Stephan Jäger und Matti Schmid ebnen sich bei den Farmers Insurance Open zwar den Weg ins Wochenende, als geteilte 45. reißt das deutsche Duett jedoch auf die Top 10 bereits fünf Schläge Rückstand auf. Für Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller endet der PGA Tour Abstecher in Torrey Pines nach dem erfolgreichen Monday-Qualifier bereits am Freitag wieder.
Nach dem verpassten Cut bei der American Express in der Vorwoche, zeigte sich Stephan Jäger in San Diego zum Auftakt der Farmers Insurance Open in absoluter Birdielaune. Am Ende leuchtete am North Course von Torrey Pines sogar eine 65 (-7) auf, womit er es sich auf dem starken 5. Platz gemütlich machte und sogar mit nur drei Schlägen Rückstand auf Leader Justin Rose (ENG) in den zweiten Spieltag startet, wo nun der majorerprobte South Course auf ihn wartet. Auch Thomas Rosenmüller nimmt die schwierigere der beiden Wiesen nach der 70 (-2) am North Course aus dem erwarteten Cutbereich in Angriff. Jeremy Paul nach der 72 (Par) und Matti Schmid nach der 73 (+1) starten zwar nur hinter der erwarteten Cutmarke in den zweiten Spieltag, haben mit dem North Course nun aber die scorefreundlichere der beiden Wiesen vor der Brust.
Nach einer anfänglichen Parserie fletscht der South Course für Stephan Jäger ab der 14 so richtig die Zähne. Immer wieder ziehen die Bälle deutlich zu weit nach rechts, was in immer wieder in Schwierigkeiten bringt und sich in gleich drei Bogeys am Stück sehr unangenehm zu Buche schlägt. Immerhin kann er die schwarze Phase mit einem Par 5 Birdie auf der 18 nach starker Attacke recht sehenswert beenden und hält den Schaden so noch in Grenzen. So richtig mitnehmen kann er den Schwung vom roten Eintrag auf die vorderen Neun aber nicht, denn nach drei Pars, erwischt es ihn nach verzogenem Abschlag auf der 4 wieder, womit er sich erneut nur bei 3 über Par wiederfindet. Antwort weiß er darauf zwar keine mehr, da er jedoch auch weitere Fehler zu verhindern weiß, unterschreibt er schließlich die 75 (+3), die ihm dank der starken Auftaktrunde als 45. den Weg ins Wochenenede ebnet.
Ein versandeter Drive wird für Matti Schmid gleich auf der 1 mit einem anfänglichen Bogey ziemlich kostspielig, allerdings bessert er den Faux-pas schon auf der 2 wieder aus und gibt sich damit selbst sozusagen den benötigten Impuls. Schon zwei Löcher später drückt er sein Score am Par 5 der 5 erstmals unter Par und da sich auch auf der 7 ein Birdie ausgeht, kommt er schon bei 2 unter Par zum Turn, was ihn vorerst bis auf einen Schlag zur Cutlinie aufschließen lässt. Das Par 5 Doppel rund um den Turn lässt dann zwar nichts springen, mit Birdies auf der 11 und der 13 holt er sich dafür aber kurz danach die nächsten Birdies ab und da er schließlich auch noch aus dem Par 3 der 17 einen Schlag quetscht, unterschreibt er die durchwegs sehenswerte 67 (-5), die ihn trotz der 73 (+1) vom Donnerstag wie seinen Landsmann als 45. cutten lässt.
Endstation für Paul und Rosenmüller
Mit einem Dreiputt auf der 1 und einem verpassten Up & Down auf der 2 stolpert Jeremy Paul richtiggehend in den zweiten Spieltag und rasselt so schon früh weiter zurück. In Folge fängt er sich dann zwar und schnappt sich am Par 5 der 5 schließlich auch das erste Birdie, mehr will sich bis zum Turn aber nicht ausgehen. Auf den hinteren Neun geht es dann ziemlich munter hin und her, denn sowohl am Par 5 der 10, als auch am Par 3 der 12 schnappt er sich weitere Birdies, die er jedoch beide jedes Mal auch prompt wieder verspielt. Im Finish sammelt er dann zwar am Par 5 der 17 noch ein Erfolgserlebnis auf, die nächste 72 (Par) reicht fürs Wochenende jedoch nicht.
Mit einem Dreiputtbogey am Par 3 der 11 findet Thomas Rosenmüller nur ziemlich zäh am South Course ins Geschehen, allerdings hinterlässt der Faux-pas keine wirklichen Spuren, denn in Folge kann er sein Spiel rasch stabilisieren. Am Par 3 der 16 belohnt er sich dann aus drei Metern auch das erste Mal und kommt so zumindest bei Level Par zum Turn, was ihn bis auf einen Schlag an der Cutmarke dranbleiben lässt. Das ändert sich auf den Frontnine dann jedoch ziemlich drastisch, denn auf der vorderen Platzhälfte findet er nur noch am Par 3 der 3 ein weiteres Birdie, was angesichts vier Bogeys und einem Doppelbogey völlig untergeht. Am Ende des Tages verpasst er mit der 77 (+5) klar und deutlich den Sprung über die Linie.
Justin Rose packt am South Course eine fantastische 65 (-7) aus und erspielt sich bei gesamt 17 unter Par bereits einen vier Schläge großen Vorsprung auf Seamus Power (IRL) auf Rang 2. Brooks Koepka (USA) steigert sich bei seinem PGA Tour Comeback am Freitag am North Course zu einer 68 (-4) und stemmt damit als 58. noch "on the number" den Cut.

