Marcel Siem

Siem: Aus im Viertelfinale

BELGIAN KNOCKOUT – FINALTAG: Marcel Siem scheitert erst im Viertelfinale an Gregory Havret, feiert jedoch sein erstes Top 10-Ergebnis nach zwei Jahren.

Marcel Siem konnte im Knockout-Weekend als einzig verbliebener Deutscher den Schalter umlegen. Beim eigenwilligen Format – gespielt wird zwar Mann gegen Mann jedoch nur über 9 Löcher und weiterhin im Zählspielmodus – bekam er es am Samstag Vormittag zunächst mit Gavin Moynihan zu tun.

Das Duell beginn auf nur sehr mäßigem Niveau, denn nach nur zwei gespielten Bahnen und insgesamt zwei Doppelbogeys und einem Bogeylautet der Zwischenstand nur +3 : +2 zu Gunsten des Iren. Erst danach findet Marcel langsam den benötigten Rhythmus, hält weitere Fehler gekonnt fern und setzt auf der 6 und der 7 zu einem roten Zwischensprint an.

Da parallel dazu Moynihan auf der 7 noch ein Bogey notieren muss, steht das Duell kurz vor Schluss sogar bei +1 : +3 für den Deutschen und da er auf den verbleibenden beiden Löchern nichts mehr anbrennen lässt, zieht er schließlich trotz des zähen Starts durchaus souverän in die Runde der letzten 32 ein, wo er es nun mit dem Schweden Rikard Karlberg zu tun bekommt.

Schon früh verschafft sich Marcel dann gegen seinen Kontrahenten einen Vorteil, denn während der Deutsche auf der 2 ein Birdie notieren kann, tritt sich der Schwede ein Doppelbogey ein. Auch danach hält Marcel Siem das Tempo gekonnt hoch, findet bis zum Ende des Duells bei nur einem Fehler noch drei weitere Birdies und weist so Rikard Karlberg schlussendlich glasklar mit einem Gesamtscore von -3 : +4 in die Schranken. Im Achtelfinale wartet nun Antoine Rozner.

Die wiedergefundene Stärke – Marcel durchlebte mit Verlust der Tourkarte letzte Saison richtig harte Zeiten – wirft Siem dann auch gegen den Franzosen wieder in die Waagschale. Mit unglaublich konzentriertem Spiel schafft er es die gesamten neun Bahnen über Bogeys zu vermeiden und da er parallel dazu auch drei Birdies aufsammeln kann, weist er seinen Kontrahenten, Rozner notiert zwar um ein Birdie mehr, muss aber auch drei Fehler eintragen, mit -3 : -1 in die Schranken und zieht so ins Viertelfinale ein, wo nun am Sonntag Vormittag Grégory Havret wartet.

SONNTAG: VIERTELFINALE

Im Duell der beiden Routiniers, die beide in die brotlose Kategorie 19 der Tour abgerutscht sind, gewinnt der Franzose rasch mit zwei Birdies die Oberhand. Siem findet noch keinen Spielfluß und gerät nach dem Bogey an der 4 gefährlich mit bereit drei Shots in Rückstand.

Statt zu kontern stolpert der Ratinger am 5. Grün in ein weiteres Bogey und beginnt Havret den Einzug ins Semifinale am Silbertablett zu servieren. Der lässt sich nicht zweimal bitten, schüttelt noch ein drittes Birdie aus dem Ärmel um bei 3 unter Par gegen die +2 von Siem klar aufzusteigen. Siem darf sich dennoch über sein erstes Top 10-Ergebnis seit dem Paul Lawrie Match Play vor zwei Jahren freuen.

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