Freddy Schott halbiert am Moving Day der Bahrain Championship den Rückstand auf Calum Hill (SCO) mit einer 70 (-2) auf nur noch zwei Schläge und startet mit durchwegs intakten Siegchancen in den Finaltag. Nicolai Von Dellingshausen ist seinerseits dank einer 70 (-2) bis auf einen Schlag an den Top 10 dran.
Freddy Schott präsentierte sich an den ersten beiden Tagen im Royal GC in absoluter Birdielaune, denn mit den generell guten Scores konnte der 24-jährige nicht nur Schritt halten, sondern diktierte teilweise mit Runden von 65 (-7) und 67 (-5) Schlägen sogar das Tempo. Erst mit einem unglaublich groß aufspielenden Calum Hill - der Schotte postete eine 61 (-11) aufs Tableau - konnte Freddy schließlich nicht mehr mithalten, startet aber bei 12 unter Par und mit vier Schlägen Rückstand auf Hill als erster Verfolger ins Wochenende. Auch Nicolai Von Dellingshausen darf sich durchaus noch eindeutig Chancen auf ein Spitzenergebnis ausrechnen, denn nach einer 66 (-6) und einer 71 (-1) startet er mit nur einem Schlag Rückstand auf die Top 10 in den Moving Day.
Nahezu von Beginn an erinnert bei Calum Hill am Samstag nichts mehr an den fantastischen Auftritt des Vortages, was Freddy Schott rasch zu seinen Gunsten auszunützen versteht. Stark grooved sich der 24-jährige in einen mehr als nur gewinnbringenden Rhythmus, hält Fehler gekonnt die gesamten Frontnine über fern und steht schließlich dank vier roter Einträge bereits bei 4 unter Par in der 10. Teebox. Damit übernimmt er auch wieder klar das Zepter im Turnier, denn mit dem Zwischenstand von +2 nach 9 des Schotten, zieht Freddy an der Spitze sogar um bereits zwei Schläge davon.
Auf den hinteren Neun ändert sich das Bild dann jedoch wieder, denn der gewinnbringende Schwung der ersten Platzhälfte versiegt völlig und mit einem Bogeydoppelpack am Par 3 der 12 und dem darauffolgenden Par 5 macht er die Türe für die Konkurrenz wieder ziemlich weit auf. Just zu dieser Zeit fängt sich auch Calum Hill richtig und nimmt die Einladung dankend an, was trotz eines Birdies von Freddy am Par 5 der 14 im erneuten Führungswechsel mündet. Ein Dreiputtbogey am Schlussloch lässt dann beim Deutschen sogar "nur" die 70 (-2) zu, womit die Schere zu Hill - er notiert die 72 (Par) - sogar wieder etwas weiter aufgeht, im Gegensatz zum Start der 3. Runde kann Freddy Schott den Rückstand jedoch auf nur noch zwei Schläge halbieren.
Von Dellingshausen an den Top 10 dran
Perfekt legt Nicolai Von Dellingshausen auf der 1 die Annäherung aufs Grün und holt sich aus 1,5 Metern prompt wie erhofft das anfängliche Birdie ab. Auch danach hält er die Spannung hoch, was mit Chip & Putt am Par 5 der 3 rasch im nächsten Erfolgserlebnis mündet. Erst auf den darauffolgenden Löchern geht er es dann ein wenig ruhiger an, bis er kurz vor dem Turn nach gelungener Attacke am Par 5 der 9 zum dritten Mal zuschlägt und sich so bereits unter die Top 10 arbeitet. Zunächst nimmt er den Schwung auch perfekt auf die hintere Platzhälfte mit, geht sich doch gleich auf der kurzen 10 trotz versandeter Attacke der nächste Schlaggewinn aus.
Wie aus dem Nichts brummt er sich dann aus acht Metern aber ein Dreiputtbogey auf und nimmt sich damit selbst völlig das Momentum. Zwei Löcher später erwischt es ihn dann nach weggehookter Attacke am Par 5 gleich ein weiteres Mal und da er darauf nicht mehr reagieren kann, bringt er am Ende zwar die immer noch sehenswerte 70 (-2) zum Recording, büßt damit jedoch sogar ein paar Ränge ein. Als 18. und bei weiterhin nur einem Schlag Rückstand auf Rang 10, lebt die Chance auf ein weiteres Topergebnis aber eindeutig nach wie vor.

