Mit Jannik De Bruyn und Marcel Schneider mischen nach den ersten 18 Löchern bei der India Championship gleich zwei Deutsche in den Top 10 mit. Generell ist schwarz-rot-gold im Delhi GC am Donnerstag schwer in Mode, denn Max Kieffer liegt als einziger der siebenköpfigen Armada nur hinter der erwarteten Cutmarke.
Für Yannik Paul, Max Kieffer und Jannik De Bruyn entscheidet sich bei den anstehenden beiden Turnieren in Indien und Südkorea nun endgültig der Kampf um die Tourcard für die kommende DP World Tour Saison. Einzig Freddy Schott lief zuletzt genau zur richtigen Zeit heiß und entledigte sich der Spielrechtsprobleme mit starken Leistungen, doch auch er sollte womöglich noch ein paar Pünktchen nachlegen um ganz auf der sicheren Seite zu sein. Das Turnier in Delhi ist der bereits zweite Ausflug heuer nach Indien und wäre bei hochkarätiger Besetzung die ideale Plattform für die benötigten Spitzenresultate.
Marcel Schneider und Nicolai Von Dellingshausen teilen die Probleme ihrer Landsleute nicht, denn die beiden sind mittlerweile für das Dubai-Finale bereits fix qualifiziert. Marcel Siem hätte noch die Chance aus dem Duo ein Trio zu machen, benötigt dafür jedoch ein Topergebnis. Mit Rory McIlroy (NIR), Tommy Fleetwood (ENG), Viktor Hovland (NOR) und Shane Lowry (IRL) steht geballter Ryder Cup-Flair in Indien am Start.
Gleich zu Beginn macht Jannik De Bruyn mit einem anfänglichen Par 5 Birdie klar, dass er auf jeden Fall in Indien den entscheidenden Schritt in Richtung Tourcard machen will. Auch danach hat der 26-jährige alles fest im Griff, hält Fehler gekonnt fern und schnappt sich nach gelochtem Viermeterputt auf der 4 und Chip & Putt am Par 5 der 8 noch vor dem Turn zwei weitere Birdies. Ein verpasstes Up & Down bremst ihn auf der 11 dann zwar ein wenig ein, mit zwei darauffolgenden Birdies gibt er aber die perfekte Antwort und arbeitet sich so immer weiter nach vor. Noch einmal erwischt es ihn dann auf der 15, allerdings kontert er auch diesen Faux-pas sofort wieder mit zwei abschließenden Birdies hervorragend aus und unterschreibt so am Ende sogar die 67 (-5), womit er als 4. im absoluten Spitzenfeld mitmischt.
Mit gleich neun Pars am Stück macht Marcel Schneider zwar die gesamten Frontnine über nichts verkehrt, muss so allerdings auch noch auf den ersten gewinnbringenden Farbklecks am Tableau warten. Erst nach elf gespielten Bahnen mit der vorgegebenen Schlaganzahl, findet dann am Par 3 der 12 aus drei Metern ein erster Birdieputt den Weg ins Ziel. Das bringt den Routinier auch auf den Geschmack, denn nach lasergenauem Eisen und einer nur knapp neben dem Grün geparkten Attacke am Par 5, legt er gleich noch zwei weitere Erfolgserlebnisse nach. Da dann im Finish auch noch das Par 3 der 17 einen Schlag springen lässt, geht sich am Ende sogar die fehlerlose 68 (-4) aus, die ihm als 7. eine mehr als nur vielversprechende Ausgangslage auflegt.
Auf Wochenendkurs
Gleich am Par 5 der 1 hat Freddy Schott den Putter perfekt auf Temperatur, holt er sich doch aus rund acht Metern prompt das anfängliche Birdie ab. Danach läuft er zwar lange Zeit dem nächsten Erfolgserlebnis vergeblich hinterher, hält jedoch auch Fehler konsequent fern. Erst mit der 8 lässt dann die zweite lange Bahn wieder einen Schlaggewinn springen, den er nach verzogenem Drive jedoch schon auf der 9 auch wieder aus der Hand gibt. Nach leicht verzogenem Tee Shot rasselt er dann am Par 3 der 12 sogar wieder auf Even Par zurück. Das scheint Freddy aber richtiggehend aus der Reserve zu locken, denn zunächst holt er sich nach starkem Eisen das Minus wieder zurück und krallt sich danach trotz versandeter Attacke am Par 5 der 14 gleich das nächste Birdie, womit sich am Ende sogar noch eine 70 (-2) und Rang 31 ausgeht.
Nach zwei anfänglichen Pars läuft bei Marcel Siem am Par 3 der 12 erstmals aus vier Metern der Putter heiß, allerdings verspielt er das Birdie prompt nach verzogenem Drive auf der 13 wieder. Trotz einer versandeten Attacke geht sich aber am Par 5 der 14 gleich das nächste Birdie aus, womit er immerhin knapp unter Par zum Turn kommt. Sowohl am Par 5 der 1, als auch auf der 4 schraubt er sein Score dann mit weiteren Birdies noch tiefer in den Minusbereich, fängt sich aber jedesmal auch rasch einen Fehler ein und steht so am Ende nur mit der leicht geröteten 71 (-1) und Platz 44 wieder beim Recording.
Nachdem Yannik Paul am anfänglichen Par 5 das erhoffte Birdie noch verpasst, schnappt er sich zwar nach einem starken Putt aus knapp zehn Metern auf der 3 einen raschen Schlaggewinn, tritt sich jedoch noch vor dem Turn auf der 9 nach verpasstem Sand Save auch das erste Bogey ein, womit er zur Halbzeit nur bei Even Par hält. Die zweiten Neun lassen sich dann mit einem verfehlten Grün und daraus resultierendem Par 3 Bogey auf der 12 alles andere als gut an, jedoch kämpft er sich dank eines roten Doppelpacks kurz danach sogar wieder unter Par. Auf der 16 rutscht er dann noch einmal ab, beendet die Runde aber mit einem abschließenden Par 5 Birdie und steht so schlussendlich ebenfalls mit der 71 (-1) wieder beim Recording.
Austrian Alpine Open Champion Nicolai Von Dellingshausen zeigt sich zwar unglaublich solide, bei absolut farblosen Frontnine wartet der 32-jährige jedoch auch noch auf ein erstes Erfolgserlebnis. Ein weggesliceter Drive zwingt ihn dann auf der 11 zum Nachladen, was am Ende sogar in einem Doppelbogey mündet und ihn weit abrutschen lässt. Antwort weiß er darauf vorerst auch keine, denn erst im Finish findet er dann auf den letzten beiden Löchern doch noch zwei Birdies, womit er sich zumindest noch zur 72 (Par) kämpft und sich so als 64. ebenfalls noch auf Cut-Kurs bringt.
So richtig kommt Max Kieffer auf den Backnine noch nicht ins Rollen, denn mit einem Dreiputtbogey am Par 3 der 12 beginnt der Tag nicht wirklich prickelnd. Zwar findet er am Par 5 der 14 schließlich zeitnah auch das erste Birdie, mehr will sich auf den Backnine jedoch nicht ausgehen. Kaum auf den vorderen Neun angekommen, drückt er sein Score dann zwar mit zwei Birdies klar in den roten Bereich, allerdings unterschreibt er am Ende nach deutlich zu vielen Fehlern danach sogar nur die 73 (+1), womit er der erwarteten Cutmarkeals 82. bereits hinterher läuft.
Shane Lowry (IRL) setzt sich mit einer 64 (-8) an die Spitze
