Zusammengeschrumpft

Deutschlands acht Mann starkes Feld reduziert sich im Laguna National Resort bei den Singapore Classic am Finaltag mit Marcel Siem und Alexander Knappe auf nur noch zwei Spieler in schwarz-rot-gold.

Heftige Gewitter und enorme Regenmassen ließen den Donnerstag in Singapur sprichwörtlich ins Wasser fallen, weshalb die 1. Runde erst am Freitag gespielt werden konnte. Dem Gros der deutschen Spieler scheint die Warterei auch nicht wirklich gut bekommen zu sein, denn nach den ersten 18 Löchern liegen lediglich Jannik De Bruyn, Marcel Schneider und Marcel Siem mit roten Runden auf Cutkurs. Yannik Paul und Co müssen am Samstag somit bereits zwingen zulegen um in Singapur nicht leer auszugehen.

Mit Birdies auf der 1 und dem Par 3 der 4 startet Marcel Siem am Nachmittag in Singapur absolut nach Maß in den zweiten Spieltag und bringt so auch rasch etwas Luft zwischen sich und der gezogenen Linie. Par um Par klopft er in Folge auf die Scorecard, womit er zwar nichts verkehrt macht, jedoch bei den durchwegs ansehnlichen Scores auch etwas den Vortrieb vermissen lässt. Erst nach dem Turn geht sich dann am Par 5 der 13 das nächste Birdie aus, dass er mit einem Bogey kurz vor Ende der Runde am Par 3 der 17 jedoch auch wieder verspielt. Schlussendlich ist der Cut mit der 70 (-2) aber zu keiner Zeit in Gefahr, die Spitzenränge sind vor der letzten Umrundung vom 46. Platz aus aber bereits ein gutes Stück weit entfernt.

Alex KnappeLange Zeit spult Alexander Knappe am Nachmittag auf den hinteren Neun Pars ab, ehe er ab der 16 das Tempo dann deutlich intensiviert. Noch vor dem Turn gehen sich so zwei Birdies aus und das Momentum nimmt er sehenswert über den Turn mit, fallen doch auf der 1 und der 3 gleich die nächsten Birdieputts. Damit orientiert sich der 36-jährige auch klar in Richtung Finaltag, wenngleich er sich das Leben am Par 3 der 7 mit einem ersten Fehler noch einmal etwas schwerer macht. Sofort setzt er aber den Konter, unterschreibt so die 68 (-4) und teilt sich damit die Ausgangslage mit Landsmann Marcel Siem.

Vergebliche Zitterei

Gleich auf der 2 und dem Par 5 der 3 hat Yannik Paul am Samstag dank eines Birdiedoppelpacks Grund zur Freude und auch auf ein erstes Bogey auf der 6 hat er prompt die passende Antwort parat. Kurz bläst er dann etwas durch, ehe es auf den Backnine ziemlich hin und her geht. Zunächst schraubt er sein Score mit drei weiteren Birdies bei einem zwischenzeitlichen Fehler noch deutlich tiefer in den Minusbereich, ehe er mit zwei Fehlern am Stück wieder etwas abrutscht. Das abschließende Par 5 hält dann aber noch ein Erfolgserlebnis bereit, was schließlich die 69 (-3) ermöglicht. Lange Zeit darf er damit hoffen, am Ende reicht 1 unter Par aber knapp nicht um auch am Finaltag noch mitmischen zu dürfen.

Nachdem sich gleich auf der 2 ein erstes Bogey einschleicht, hat Marcel Schneider zu Beginn der zweiten Umrundung ziemlich zu kämpfen. Zwar kann er sein Spiel in Folge stabilisieren, kommt nach weiterem Faux-pas auf der 9 jedoch nur bei +2 auf den Backnine an. Dort stellt sich dann endlich ein deutlich gewinnbringenderer Rhythmus ein, denn drei Birdies pushen ihn sogar in den roten Bereich, womit er auch sehr souverän auf Kurs in Richtung Finaltag liegt. Wie aus dem Nichts geht der Schwung jedoch wieder verloren und nach zwei späten Fehlern, geht sich sogar nur die 73 (+1) aus, womit er wie Yannik Paul knapp am Cut scheitert.

Yannik PaulZwar bessert Jannik De Bruyn ein frühes Par 3 Birdie auf der 11 mit zwei Birdies noch auf den Backnine mehr als aus, nach dem Turn macht er sich das Leben mit gleich zwei Doppelbogeys dann aber richtig schwer. Mit zwei Birdies kann er darauf nur bedingt antworten, muss sich so mit der 73 (+1) abfinden und hat damit wie seine Landsmänner ebenfalls bereits ungewollt Freizeit. Mit einer fehlerlosen 70 (-2) steigert sich Max Kieffer am Samstag zwar deutlich, der Cut ist nach der 75 (+3) vom Vortag aber außer Reichweite. Das Schicksal teilt er sich mit Nicolai Von Dellingshausen, der nach einer abwechlsungsreichen 71 (-1) ebenfalls bereits nach 36 gespielten Löchern wieder die Sachen packen muss. Freddy Schott muss ebenfalls nach der 71 (-1) bereits vorzeitig die Sachen packen.

Dan Erickson (USA) startet nach der 64 (-8) und bei gesamt 11 unter Par als Führender in die letzte Umrundung.

Leaderboard Singapore Classic

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