Perfekt entschlüsselt

Jeremy Paul entschlüsselt Vidanta Vallarta hervorragend und stürmt bei den Mexico Open mit einer 64 (-7) bis in die geteilte Führung. Auch Stephan Jäger hat das Par 71 Gelände in Vallarta bestens im Griff und übernachtet nach der 66 (-5) als 9. in den Top 10.

Sozusagen in voller Mannschaftsstärke steht Deutschlands PGA Tour Quartett in Mexiko in den Teeboxen. Vor allem für die Aufsteiger Thomas Rosenmüller und Jeremy Paul ergibt sich so eine weitere gute Gelegenheit auf wichtige Punkte, die die beiden auch tunlichst nützen sollten, werden mit Fortdauer der Saison die Startchancen doch einigermaßen schwinden. Auch Matti Schmid wusste heuer noch nicht zu überzeugen und konnte lediglich ein einziges Mal bisher im FedEx-Cup anschreiben.

Selbst für Deutschlands etabliertesten PGA Tour Spieler verlief das bisherige Jahr noch nicht so wirklich nach Wunsch. Zwar startete Stephan Jäger mit einem 3. Platz auf Hawaii sehr stark in die Saison, zuletzt stotterte der Motor jedoch etwas, was ihn auch im World Ranking wieder bis auf Rang 50 abrutschen ließ. Starke Ergebnisse wären somit zwingend notwendig um sich im elitären Weltranglistenclub halten zu können.

Jeremy PaulNach drei anfänglichen Pars drückt Jeremy Paul gehörig aufs Tempo und holt sich mit lasergenauen Eisen auf der 4 und dem darauffolgenden Par 3 die ersten Birdies ab. Die zwei Erfolgserlebnisse bringen den 30-jährigen richtiggehend auf Touren, denn nach einem weiteren Schlaggewinn am Par 5 der 6, lässt er am drivebaren Par 4 der 7 sogar den Adler landen und kann so ein darauffolgendes erstes Bogey durchaus verkraften.

Den kleinen Schnitzer steckt er auch ohne jegliche Probleme weg und stopft nach hervorragender Attacke aus vier Metern am Par 5 der 12 sogar zum zweiten Eagle des Tages. Da sich dann auch der 16 noch ein weiteres Erfolgserlebnis ausgeht, stürmt Jeremy endgültig mit der 64 (-7) sogar bis in die geteilte Führung nach vor.

Jäger in den Top 10

Sofort auf der 1 schnappt sich Stephan Jäger nach starker Annäherung aus dem Roug das erste Birdie und findet so perfekt ins Geschehen. Zwar hängt ihm die 4 nach verpasstem Up & Down den Ausgleich um, dieser lockt den Bayer aber regelrecht aus der Reserve, denn von der 5 weg knallt er gleich fünf Birdies in Folge aufs Tableau und zieht so schon zur Halbzeit der Runde in Windeseile weit nach vor.

Stephan JägerNach dem Turn geht es auf der 11 in ähnlicher Tonart weiter, ehe der unglaubliche Schwung doch etwas abebbt. Das macht sich schließlich am Par 3 der 13 nach etwas zu kurzem Tee Shot auch im zweiten Fehler bemerkbar. Diesen bessert er zwar schon auf der 15 wieder aus, im Finish erwischt es ihn nach verzogenem Drive am Par 5 der 18 jedoch noch ein weiteres Mal. Am Ende geht sich aber die hervorragende 66 (-5) aus, womit er es sich als 9. in den Top 10 gemütlich macht.

Schmid knapp hinter der erwarteten Cutmarke

Mit einem verpassten Up & Down stolpert Matti Schmid mit einer der ersten Startzeiten mehr schlecht als recht ins Turnier. In Folge kann er sein Spiel zwar zusehends stabilisieren, so richtig ins Rollen will er auf den ersten Löchern jedoch noch nicht kommen. Erst die 14 – das zweite Par 5 seiner Runde – entwickelt sich dann dank gelungener Attacke als gewinnbringend und da sich kurz vor dem Turn auch am Par 5 der 18 das Birdie ausgeht, drückt er sein Score sogar noch auf den Backnine in den roten Bereich.

Matti SchmidSchon auf der 11 drückt er sein Tagesergebnis dann noch weiter und zeigt auch danach durchwegs sehenswertes Golf, wofür er sich kurz vor Ende der Runde auf der 8 mit einem Fünfmeterputt ein weiteres Mal belohnt. Das Par 3 Schlussloch sorgt dann jedoch noch für einen herben Dämpfer, denn nach gewassertem Tee Shot geht sich lediglich ein Doppelbogey aus, weshalb er sich schließlich mit der nur leicht geröteten 70 (-1) anfreunden muss. Als 71. muss er so am Freitag bereits ein wenig zulegen um das Wochenende noch erreichen zu können.

Auch Rosenmüller noch mit intakten Chancen

Nach knapp verfehltem Grün hängt zwar schon die 2 Thomas Rosenmüller das erste Bogey um, sofort gleicht er sein Score dank einer starken Annäherung aber wieder aus. Lange muss er sich danach nicht in Geduld üben, denn schon am Par 3 der 5 wandert nach gefühlvollem Putt der nächste rote Eintrag auf die Habenseite und da er danach nichts weiter anbrennen lässt, kommt er immerhin knapp unter Par zur 10.

Das ändert sich dann jedoch gleich zu Beginn der Backnine und da sich nach vergeblicher Birdiesuche auf der 16 noch ein Fehler einschleicht, rutscht er sogar über Par zurück. Immerhin geht sich am Par 5 Schlussloch aus rund drei Metern noch ein Birdie aus, was ihm zumindest noch die 71 (Par) rettet und ihn als 88. noch in Schlagdistanz zur gezogenen Linie hält.

Leaderboard Mexico Open

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