Beste Voraussetzungen

Marcel Schneider hat bei der India Championship nach einer weiteren 68 beste Voraussetzungen für ein etwaiges Topergebnis. Mit Freddy Schott, Jannik De Bruyn, Yannik Paul und Nicolai Von Dellingshausen stemmen im Delhi GC noch vier weitere Deutsche den Cut.

Nachdem Deutschlands Garde zuletzt in Madrid beim Europafinale der DP World Tour einigermaßen zu kämpfen hatte, präsentieren sich die Herren in schwarz-rot-gold in Delhi wieder von ihrer besten Seite. Allen voran Jannik De Bruyn und Marcel Schneider, die sogar in den Top 10 mitmischen. Vor allem für De Bruyn wäre ein absolutes Spitzenergebnis enorm wertvoll, denn mit einem Top 3 Resultat würde er sich wieder voll ins Rennen um eine DP World Tour Tourcard bringen. Auch Yannik Paul und Max Kieffer benötigen noch dringend Zähler, wobei Paul nach der Auftaktrunde zumindest auf Cut-Kurs liegt, während Kieffer nach der 73 (+1) etwas zulegen muss um sich ins Wochenende spielen zu können.

Nach zwei anfänglichen Pars legt Marcel Schneider ein recht farbenfrohes Intermezzo hin, denn nach einem super Putt aus rund elf Metern zum ersten Birdie am Par 3 der 12, fängt er sich mach einer ungenauen Annäherung das erste Bogey ein, dass er jedoch prompt am darauffolgenden Par 5 wieder egalisiert. Nur kurz kehrt dann Ruhe ein, ehe es rund um den Turn erneut kunterbunt wird, wie ein Par 3 Birdie, ein Bogey am Par 5 danach und ein weiterer Schlaggewinn auf der langen Bahn der 1 untermauern. Danach hält er dann weitere Fehler aber gekonnt fern und da er auf der 4 und dem Par 3 der 5 noch einen Birdiedoppelpack schnürt, geht sich am Ende sogar erneut die 68 (-4) aus, die ihn als 7. aus hervorragender Position ins Wochenende starten lässt.

Freddy SchottMit einem verzogenen Drive und einem daraus resultierenden Bogey beginnt der zweite Arbeitstag für Freddy Schott auf der 10 alles andere als nach Plan. Immerhin stabilisiert der 24-jährige in Folge sein Spiel zusehends, gleicht schließlich am Par 5 der 14 sein Score wieder aus und biegt schließlich dank eines weiteren Erfolgserlebnisses auf der 16 sogar im roten Bereich zur 1 ab, wo er direkt nach dem Turn am Par 5 weiter nachlegt. Par um Par spult er auf den darauffolgenden Löchern dann über weite Strecken sehr solide ab, ehe er im Finish noch einmal mit einem Par 3 Birdie auf der 7 und einem Par 5 Birdie danach auf der 8 richtig heiß läuft. Ein verzogener Abschlag auf der 9 wird dann aber noch einmal etwas kostspielig, doch auch mit der 69 (-3) gelingt ihm eine richtig starke Runde, die ihn voll in Schlagdistanz zu den Top 10 ins Wochenende cutten lässt.

Chance auf wichtige Punkte

Von Beginn an erinnert bei Jannik De Bruyn so gut wie nichts mehr an die bärenstarke Auftaktrunde, denn bereits auf der 11 fängt er sich mit einem verpassten Up & Down das erste Bogey ein, worauf er lange Zeit keine Antwort weiß. Erst am Par 5 der 18 rückt er sein Score dann wieder zurecht, doch selbst das vermag sein Spiel nicht zu stabilisieren, was sich mit einem Dreiputtbogey vom Vorgrün auf der 2 und einem weiteren Fehler nach Ungenauigkeiten im langen Spiel auf der 3 in den nächsten Bogeys niederschlägt. Danach kann der 26-jährige sein Spiel aber wieder stabilisieren und schnappt sich im Finish schließlich am Par 5 der 8 auch noch ein Birdie. Zwar geht sich auch so am Ende nur eine 73 (+1) aus, dank der starken Auftaktrunde wahrt er so aber als 33. noch die Chance auf das, im Kampf um die Tourcard, so dringend benötigte Topergebnis.

Zwar rollte Yannik Paul schon zu Beginn auf der 10 aus 2,5 Metern den ersten Birdieputt ins Ziel, findet sich jedoch nach wild weggehooktem Drive schon auf der 11 am Ausgangspunkt wieder. Immerhin hinterlässt der Fehler keine Spuren, wie ein weiteres Erfolgserlebnis am Par 5 der 14 untermauert. Da sich dann nach starkem Tee Shot auch am Par 3 der 17 ein Schlaggewinn ausgeht, macht er sogar erstmals spürbar Ränge gut. Zwar lassen sich die vorderen Neun nach knapp verfehltem Grün mit einem Bogey auf der 2 nicht wirklich gelungen an, allerdings stellt er schon am Par 3 der 5 aus 3,5 Metern den alten Zwischenstand wieder her und marschiert so am Ende mit der 70 (-2) zum Recording, womit er ganz sicher als 42. im hinteren Mittelfeld cuttet und so auch die Chance auf die nötigen Punkte für die Tourcard wahrt.

von DellingshausenGleich aus acht Metern stopft Nicolai Von Dellingshausen auf der 10 zum anfänglichen Birdie, brummt sich jedoch nach einer verzogenen Grünattacke ausgerechnet am Par 5 der 14 dann auch den ersten Fehler auf. Sofort steuert er mit dem nächsten Gefühlvollen Putt aus vier Metern aber gegen und legt noch vor dem Turn am Par 5 der 18 weiter nach. Der Schwung ebbt dann zwar mit einem Bogey nach überschlagenem Grün auf der 3 wieder ab, allerdings kann er auf der 6 noch aus einer starken Annäherung Kapital schlagen und bringt so schließlich die 70 (-2) über die Ziellinie. Damit stemmt der Austrian Alpine Open Champion auch als 56. den Cut.

Kieffer mit letzter Chance in Korea

Sehr souverän beginnt Max Kieffer die zweite Umrundung, geizt jedoch auf den Frontnine bei fehlerlosem Spiel mit Birdies, leuchtet doch nur auf der 6 ein einsamer roter Eintrag auf. Nach dem Turn stolpert er dann auf der 10 nach verfehltem Fairway sogar in den Ausgleich, womit er im Klassement noch nicht vom Fleck kommt. Auch auf den hinteren Neun kann er den Turbo dann nicht mehr zünden und scheitert mit der 73 (+1) schließlich doch recht klar am Cut, womit er naturgemäß auch den Tourkartenrängen nicht näher kommt. Nächste Woche hat der 35-jährige nun in Südkorea noch eine letzte Chance sich das volle Spielrecht ohne Umwege zu sichern.

Nachdem Marcel Siem gleich am Par 5 der 1 das erhoffte Birdie verpasst und sich danach auf der 3 noch dazu ein Bogey einfängt, geht der Start in die 2. Runde ziemlich daneben. Richtig ungemütlich wird es dann aber auf der 6, denn ein Doppelbogey kann selbst ein Par 5 Birdie danach auf der 8 nicht in Schach halten. Auf den Backnine fängt er sich dann gleich noch zwei weitere Doubletten ein und steht so am Ende gar nur mit der 77 (+5) wieder beim Recording, womit er glasklar am Sprung ins Wochenende scheitert.

FedEx-Cup Champion Tommy Fleetwood (ENG) diktiert bei gesamt 12 unter Par das Tempo vor Ryder Cup Buddy Shane Lowry (IRL) und Brian Harman (USA).

Leaderboard India Championship

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