Finales Feuerwerk

GRAN CANARIA OPEN – FINAL: Max Kieffer zündet am Sonntag im Meloneras Golf noch einmal ein Birdiefeuerwerk, muss sich nach der knallroten 62 aber wie schon vergangene Woche einem einzigen Spieler geschlagen geben. Auch Marcel Schneider krallt sich auf Gran Canaria noch ein Topergebnis.

Es scheint bei Max Kieffer irgendwie wie verhext zu sein, denn der 30-jährige zeigte bereits letzte Woche in Österreich nahezu perfektes Golf, musste sich in einem an Dramatik kaum zu überbietenden Stechen aber am 5. Extraloch John Catlin (USA) geschlagen geben. Dass er diese Niederlage aber bestens weggesteckt hat, zeigt er auf Gran Canaria vom ersten Spieltag an, denn mit Runden von 63 (-7), 65 (-5) und 68 (-2) Schlägen startet er erneut aus den Top 10 und mit “nur” vier Schlägen Rückstand auf Garrick Higgo in die Finalrunde.

Am Sonntag zählt somit nur Vollgas, will er noch einmal richtig in den Titelkampf eingreifen. Genau das setzt er dann auch von Beginn an mit Bravour um, wie zwei schnelle Birdies auf der 1 und der 3 eindrucksvoll unterstreichen. Auf der 8 baut er sein Score dann sogar noch weiter aus und dockt damit sogar wieder an den Top 3 an, mit der 9 allerdings wird er in dieser Woche nicht mehr warm, denn das schwierige Par 4 kostet ihm zum bereits dritten Mal einen Schlag. Die Reaktion darauf kann sich aber sehen lassen, da er am kurzen Par 4 der 10 sogar zum Eagle locht und sich damit derzeit wieder als erster Verfolger von Garrick Higgo etabliert.

Zwar agiert der Südafrikaner an der Spitze unbeeindruckt und knallt auf der 9 einen sehenswerten Putt zum Birdie ins Loch, Max Kieffer verwertet seinerseits aber die fälligen Birdieputts auf der 11 und der 13 und bleibt so weiterhin am Südafrikaner dran. Dass er Higgo an der Spitze auf jeden Fall zumindest noch gefährlich werden will, macht er auf der 14 eindrucksvoll klar, denn mit dem nächsten Birdie liegt er bereits bei 7 unter Par und ist damit bis auf zwei Schläge dran. Den Fuß hält er auch danach weiterhin voll am Gaspedal, allerdings weiß Higgo an der Spitze immer eine Antwort und lässt “Kiwi” so nicht näher an sich heran.

Nach einem eingebunkerten Abschlag und einer verzogenen Grünattacke muss er sich am abschließenden Par 5 dann mit dem Par begnügen, unterschreibt so aber immer noch die bärenstarke 62 (-8), die ihm seinen zweiten 2. Platz in Folge beschert. “Der Dreiputt auf der 9 war ein bisschen eine Stimmungsbremse, aber vom Eagle auf der 10 weg hab ich sensationelles Golf gespielt. Ich dachte zwischenzeitlich ich bin recht dicht dran, hab dann aber gesehen, dass Garrick weiterhin zwei Schläge vorne war. Meine Gedanken haben sich deshalb aber nicht geändert, ich hab einfach versucht so viele Birdies wie möglich zu machen”, so Max direkt nach der Runde.

Noch die Top 10 geknackt

Marcel Schneider schnürt schon früh auf der 3 und der 4 einen roten Doppelpack, der ihn rasch in die richtige Richtung abbiegen lässt. Danach ebbt der Schwung jedoch etwas ab, mit meist sicheren Pars macht er auf den Frontnine aber nichts falsch. Auf der 10 sammelt er dann zu Beginn der letzten neun Löcher das nächste Birdie auf, das er zwar sofort wieder aus der Hand gibt, mit einem weiteren roten Eintrag und sogar einem abschließenden Eagle steht er am Ende aber mit der 65 (-5) beim Recording und knackt damit als 7. sogar noch die Top 10.

Max Schmitt und Sebastian Heisele kommen am Sonntag in den Genuss gemeinsam im selben Flight zu spielen und beginnen die Runde ganz ähnlich mit drei anfänglichen Pars und einem Par 5 Birdie danach. Erst ab diesem Zeitpunkt nehmen die Auftritte verschiedene Richtungen, denn während Max prompt das nächste Birdie eintütet, dass er kurz darauf allerdings auch wieder aus der Hand gibt, rutscht Sebastian am Par 3 danach sofort wieder zurück und kommt nach einem weiteren Fehler auf der 9 sogar nur bei 1 über Par auf den Backnine an.

Dort allerdings lässt der großgewachsene Deutsche die Fehler dann gänzlich weg und marschiert mit drei weiteren Birdie sogar noch mit der 68 (-2) ins Ziel, womit er jedoch im Klassement als 45. nicht von der Stelle kommt. Max Schmitt findet auf den letzten Löchern gar keinen Rhythmus mehr und stolpert sogar in eine 71 (+1), womit er als 62. vom Preisgeldkuchen nicht allzu viel abbekommt.

Garrick Higgo lässt am Ende rein gar nichts mehr anbrennen und triumphiert nach einer 63 (-7) bei gesamt 25 unter Par.

Leaderboard Gran Canaria Open

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