Topergebnis in der Heimat

Matti Schmid nimmt von den BMW International Open dank einer starken 67er Finalrunde ein Topergebnis. Amateur Tim Wiedemeyer verpasst im GC München Eichenried die Top 10 nur recht knapp.

Am Mittwoch kündigte Marcel Siem an, dass er absolut alles daran setzen wird um am Sonntag den Platz als Sieger wieder zu verlassen. Mit einer starken 2. Runde brachte er sich auch einigermaßen ins Gespräch, allerdings lief am Moving Day dann nichts wie geplant und mit einer 74 (+2) rutschte er weit bis ins hintere Mittelfeld zurück. Dafür spielte sich Matti Schmid etwas ins Rampenlicht. Bei sechs Schlägen Rückstand ist Daniel Brown (ENG) an der Spitze zwar etwas enteilt, mit einer Traumrunde könnte aber vielleicht sogar noch das fast Unmögliche möglich werden. Tim Wiedemeyer (Am) und Marcel Schneider hätten ebenfalls noch reelle Chancen auf Topergebnisse.

Nach konzentriertem Beginn wirft Matti Schmid auf der 4 mit einem lasergenauen Eisen erstmals den Birdiemotor an, stolpert jedoch nach verzogenem Abschlag auf der 5 auch prompt in den ersten Fehler. Mit heißem Putter dreht er noch auf den Frontnine dann aber gehörig auf und holt sich von der 7 weg gleich drei Birdies in Folge, die schließlich klar die Richtung am Sonntag vorgeben. Ohne Wackler marschiert er schließlich über die Backnine, krallt sich auf der 15 und der 16 noch zwei rote Einträge und steht so schlussendlich mit der 67 (-5) im Clubhaus. Die Spitze kann er bei durchwegs guten Scores damit zwar nicht mehr attackieren, ein Topergebnis geht sich für den 27-jährigen mit Rang 7 aber aus.

Talentprobe abgegeben

Sehr sicher beginnt Tim Wiedemeyer (Am) die letzte Runde und drückt mit einem Birdiedoppelschlag auf der 4 und der 5 erstmals sehenswert aufs Tempo. Zwar steht er nach verpasstem Sand Save auch am Sonntag wieder mit dem Par 3 der 8 etwas auf Kriegsfuß, noch vor dem Wechsel auf die letzten neun Löcher gleicht er den Faux-pas aber wieder aus und stellt sein Tagesergebnis so rasch wieder auf -2. Auf den Backnine geht er es dann deutlich ruhiger an, krallt sich auf der 13 aber noch ein Birdie und steht so schließlich mit der 69 (-3) wieder im Clubhaus. Damit kann er zwar als 17. die Top 10 nicht mehr knacken, gibt aber eine mehr als nur ansehnliche Kostprobe seines Könnens in München ab.

Tim Wiedemeyer (Am)Nach konzentriertem Beginn holt sich Martin Kaymer am kurzen Par 4 der 5 mit Chip und Putt das erste Birdie ab und legt sofort am darauffolgenden Par 5 weiter nach. Auch danach hat er alles fest im Griff und drückt sein Score nach dem Turn am Par 5 der 11 immer weiter in den roten Bereich. Zwar fängt er sich mit einem Dreiputt danach am Par 3 auch das erste Bogey ein, sofort bessert er dieses mit einem Monsterputt aus rund zehn Metern aber wieder aus und da er im Finish auf der 16 und dem Par 3 der 17 noch einen weiteren Doppelpack schnürt, bringt er mit der 67 (-5) sogar seine klar beste Runde der Woche zum Recording, die ihn noch weit bis auf Rang 19 nach vorne spült.

Plätze eingebüßt

Nach einem frühen Par 3 Bogey auf der 2, findet Marcel Schneider mit Fortdauer immer besser in die Runde, wie zunächst der schnelle Ausgleich auf der 4 und ein Par 5 Birdie kurz danach auf der 6 unterstreichen. Noch vor dem Turn kann er dann auch die zweite lange Bahn der Frontnine zu einem Erfolgserlebnis überreden, tritt sich jedoch kaum auf den Backnine angekommen auch den zweiten Fehler ein. Auf der 14 wird es dann sogar noch ungemütlicher, nachdem er den Ausgleich zurück auf Level Par nicht mehr abwenden kann. Immerhin stachelt das den Routinier noch einmal an, denn mit Birdies auf der 15 und dem Par 5 der 18 bringt er immerhin noch die 70 (-2) über die Ziellinie, womit er sich als 26. zumindest im vorderen Mittelfeld hält.

Wie schon an den vergangenen Tagen wandelt Marcel Siem auch am Sonntag wieder durch ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst beginnt die Runde nur mit einem Bogey, dass er angesichts von gleich fünf Birdies bis zur 11 aber in Vergessenheit geraten lässt. Auf den verbleibenden Löchern machen es sich dann aber noch gleich fünf weitere Schlagverluste bequem, womit sich am Ende nur die 73 (+1) und Rang 58 ausgeht. Für Hurly Long geht das Heimturnier nicht wirklich wie erhofft zu Ende, denn der 29-jährige notiert am Finaltag nur eine 76 (+4) und rasselt damit noch weit bis auf Platz 66 zurück. Die Platzierung teilt er sich mit Yannik Paul, der am Sonntag gar nur eine 77 (+5) ins Ziel bringt.

Mit einer 66 (-6) lässt Daniel Brown der Konkurrenz am Sonntag keine Chance mehr heranzukommen und schnappt sich bei gesamt 22 unter Par den Sieg.

Fotos: BMW

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