Tiger Christensen rutscht am Finaltag der Turkish Open mit einer 73 bis ins Mittelfeld zurück. Einzig Marcel Schneider kann vom deutschen Quartett am Sonntag im Regnum Carya noch Ränge gutmachen.
Youngster Tiger Christensen präsentiert sich in Antalya bislang von seiner allerbesten Seite, denn nach Runden von 65 (-6), 70 (-1) und 69 (-2) Schlägen startet der 21-jährige als starker 9. in den Finaltag und hätte so alles für sein erstes Topergebnis auf der DP World Tour angerichtet. Nur knapp dahinter lauert Yannik Paul als 13. und hat so ebenfalls gute Chancen die türkische Feriendestination mit einem Spitzenergebnis wieder zu verlassen. Nicolai Von Dellingshausen und Marcel Schneider hoffen am Sonntag mit tiefen Runden noch auf einen Vorstoß im Klassement.
Nahezu von Beginn an hat Tiger Christensen am Finaltag ziemlich zu kämpfen, was sich nach zwei anfänglichen Pars auch in einem recht farbenfrohen Bogey-Birdie-Bogey Intermezzo bemerkbar macht. Zwar gleich er mit einem Par 5 Birdie auf der 7 sein Score schließlich wieder aus, nach dem Turn geht es aber in ganz ähnlicher Tonart weiter. Wieder rutscht er mit Bogey-Birdie-Bogey zurück und nach dem sich im Finish auf der 16 noch ein Bogey breit macht, geht sich am Ende sogar nur die 73 (+2) aus. Damit rutscht er auch im Klassement noch deutlich zurück und beendet das Turnier als 33. nur im soliden Mittelfeld.
Schneider klettert im Klassement nach oben
Das Vorhaben setzt Marcel Schneider am letzten Spieltag dann perfekt um. Zwar muss sich der Routinier zunächst etwas in Geduld üben, mit einem roten Doppelpack am Par 5 der 7 und dem Par 3 der 8 gibt er sich aber selbst die benötigte Initialzündung. Schon auf der 11 hat er dann erneut Grund zu jubeln und da er neben einer fehlerfreien Performance auch vom Par 3 der 14 und der 16 Schlaggewinne mitnimmt, geht sich am Ende sogar die knallrote 66 (-5) aus, womit er noch etliche Ränge gutmacht und die Türkei mit einem 44. Platz wieder verlässt.
Mit gleich zwei anfänglichen Birdies starte Nicolai Von Dellingshausen wie aus der Pistole geschossen in den Sonntag, allerdings parkt er den Drive auf der 3 dann genau hinter einer Baumgruppe und stolpert so sogar in ein Doppelbogey. Auch weiterhin bleibt der 32-jährige aber aggressiv, schlittert so zwar immer auch in Fehler, die Birdies behalten am Ende aber knapp die Oberhand. Mit der 70 (-1) büßt er zwar sogar noch ein paar Ränge ein, bringt aber immerhin seine dritte rote Runde der Woche zum Recording und teilt sich schließlich die Platzierung mit Marcel Schneider.
Paul im freien Fall
Nach anfänglichen Pars trübt sich der Tag bei Yannik Paul mit einem Bogeydoppelpack am Par 3 der 6 und dem Par 5 danach zusehends ein. Zwar kontert er auf der 9 kurzfristig, nach dem Turn wandern aber bei nur noch einem weiteren Birdie gleich noch drei Bogeys und sogar ein Triplebogey auf die Scorecard, was ihn mit der 77 (+6) verständlicherweise weit bis auf Rang 56 abrutschen lässt.
Martin Couvra (FRA) drückt am Sonntag das Gaspedal noch einmal bis zum Anschlag durch und stürmt mit einer 64 (-7) noch zu gesamt 17 unter Par und zum Sieg.
