Viel Rotes in Paris

Deutschlands DP World Tour Professionals finden sich bei den Open de France mit wenigen Ausnahmen ziemlich gut zurecht und zaubern im Golf de Saint-Nom-La-Bretèche etliche rote Runden aufs Tableau.

Für Deutschlands Professionals brechen mit den Open de France endgültig die Wochen der Wahrheit an, denn einige Spieler hoffen bei den letzten fünf regulären Turnieren am DP World Tour Kalender noch das volle Spielrecht für kommendes Jahr ohne Umwege absichern zu können. Auch Yannik Paul hat sein Ticket für 2026 noch nicht sicher. Zwar rangiert der 31-jährige derzeit noch innerhalb des wichtigen Bereiches, Puffer ist jedoch so gut wie keiner vorhanden. Auch für Freddy Schott, Max Kieffer, Jannik De Bruyn und Alex Knappe steht beim Countdown der letzten fünf Turniere noch einiges auf dem Spiel. Nicolai Von Dellingshausen, Marcel Siem und Marcel Schneider haben diese Sorgen zwar nicht, allerdings will das Trio die Teilnahme an den Finalturnieren noch endgültig absichern.

Mit einem wahren Monsterputt aus rund zehn Metern schnappt sich Max Kieffer zwar schon am Par 3 der 3 ein frühes Birdie, verspielt dieses jedoch nach Ungenauigkeiten von Tee bis Grün schon auf der 4 wieder. Beirren lässt er sich davon aber nicht und kommt dank zweier Par 5 Birdies auf der 6 und der 8 sogar bei 2 unter Par zur 10. Rasch baut er dann nach einem lasergenauen Eisen auf der 11 sein Score weiter aus und lässt sich selbst von einem verpassten Sand Save auf der 14 nicht aus dem Konzept bringen. Schon am Par 5 der 16 stellt er den alten Zwischenstand von 3 unter Par wieder her und legt aus zwei Metern auf der 17 sofort noch weiter nach. Derart souverän geht sich am Ende des Tages sogar eine 67 (-4) aus, die ihn als 4. voll im Spitzenfeld mitmischen lässt.

Quartett mit der 69

Mit einem Birdie auf der 10 beginnt Marcel Siem das Turnier zwar nach Maß, so richtig ins Rollen bringt ihn das anfängliche Birdie jedoch nicht. Zwar hält er Fehler konsequent fern, weitere Birdies wollen vorerst jedoch nicht auf die Habenseite wandern. Gleich 13 Löcher spult der Routinier mit der vorgegebenen Schlaganzahl ab, ehe am Par 5 der 6 schließlich nach gelungener Attacke schließlich doch noch ein weiteres kleines Vögelchen von der Scorecard zwitschert. Da er auch auf den verbleibenden Löchern dann nichts mehr anbrennen lässt, geht sich zum Auftakt immerhin eine fehlerlose 69 (-2) aus, womit er sich als 28. eine gelungene Basis für eine erfolgreiche Woche legt.

Marcel SiemMit einem frühen Doppelbogey auf der 2 macht sich Freddy Schott das Leben selbst ziemlich schwer, gleicht aber immerhin mit zwei roten Einträgen noch vor dem Turn sein Score wieder aus. Den Schwung nimmt er auch volley auf die hintere Platzhälfte mit, denn nach einer kleinen Parserie rund um den Turn, locht er auf der 13 sogar spektakulär aus dem Grünbunker zum Birdie und da sich im Finish auch am Par 5 der 16 nach sehenswerter Attacke ein roter Eintrag ausgeht, steht er am Ende wie auch Landsmann Marcel Siem, mit der 69 (-2) wieder beim Recording.

Sofort auf der 10 krallt sich Jannik De Bruyn aus 1,5 Metern das erste Birdie und legt recht rasch auf der 15 aus vier Metern weiter nach, womit er bereits bei 2 unter Par auf die vordere Platzhälfte abbiegt. Dort werden ihm dann zwei verzogene Drives auf der 1 und der 2 zum Verhängnis, womit er sich plötzlich nur noch bei Level Par wiederfindet. Die Schwächephase steckt er aber gut weg und holt sich mit einem Superputt aus rund zwölf Metern schon auf der 5 das Minus wieder zurück. Da er dann zum Abschluss auch aus der 9 noch einen Schlag quetscht, steht auch er am Ende mit der 69 (-2) wieder im Clubhaus.

Am Nachmittag gesellt sich dann auch Austrian Alpine Open Champion Nicolai Von Dellingshausen zur 69er Armada und das mit einer ziemlich kurzweiligen Performance. Bereits nach den Frontnine hält er bei drei Birdies und einem Bogey und sorgt nach dem Turn für eine ziemlich bunte und abwechslungsreiche Runde. Drei weitere rote Einträge stehen ebenso vielen Bogeys gegenüber, womit auch er schlussendlich eine 69 (-2) unterschreibt.

Auch Knappe noch auf Cut-Kurs

Richtig kunterbunt findet Alex Knappe auf den Backnine ins Geschehen, denn mit Birdie, zwei Bogeys und einem weiteren Birdie verlaufen die ersten Löcher ziemlich abwechslungsreich. Zwar gehen sich in Folge auch die ersten Pars aus, auch weiterhin sorgt er mit einem weiteren Erfolgserlebnis am Par 5 der 16 und einem Doppelbogey nach Problemen im Kurzspiel am Par 3 der 3 für knallige Farbkleckse. Erst danach hält er weitere Fehler fern und bringt sich dank zweier Birdies auf den Par 5 Löchern der 6 und 8 mit einer 70 (-1) immerhin als 50. noch auf Cut-Kurs.

Marcel SchneiderMit zwei schnellen Bogeys auf der 1 und der 3 findet Marcel Schneider alles andere als geplant ins Turnier und selbst ein Par 5 Birdie auf der 6 vermag sein Spiel nicht zu stabilisieren wie weitere Fehler am Par 5 der 8 und der 10 untermauern. Am Par 3 der 12 lässt er dann aber noch ein kleines Vögelchen zwitschern und da amPar 5 der 16 sogar der Adler landet, bleibt er mit der 71 (Par) und als 71. zumindest noch an der erwarteten Cutmarke dran.

Zwar startet Yannik Paul wie aus der Pistole geschossen und liegt nach den Frontnine bereits bei 4 unter Par, nach dem Turn geht die Sicherheit aber völlig verloren und nach drei Bogeys und zwei Doppelbogeys steht er am Ende sogar nur mit der 74 (+3) und als 127. wieder beim Recording. Marcus Armitage (ENG) erwischt mit einer 64 (-7) den besten Start.

Leaderboard Open de France

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