als 32. doch sehr souverän cutten lässt.

Zwar beginnt die 2. Runde für Nicolai Von Dellingshausen nach Maß, mit Fortdauer verliert der Austrian Alpine Open Champion aber völlig den Rhythmus, was sich bis zum Turn in gleich drei Bogeys niederschlägt, womit er auch deutlich im Klassement abrutscht. Das Bild ändert sich vorerst auch nach dem Turn nicht, wie der nächste Fehler auf der 2 untermauert. Erst danach grooved sich der 32-jährige noch in einen besseren Rhythmus und gleicht mit Birdies auf der 5 und der 9 sein Score wieder aus, womit er sich mit der 72 (Par) als 51. auch den Weg ins Wochenende ebnet.

Nicolai Von DellingshausenAuf den Backnine sammelt Marcel Schneider zwar zwei Birdies auf, da diesen jedoch drei Bogeys gegenüberstehen, kommt er der gezogenen Linie naturgemäß noch nicht näher. Nach dem Turn hält er weitere Fehler dann aber gekonnt fern und da sich auf der 5 und dem Par 5 der 8 noch zwei rote Einträge ausgehen, darf auch er nach der 70 (-2) wie Landsmann Nicolai Von Dellingshausen bereits Preisgeld einplanen.

Mit frühen Bogeys macht sich Max Kieffer das Leben am Freitag selbst ziemlich schwer und selbst ein Par 5 Birdie auf der 16 danach bringt noch nicht die erhoffte Stabilität. Vom Par 3 der 18 weg notiert der Routinier gleich vier Bogeys am Stück und rasselt so sogar recht klar hinter die erwartete Cutmarke zurück. Erst ein Erfolgserlebnis auf der 4 lässt in seinem Spiel dann die so dringend benötigte Ruhe einkehren. Stark weiß er danach beide Par 5 Löcher auszunützen und kann sich so am Schlussloch sogar noch einen verpassten Sand Save erlauben, denn dank der starken Auftaktrunde reicht auch die 74 (+3) noch um ins Wochenende zu cutten.

Alex Knappe findet am Freitag überhaupt keinen Rhythmus und scheitert mit einer tiefschwarzen 77 (+6) klar am Cut. Yannik Paul scheitert nach der zweiten 74 (+3) noch deutlicher. Marcus Armitage (ENG) startet bei gesamt 10 unter Par als Führender in den Samstag.

Leaderboard Open de France

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