Deutschlands PGA Tour Trio sorgt zum Auftakt der RBC Canadian Open nur für wenige Glanzlichter. Immerhin bringt sich Jeremy Paul im TPC Toronto recht souverän auf Kurs in Richtung Wochenende.
Zwar war der erste Auftritt bei einem Signature Event für Matti Schmid in der Vorwoche beim Memorial nach zwei Runden auch schon wieder vorbei, dies soll jedoch nicht über die starke Form hinwegtäuschen, denn mit dem Superturnier davor in Fort Worth, wo er sich nur Ben Griffin (USA) geschlagen geben musste, qualifizierte er sich überhaupt erst für das Memorial in Ohio. Bei den RBC Canadian Open sollte man den 27-jährigen somit wohl durchaus für einen weiteren starken Auftritt auf dem Zettel haben.
Für Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller stellt sich die Ausgangslage gänzlich anders dar, denn die beiden Rookies benötigen dringend FedEx-Cup Punkte im Kampf um die Tourcard. Eine Woche vor den US Open ist das Starterfeld nicht allzu stark besetzt, womit die Chancen auf wichtige Zähler wohl durchaus etwas steigen.
Nach konzentriertem Beginn legt Jeremy Paul am Par 3 der 14 den Tee Shot bis auf einen Meter zur Fahne und lässt sich die Birdiechance nicht mehr vom Putter nehmen. So richtig lange währt die Freude darüber jedoch nicht, denn auf der 17 wird ihm ein verzogener Abschlag zum Verhängnis. Gut, dass sich am darauffolgenden Par 5 die Attacke knapp neben dem Grün einbremst, von wo aus das nächste Birdie kein Problem mehr darstellt.
Direkt nach dem Turn hat er auch am Par 5 der 1 kein Problem mit den nächsten starken Schlägen das Birdie einzutüten und da sich nach hervorragender Annäherung auch auf der 3 ein roter Eintrag ausgeht, schraubt er sein Tagesergebnis sogar bereits auf 3 unter Par. Lange Zeit verwaltet er den sehenswerten Zwischenstand dann gekonnt, ehe er sich am Schlussloch nach verzogenem Drive doch noch ein zweites Bogey einfängt. Am Ende unterschreibt er so die 68 (-2) und startet als 43. klar auf dem richtigen Kurs in den Freitag.
Schmid und Rosenmüller nur hinter der Cutlinie
Relativ nass präsentiert sich der TPC Toronto auch am Nachmittag, womit Matti Schmid zwar keine wirklich groben Probleme hat, allerdings kommt der Regensburger auf den Frontnine auch nicht wirklich ins Laufen. Par um Par verewigt er auf der Scorecard, was ihn nach den ersten neun gespielten Löchern noch auf den ersten Farbklecks warten lässt.
Erst am Par 3 der 11 findet die Parserie dann ihr Ende, da aus vier Metern der Putter erstmals heiß läuft und so das erste Birdie springen lässt. Durchstarten lässt Matti dies nicht, denn in Folge wandern die nächsten Pars auf die Habenseite. Bis der Drive auf der 17 zu weit nach rechts zieht und ihm so schließlich den Ausgleich aufbrummt. Da sich am abschließenden Par 5 kein Birdie mehr ausgeht, muss er sich mit der 70 (Par) anfreunden, was ihn am Freitag vom 96. Platz aus bereits zu einer Aufholjagd zwingt um das Wochenende noch erreichen zu können.
Als einziger des deutschen Trios ist Thomas Rosenmüller zum Auftakt am Vormittag unterwegs und muss gleich auf der 10 nach Ungenauigkeiten ein wenig zaubern um sich noch zum Par retten zu können. Danach wirkt sein Spiel zwar stabiler, auf der 13 macht er sich nach verfehltem Grün mit einem Dreiputt das Leben aber richtig schwer und marschiert nur mit einem Doppelbogey zur nächsten Teebox. Auf der 15 kann er dann aus fünf Metern aber auch einen ersten Konter setzen und da sich am Par 5 der 18 noch ein roter Eintrag ausgeht, kommt er immerhin bei Level Par zum Turn.
Auch die nächste lange Bahn hat er im regnerischen Wetter mit sehenswerter Attacke gut im Griff, allerdings verspielt er den Sprung unter Par auch prompt danach nach eingebunkertem Drive wieder. Der Fehler bringt ihn aber nicht großartig aus der Ruhe, denn auf der 5 drückt er sein Score abermals in den roten Bereich, muss sich schließlich nach einem Dreiputtbogey auf der 8 aber zum Auftakt wie sein Landsmann mit einer 70 (Par) anfreunden.
Thorbjorn Olesen (DEN) und Cristobal Del Solar (CHI) teilen sich nach 61er (-9) Runden die Führungsrolle.
