Bay Hill fletscht im unangenehm Wind zum Auftakt gehörig die Zähne, was auch Stephan Jäger am eigenen Leib zu spüren bekommt, denn mit einer 78 (+6) geht der Start bei den Arnold Palmer Invitational gehörig daneben.
Dank zweier Top 10 Ergebnisse auf Hawaii und zuletzt in Mexiko festigte Stephan Jäger vorerst seine Position unter den Top 50 der Welt und reist so auch mit einem durchaus guten Gefühl nach Orlando zu den Arnold Palmer Invitational. Das Top-Turnier in Bay Hill zählt zu den auserlesenen Signature Events und spielt unter nur 72 Kontrahenten satte 20 Millionen Dollar Preisgeld aus. Klar, dass dabei auch die geballte Weltelite am Start steht, womit die Trauben für den einzigen Deutschen im Feld durchaus hoch hängen. Als Invitational wird nach zwei Runden trotz der geringen Spieleranzahl ein Cut gezogen, der nur die Top 50 und alle Spieler innerhalb von zehn Schlägen zur Spitze in Weekend cutten lässt.
Gleich zu Beginn muss der einzige Deutsche im Feld dann jedoch einen regelrechten Schock verdauen, denn den ersten Drive verliert er links im Gestrüpp und muss vom Tee sogar nachladen. Da dann selbst der vierte Schlag noch nicht aufs Grün will, startet er sogar nur mit einem Triplebogey und hängt sich so gleich zu Beginn einen richtig schweren Rucksack um. Immerhin steckt er den wilden Ritt ganz gut weg und findet in Folge rasch die notwendige Stabilität, wie recht souveräne Pars unterstreichen. Zwar verpasst er auf beiden Par 5 Bahnen der Frontnine die erhofften Birdies, dafür findet jedoch auf der 8 aus gut vier Metern der Putt den Weg ins Ziel und ermöglicht so den ersten Schlaggewinn.
Verpatzter Auftakt
Noch vor dem Turn brummt er sich dann jedoch nach leicht verzogener Annäherung auch den nächsten Schlagverlust auf und „gleicht“ das Erfolgserlebnis von zuvor so unfreiwillig sofort wieder aus. Auf den hinteren Neun wird es dann rasch noch unangenehmer, da er nach gewasserter Annäherung auf der 11 sogar in ein Doppelbogey schlittert. Danach grooved er sich zwar in einen recht rasch wieder in einen sichereren Rhythmus, muss sich aber bis zum Par 5 der 16 gedulden, ehe mit Chip & Putt das zweite Birdie des Tages auf die Scorecard wandert.
Sofort geht es aber wieder deutlich weiter retour, da am Par 3 danach der Teeshot im H2O verschwindet, womit die nächste Doublette nicht mehr zu verhindern ist. Am Ende steht er so lediglich mit der 78 (+6) wieder beim Recording und reiht sich damit nur auf Rang 58 ein. Am Freitag muss er somit bereits zumindest zu einer kleinen Aufholjagd blasen um nicht bereits am Cut zu scheitern. Immerhin hat er den kleinen Bonus einer früheren Startzeit. Wyndham Clark (USA) erwischt mit der 67 (-5) den besten Start.
