Licht und Schatten

Stephan Jäger zeigt am Samstag beim Players im zähen Wind lange Zeit richtig gutes Golf und spielt sich zwischenzeitlich sogar bis auf einen Schlag an die Spitze heran. Mit Fortdauer der Runde schleichen sich dann zwar etliche Fehler ein, mit der 70 (-2) wahrt er im TPC Sawgrass aber klar die Chance auf ein Topergebnis.

Nach dem Missed Cut bei der Arnold Palmer Invitational in der Vorwoche, zeigte sich Stephan Jäger zum Auftakt des Players von seiner besten Seite und machte es sich nach einer 68 (-4) im Spitzenfeld gemütlich. Auch am Freitag war der Bayer auf den Backnine richtig stark unterwegs und blieb mit beeindruckender Birdiequote weiterhin ganz vorne dran.

Nach dem Turn ging der sehenswerte Rhythmus dann aber ziemlich verloren, was schließlich sogar nur eine 71 (-1) zuließ. Mit den verpatzten Frontnine ließ er zwar eine noch deutlich bessere Ausgangslage liegen, startet aber als 16. mit klar intakten Chancen auf ein Topergebnis ins Wochenende. Am Samstag und Sonntag soll nun vor allem der Wind deutlich zulegen, was den ohnehin anspruchsvollen Platz noch deutlich verschärfen könnte.

Stephan JägerBlitzstart im Wind

Wie erwartet präsentiert sich der TPC Sawgrass dann auch deutlich windiger, allerdings vorerst noch nicht mit den angekündigten 50 km/h starken Böen. Zumindest zu Beginn hat Stephan so auch noch keine groben Probleme die Luftbewegungen richtig zu kalkulieren und startet dank eines perfekten Wedges auf der 1 gleich mit einem Birdie in die dritte Runde. Im nach und nach immer stärker werdenden Wind kann er zwar nach verzogenem Drive am Par 5 der 2 nicht gleich nachlegen, parkt dafür aber den Tee Shot am Par 3 der 3 sehenswert neben der Fahne und holt das verpasste Erfolgserlebnis so prompt nach.

Nachdem er sich danach auf der 4 nach verzogenem Drive noch sehenswert zum Par scrambled, geht sich diese Übung nach versandetem Abschlag und verpasstem Up & Down auf der 5 schließlich nicht mehr aus. Schon auf der 6 steuert der einzig verbliebene Deutsche im Wochenende aber wieder gegen, denn nach einer messerscharfen Annäherung lässt er dem Putter nur Zentimeter zum nächsten Birdie über. Wie schon am Vortag bastelt er auch am Samstag im Starkwind wieder an einer richtig sehenswerten ersten Hälfte, da am schwierigen Par 3 der 8 sogar aus rund acht Metern der Putt fällt, womit er sich endgültig wieder unter die Top 10 spielt.

Ungenauigkeiten nehmen zu

Souverän spult er rund um den Turn Pars ab, ehe er am Par 5 der 11 die Attacke bis auf zwei Meter zur Fahne knallt und mit dem Eagle sogar bereits unter den besten 5 auftaucht. Nachdem der zähe Wind den Ball am Par 3 der 13 etwas übers Ziel hinausbläst und der Zweimeterputt zum Par nicht fällt, kann er das zweite Bogey des Tages schließlich nicht mehr abwenden. Ganz ähnlich stellt sich die Situation ein Loch später dar, mit dem Unterschied, dass diesmal das Eisen etwas zu kurz bleibt. Erneut will aus gut zwei Metern dann das Par nicht gelingen, was ihn mit dem Bogeydoppelpack doch einigermaßen abrupt einbremst.

Stephan JägerFast muss er nach weiteren Ungenauigkeiten auch auf der 15 ein Bogey notieren, aus gut sechs Metern springt der Putter diesmal von knapp außerhalb des Grüns aber rettend ein. Da auch am Par 5 der 16 wieder ein Drive zu weit nach rechts zieht und er in Folge noch dazu die Annäherung wild verzieht, kann er ausgerechnet am Birdieloch das nächste Bogey nicht mehr verhindern. Stark scrambled er sich am Schlussloch dann aus dem Grünbunker noch zum Par, notiert so die 70 (-2) und wahrt damit als 8. klar die Chance beim 25 Millionen Event mit einem Topergebnis die Weiterreise zur Valspar Championship antreten zu können.

„Es war echt schwierig heute. Vor allem weil der Wind auf vielen Löchern von der ganz anderen Seite gekommen ist, als eigentlich gedacht. Aber es haben alle zu kämpfen und ein Score unter Par ist heute absolut okay. Ich freue mich schon riesig auf morgen. Vor allem werden wir morgen wohl früher spielen, denn mit dem Wetter schaut es am Nachmittag nicht so gut aus. Es waren viele schwierige Schläge dabei, wobei das einzige Loch was mich wirklich etwas ärgert war die 16. Nachdem ich zuerst einen Fan getroffen hab, war dann noch dazu eine Spiegeleilage im Fairwaybunker und mit langer Distanz beim dritten Schlag wars dann schwierig. Aber vor dem Tag hätte ich 2 unter auf jeden Fall genommen“, so Stephan Jäger naturgemäß ziemlich zufrieden mit der Ausgangslage.

J.J. Spaun (USA) startet nach der 70 (-2) und bei gesamt 12 unter Par als Führender in den Sonntag.

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