Alle Neune

Gleich neun der elf Deutschen schaffen beim Czech Masters den Sprung ins Wochenende, wobei Freddy Schott und Max Rottluff im PGA National von Prag sogar weit vorne mitmischen.Max Rottluff, Max Kieffer

und Jannik De Bruyn klinkten sich in den Birdiewettlauf hervorragend mit ein und mischen nach einer 65 bzw. einer 66 ganz vorne mit. Generell starteten die deutschen Professionals richtig hungrig aus der fünfwöchigen Sommerpause, denn gleich 9 der 11 schwarz-rot-goldenen Spieler starten auf Cutkurs in den zweiten Spieltag.

Zwar findet Freddy Schott am Nachmittag auf den hinteren Neun gleich vier Birdies, muss jedoch parallel dazu auch drei Schlagverluste einstecken, womit er nur sehr zäh vom Fleck kommt. Erst auf den Frontnine grooved sich der 23-jährige dann in einen sehenswerten Rhythmus. Die gesamte Platzhälfte über hält er Fehler gekonnt fern und schnappt sich gleich noch fünf Birdies, was ihn nach der 66 (-6) als 10. sogar bis in den erweiterten Kreis der Titelanwärter pusht.

Max RottluffMax Rottluff macht zwar zunächst mit einem Birdie auf der 1 gleich dort weiter wo er am Donnerstag aufgehört hat, danach allerdings geht nicht mehr vieles so leicht von der Hand. Zunächst holt er sich am Par 5 der 9 noch ein weiteres Erfolgserlebnis ab, findet sich nach einem Bogeydoppelpack auf der 10 und der 11 jedoch plötzlich nur noch bei Level Par wieder. Immerhin schnappt er sich bei noch einem weiteren Fehler auch noch zwei Birdies, was ihn mit der 71 (-1) als 17. nur knapp hinter Freddy Schott cutten lässt.

Bachem und Co im Mittelfeld

Mit einem frühen Bogey auf der 2 beginnt der Arbeitstag für Nick Bachem nicht unbedingt nach Plan, allerdings findet der 24-jährige danach bis zum Turn gleich drei Birdies und legt am Par 3 der 11 rasch ein weiteres nach. Wie aus dem Nichts tritt er sich dann allerdings nach Problemen von Tee bis Grün auf der 12 ein Doppelbogey ein. Mit zwei weiteren Schlaggewinnen egalisiert er jedoch auch diesen wilden Ritt noch und hat so nach der 69 (-3) und als 25. auch die Top 10 wohl durchaus noch in Reichweite.

Tim Tillmanns hat auf den Backnine etwas zu kämpfen, wie zwei Bogeys bei nur einem Birdie beweisen. Nach dem Turn allerdings legt er dann wie schon am Vortag mit Eagle am Par 5 der 4 und darauffolgendem Birdie einen sehenswerten Zwischensprint hin. Da dann auch das Par 5 der 9 noch ein Birdie springen lässt, geht sich sogar die 69 (-3) aus, womit er wie Nick Bachem voll in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen in den Samstag cuttet.

Yannik PaulYannik Paul scheint zunächst auch am Freitag nicht das richtige Rezept zu finden, wie ein anfängliches Bogey auf der 10 untermauert. Danach allerdings lässt er die Parallelen zum zähen Vortag weg und drückt sein Tagesergebnis noch auf den Backnine mit zwei Birdies unter Par. Auf den vorderen Neun bringt er dann gleich noch sechs weitere rote Einträge zu Papier, unterschreibt so am Ende sogar die 65 (-7) und zieht damit trotz der 73 (+1) vom Donnerstag als 34. mehr als nur souverän in den Moving Day ein.

Gleich auf der 10 schnappt sich Marcel Schneider ein Birdie und sorgt so für den erhofften Blitzstart. Zwar schleicht sich dann ausgerechnet am Par 5 der 13 ein Bogey ein, mit einem Eagle auf der zweiten langen Bahn bessert er den Faux-pas aber mehr als sehenswert aus. Nach dem Turn stopft er dann auf der 4, der 5 und der 9 noch drei weitere Birdieputts und bringt so sogar die 67 (-5) über die Ziellinie, womit er sich die Ausgangslage mit Yannik Paul teilt.

Nicolai von Dellingshausen geizt am Nachmittag etwas mit Birdies, denn lediglich am Par 5 der 4 wandert auf den Frontnine ein roter Eintrag auf die Habenseite. Auf den zweiten Neun legt er dann sogar mit Bogey-Birdie-Bogey-Birdie ein farbenfrohes Intermezzo hin, was schließlich in der 71 (-1) gipfelt, womit er sich ebenfalls zu Paul und Schneider gesellt.

Ebenfalls noch mit von der Partie

Jannik De Bruyn

hat einige Schwierigkeiten am Freitag richtig ins Rollen zu kommen, denn die gesamten Frontnine über muss er zwar keinen Fehler notieren, läuft jedoch auch vergeblich einem Erfolgserlebnis hinterher. Nach dem Turn wird es dann sogar richtig unangenehm, da sich auf der 10 und der 12 Fehler einschleichen. Gegen Ende kann er dann zwar das Par 5 der 16 noch zu einem ersten Birdie überreden, mehr als die 73 (+1) geht sich so aber nicht aus. Damit cuttet er zwar dank der 66 (-6) vom Donnerstag als 51. sehr souverän, büßt aber doch etliche Ränge ein.

Hurly LongHurly Long erschwert sich mit einem anfänglichen Bogey auf der 10 die Aufgabe „Cut“ doch erheblich. Zwar findet er schließlich am Par 5 der 16 auch ein Birdie, so richtig in Schwung kommt er jedoch erst auf den Frontnine. Insgesamt notiert er noch drei weitere rote Einträge und kann so auch ein zweites Bogey recht gut verkraften. Am Ende steht er so mit der 70 (-2) wie auch sein Landsmann Jannik De Bruyn ebenfalls im Wochenende.

Auf der Strecke geblieben

Max Kieffer

findet am Freitag überhaupt keinen Rhythmus und notiert nur eine birdielose 76 (+4), womit er trotz der 65 (-7) vom Vortag noch am Cut scheitert. Das Schicksal teilt er sich mit Alex Knappe, der sich mit einer 71 (-1) nicht mehr über die Linie retten kann. David Ravetto (FRA) biegt bei gesamt 13 unter Par als Leader in den Samstag ab.

Leaderboard Czech Masters

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