Bis auf Max Kieffer haben bei den Dubai Desert Classic am Moving Day alle Deutschen ziemlich zu kämpfen, weshalb Alexander Knappe im Emirates GC nach drei gespielten Runden als etwa 38. noch der beste Akteur in schwarz-rot-gold ist.
Deutschlands Professionals präsentierten sich an den ersten beiden Spieltagen geschlossen stark, denn lediglich Yannik Paul fand für den Emirates GC kein passendes Rezept und musste bereits nach zwei Runden wieder die Koffer packen. Alle übrigen fünf Deutschen dürfen beim Rolex Series Event auch am Wochenende noch auf Birdiejagd gehen, wobei Jannik De Bruyn als 16. und mit nur zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 beim 9 Millionen Turnier in Dubai die besten Karten für ein etwaiges Spitzenresultat in Händen hält.
Aufgrund eines weggeballerten Drives schlittert Alexander Knappe gleich auf der 1 in ein anfängliches Bogey, bessert dieses mit Pitch und Putt jedoch direkt am darauffolgenden kurzen Par 4 wieder aus. In Folge zeigt er über weite Strecken sehr solides Golf, wofür er sich auf der 8 auch spektakulär mit einem gelochten Bunkerschlag zum Birdie belohnt. Da sich auf der 9 jedoch das Up & Down nicht mehr ausgeht, biegt er nur bei Level Par auf die hintere Platzhälfte ab.
Dort tritt er sich dann nach verpasstem Par 5 Birdie nach eingebunkertem Tee Shot schon am Par 3 der 11 das nächste Bogey ein, findet in Folge aber wieder in die Spur und dreht sein Tagesergebnis auf der nächsten langen Bahn und dem Par 3 der 15 mit weiteren Birdies wieder in den Minusbereich. Das Hin und Her endet jedoch auch im Finish nicht und nach einem weiteren Fehler auf der 17, muss er sich schließlich am Samstag mit einer 72 (Par) anfreunden, womit er als 39. aber immerhin bester Deutscher ist.
Kieffer am Vormarsch
Schon früh darf sich Max Kieffer am Samstag über das erste Birdie freuen, denn nach einem starken Drive lässt er sich auf der 2 nur noch eine Pitchdistanz ins Grün über, was er ohne große Probleme auszunützen weiß. Gar lange währt die Freude zwar nicht, da er sich schon am Par 3 der 4 nach gewassertem Tee Shot den Ausgleich eintritt, da sich aber auf der 8 noch ein Birdie ausgeht, kommt er immerhin im zartrosa Bereich zum Turn.
Kaum auf den hinteren Neun angekommen weiß er sowohl das Par 5 der 10, als auch die nächste lange Bahn der 13 gut zu nützen und drückt sein Score so deutlich tiefer unter Par. Wie aus dem Nichts reißt der Schwung jedoch wieder total ab und nach einem Par 3 Bogey auf der 15 und sogar einer Doublette danach, benötigt er sogar noch ein abschließendes Par 5 Birdie um zumindest noch die 71 (-1) ins Ziel zu retten. Immerhin kann er auch so am Samstag ein paar Ränge im Klassement gut machen und startet als 46. in den Sonntag.
Im Niemandsland
Ein anfängliches Bogey bessert Marcel Schneider zwar trotz einer verzogenen Attacke am kurzen Par 4 der 2 prompt wieder aus, so richtig ins Rollen kommt er jedoch auch danach weiterhin nicht. Das macht sich nach einer kurzen Parserie auch auf der 6 unangenehm bemerkbar, wo er sich nach einem Drive ins Rough nicht mehr zum Par scramblen kann.
Auch auf den zweiten neun Löchern läuft zunächst nicht vieles zusammen, wie ein schwarzer Doppelpack auf der 12 und dem Par 5 der 13 untermauert. Im Finish gleicht er mit zwei abschließenden Birdies diese zwar wieder aus, mit der 73 (+1) kommt er aber als 50. kaum vom Fleck.
Wie erhofft holt sich Marcel Siem schon am kurzen Par 4 der 2 das erste Birdie ab, allerdings scheint ihn dieses eher aus als in den Rhythmus zu bringen, denn nach verpasstem Sand Save am Par 3 der 4 und einem weiteren Bogey nach einem Dreiputt danach auf der 5, leuchtet rasch sogar ein Plus auf. Dank eines messerscharfen Eisens gleicht er auf der zweiten kurzen Bahn sein Score zwar wieder aus, nach dem nächsten Fehler hält er zur Halbzeit jedoch nur bei 1 über Par.
Auf den Backnine hat er dann generell etwas Schwierigkeiten irgendwie ins Rollen zu kommen, denn zunächst tritt er mit einer Parserie ziemlich auf der Stelle. Im Finish erwischt es ihn dann sogar mit noch gleich drei weiteren Schlagverlusten, was lediglich in einer 76 (+4) mündet. Damit rasselt er auch im Klassement naturgemäß bis auf Rang 67 weit zurück.
Wilder Absturz
Schon am scorefreundlichen Par 4 der 2 lässt Jannik De Bruyn das erste Birdie aufleuchten und knüpft so vorerst sofort an den starken zweiten Spieltag an. Danach allerdings ziehen im Spiel des 25-jährigen doch etliche dunkle Wolken auf, denn mit gleich zwei Doppelbogeys in Folge – sowohl auf der 5 als auch auf der 6 verzieht er die Drives – geht es im Eiltempo im Klassement bergab. Noch vor dem Turn schleicht sich dann ein weiterer Fehler ein, womit er sogar nur bei 4 über Par zur 10. Teebox marschiert.
Auch auf den zweiten Neun läuft es am Samstag so gar nicht und nach vier weiteren Bogeys bei nur noch einem einzigen roten kleinen Lichtblick geht sich am Ende gar nur die 79 (+7) aus, womit er aus Schlagdistanz zu den Top 10 bis auf Rang 73 zurück fällt. Daniel Hillier (NZL) startet nach der 70 (-2) und bei gesamt 13 unter Par als Leader in den Sonntag.
