Genie und Wahnsinn - Golf-Live_de

Genie und Wahnsinn

Stephan Jäger wechselt am Moving Day beim Memorial Tournament nahezu den gesamten Spieltag über zwischen Genie und Wahnsinn und muss sich nach einem kurzweiligen Auftritt im Muirfield Village schlussendlich mit einer 73 (+1) anfreunden.

Nach der ziemlich durchwachsenen 76 (+4) vom ersten Spieltag, drückte Stephan Jäger im pitschnassen Muirfield Village am Freitag sehenswert aufs Tempo. Nach den Frontnine lag der ehemalige Houston Champion sogar bei 3 unter Par, erst einigermaßen zähe Backnine ließen am Ende nicht mehr als die 72 (Par) zu. Bei schwierigen Verhältnissen reichte dies jedoch trotz der verpatzten Auftaktrunde noch für den Cut und als derzeit 43. wird der einzig verbliebene Deutsche im Feld nun am Wochenende versuchen den Turbo zu zünden.

Das Vorhaben geht zunächst auch gleich auf der 1 auf, denn trotz verzogenen Drives legt er die Annäherung drei Meter zur Fahne und stopft prompt zum anfänglichen Birdie. Nach recht soliden Pars danach wird ihm schließlich mit der 4 aber das erste Par 3 der Runde zum Verhängnis, denn nach einem deutlich zu kurzen Tee Shot kann er den scoretechnischen Ausgleich in Form des ersten Bogeys nicht mehr abwenden. Nach einem gefühlvollen Fünfmeterputt direkt danach, holt er sich aber postwendend am Par 5 das Minus wieder zurück.

Stephan JägerWildes Hin und Her

Dieses verwaltet er danach über die verbleibenden Löcher der Frontnine, ehe er sich direkt nach dem Turn aus dem Grünbunker nicht mehr zum Par scramblen kann und so wieder auf Even Par abrutscht. Sofort hat er zwar nach starker Annäherung aus einem Meter am darauffolgenden Par 5 die passende Antwort parat, tritt sich nach einem Abschlag ins H2O aber schon am Par 3 der 12 das nächste Bogey ein. Der Rückschlag bremst den Bayer aber nur kurz, denn schon auf der 14 leuchtet nach gelochtem Zweimeterputt auch schon wieder ein Birdie auf.

Da dann mit Chip & Putt mit der 15 auch das letzte Par 5 ein Birdie springen lässt, arbeitet er sich erstmals richtig spürbar im Klassement weiter nach vor. Ruhe kehrt jedoch auch im Finish nicht ein, da am Par 3 der 16 aus einem Meter plötzlich der 14. Schläger streikt und da sich aus dem Fairwaybunker auch auf der 17 die 4 nicht mehr ausgeht, steht sein Tagesergebnis einmal mehr am Samstag wieder bei Even Par.

Nachdem er den letzten Drive dann nur im Rough findet und von dort aus auf der schwierigen 18 keine Chance hat das Grün zu erreichen, beendet er die 3. Runde sogar nur mit einem Bogeytriplepack. Doch auch mit dem rabenschwarzen Finish und der 73 (+1) macht er zwölf Ränge gut und startet als 31. in den Sonntag. Scottie Scheffler (USA) zieht mit einer 68 (-4) und bei gesamt 8 unter Par bis an die Spitze.

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