Matti Schmid stemmt bei den Cognizant Classic am Freitag mit einer 69 (-2) einen wichtigen Cut und wird so auch dringend benötigte FedEx-Cup Punkte mitnehmen. Thomas Rosenmüller und Jeremy Paul sitzen im PGA National lange Zeit am heißen Stuhl, ehe die Cutmarke doch noch auf -5 springt und die beiden im PGA National aus dem Turnier kegelt.
Sozusagen Hand in Hand marschierte das deutsche Trio zum Auftakt in Palm Beach Gardens über die Ziellinie, denn sowohl die Austeiger Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller, als auch Matti Schmid notierten am Donnerstag eine 68 (-3) und legten so eine durchaus passable Auftaktrunde hin. Bei unerwartet tiefen Scores – Jake Knapp (USA) sorgte mit einer 59 (-12) für das absolute Highlight am ersten Spieltag – rangieren die drei jedoch als 48. nur genau an der Cutmarke und haben so am Freitag nicht wirklich viel Raum für etwaige Fehler.
Nachdem die Attacke am Par 5 der 10 versandet und auf die kurzgesteckte Fahne der Bunkerschlag nicht zwingend genug gelingt, verpasst Matti Schmid mit allererster Startzeit das anfängliche Birdie und tritt sich danach mit einem gewasserten Drive sogar ein Bogey ein. Der Fehler weckt den Regensburger aber richtiggehend auf, denn mit starken Annäherungen und gefühlvollen Putts dreht er sein Score danach in Windeseile unter Par. Durchwegs souverän gestaltet er dann die nächsten Löcher und nimmt kurz vor dem Turn auch vom Par 5 der 18 noch ein Birdie mit, womit er bereits um etliche Ränge nach oben klettert.
Nach zwei weiteren Pars zu Beginn der vorderen Platzhälfte, wird es vom Par 5 der 3 weg ziemlich abwechslungsreich: Zunächst holt er sich nach gelungener Attacke das nächste Birdie ab, tritt sich mit verpasstem Up & Down aber prompt auch den nächsten Fehler ein. Aus knapp 17 Metern egalisiert er den Fehler zwar am Par 3 der 5 postwendend wieder absolut sehenswert, ein Dreiputtbogey danach radiert jedoch auch dieses Erfolgserlebnis sofort wieder aus. Erst danach bringt er wieder Stabilität ins Spiel, unterschreibt nach abschließenden Pars die 69 (-2) und darf somit zum zweiten Mal in diesem Jahr auf der PGA Tour bereits FedEx-Cup Punkte und Preisgeld einplanen.
Vergebliche Zitterpartie
Nach einer etwas zu langen Attacke geht sich für Thomas Rosenmüller zwar am Par 5 der 3 noch nicht das erhoffte frühe Birdie aus, dank eines perfekten Sechsmeterputts holt er den verpassten Schlaggewinn jedoch prompt auf der 4 nach. Ein verpasstes Up & Down hängt ihm dann aber auf der 6 auch das erste Bogey um, dass er jedoch direkt am Par 3 danach wieder egalisiert. Kurz vor dem Turn wird es dann noch einmal unangenehm, da er nach versandetem Abschlag den erneuten Ausgleich nicht mehr abwenden kann.
Den Fehler steckt er aber gut weg und arbeitet sich dank zweier weiterer Birdies auf der 12 und der 16 wieder klar in Richtung Wochenende nach vor, bis es zum Abschluss der „Bear Trap“ am Par 3 der 17 dann ungemütlich wird: Der Tee Shot fällt etwas kurz aus, mit hochgekrempelter Hose quetscht er den Ball von der Uferböschung zwar richtig sehenswert zur Fahne, schiebt jedoch den Parputt aus einem Meter vorbei und tritt sich so das nächste Bogey ein. Da danach die Attacke am abschließenden Par 5 ziemlich übers Ziel hinaussegelt, geht sich das erhoffte Birdie nicht mehr aus, weshalb er mit der 70 (-1) vorlieb nehmen muss. Am Ende fehlt nach langem Zittern so ein Schlag auf den Wochenendeinzug.
Paul mit selbem Schicksal
Mit einem Birdie beginnt der zweite Tag für Jeremy Paul am Nachmittag zwar nach Maß, danach wird es jedoch ziemlich abwechslungsreich. Den sofortigen Ausgleich kann er zwar noch am Par 5 der 3 rasch wieder auskontern, nach gleich zwei Bunkerausflügen stolpert er auf der 4 aber sogar in ein Doppelbogey. Dieses steckt er zwar einigermaßen gut weg, Antwort hat er darauf auf den Frontnine jedoch keine mehr parat.
Kaum auf den hinteren Neun angekommen ändert sich dies dann jedoch mit einem Par 5 Birdie auf der 10 und da er auf der 13 den nächsten Schlaggewinn eintütet, bringt er sich wieder auf Wochenendkurs. Zu Beginn der berüchtigten „Bear Trap“ erwischt es Jeremy dann jedoch nach Wasserball am Par 3 der 15 mit einem Doppelbogey richtig heftig, womit auch der Cut wieder in weite Ferne rück. Stark stopft er dann aber auf der 17 den fälligen Birdieputt und holt sich am Par 5 der 18 noch ein Sandy Birdie ab, womit er zwar mit der 70 (-1) zum Recording marschiert, sich das Schicksal am Ende aber mit Landsmann Thomas Rosenmüller teilt.
Jake Knapp verteidigt mit einer 70 (-1) seine Führung und biegt bei gesamt 13 unter Par in den Moving Day ab.
