Noch mit Handbremse

Deutschlands Vertreter agieren zum Auftakt der Houston Open noch einigermaßen mit angezogener Handbremse, denn Matti Schmid ist im Memorial Park GC nach den ersten 18 Löchern mit der 69 (-1) noch der Beste in schwarz-rot-gold. Titelverteidiger Stephan Jäger, Thomas Rosenmüller und Jeremy Paul rangieren derzeit knapp dahinter bei Even Par.

Zum ersten Mal in seiner Karriere kommt Stephan Jäger als Titelverteidiger zu einem PGA Tour Event. Im vergangenen Jahr war der Bayer in Houston nicht zu biegen und wies als einer der wenigen sogar Seriensieger und Nummer 1 der Welt Scottie Scheffler (USA) in dessen Heimat Texas in die Schranken. Mit Triumph ebnete er sich damals auch den Weg zu allen hochdotierten Signature Events der Tour und setzte sich darüber hinaus in den Top 50 der Welt fest. Heuer lief es zwar noch nicht so ganz nach Plan, mit zwei Top 6 Ergebnissen konnte er aber durchaus bereits punkten und kehrt verständlicherweise mit einem richtig guten Gefühl an die Stätte des Sieges im Vorjahr zurück.

Jäger hat jedoch auch zahlreiche heimische „Unterstützung“ mit dabei, denn neben dem Bayern teen auch Matti Schmid, Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller im Memorial Park GC auf, wobei Paul vergangene Woche in Tampa sogar drei Runden lang ganz vorne mitspielte, ehe am Finaltag nicht mehr viel zusammenlaufen wollte. Topergebnisse würden jedoch allen drei Vertretern richtig gut tun, denn bislang war die Ausbeute in dieser Saison noch durchwegs überschaubar. Zwei Wochen vor dem Masters ist das Turnier auch durchaus namhaft besetzt, denn neben Scottie Scheffler wird es die deutsche Brigade unter anderem auch mit Players Champion Rory McIlroy (NIR) zu tun bekommen.

Schmid kämpft sich unter Par

Gleich zu Beginn hat Matti Schmid bei nassen Verhältnissen den Putter bestens auf Temperatur und holt sich schon auf der 10 aus knapp sieben Metern ein anfängliches Birdie ab. Auch danach hat der 27-jährige alles soweit im Griff, lässt mit Pars nichts anbrennen und holt sich nach einem messerscharfen Eisen auf der 13 das nächste Birdie ab. Lange muss er sich danach nicht in Geduld üben, ehe am Par 3 der 15 auch aus 2,5 Metern der Birdieputt fällt, womit er sogar bereits die Top 10 knackt.

Erst ein Wasserball bremst ihn dann auf der 17 in Form des ersten Bogeys etwas aus. Das kostet auch sichtlich den Rhythmus, denn nach dem Turn schleichen sich gleich die nächsten Fehler ein und selbst ein darauffolgendes Birdie torpediert er sich nach etlichen Problemen im langen Spiel und einem daraus resultierenden Doppelbogey heftig. Immerhin findet er auf den verbleibenden Löchern im Finish noch zwei Birdies und bringt so die 69 (-1) in trockene Tücher, die ihn recht komfortabel als 36. die Segel auf Cutkurs setzen lässt.

Titelverteidiger noch zurückhaltend

Mit den durchwegs nassen Verhältnissen kommt Stephan Jäger auf den Frontnine durchwegs ganz gut zurecht, geizt jedoch bei über weite Strecken sehr solidem Spiel noch mit Birdies. Lediglich das Par 5 der 3 spuckt nach starker Attacke einen roten Eintrag aus, was ihn, dank generelle fehlerfreier Performance, allerdings immerhin unter Par zum Turn kommen lässt.

Stephan JägerDas Bild ändert sich vorerst auch auf den hinteren neun Löchern nicht, denn weiterhin spult der Titelverteidiger über weiteste Strecken sichere Pars ab. Erst auf der 14 kommt dann wieder Farbe ins Spiel, nach verzogenem Drive und unglücklichem Kurzspiel mit einem Doppelbogey jedoch die eindeutig falsche. Am Par 5 der 16 rückt er sein Score dann zwar wieder gerade, mit der 70 (Par) bringt er sich aber gerade mal so auf Kurs in Richtung Wochenende und hat mit den Spitzenrängen als 57. noch rein gar nichts zu tun.

Letzten Schläge aufgehoben

Nachdem er sich auf den ersten beiden Löchern noch zu Pars scramblen kann, erwischt es Thomas Rosenmüller auf der 12 nach Problemen im Kurzspiel sogar mit einem Doppelbogey. Der Aufsteiger hat zwar mit einem darauffolgenden Birdie im Regen prompt die passende Antwort parat, mehr will sich vor dem Turn jedoch nicht ausgehen. Am Par 5 der 3 dreht er sein Score dann wieder auf Anfang, rutscht kurz danach auf der 6 jedoch abermals über Par ab. Wieder kann er auf der letzten langen Bahn seiner Runde die passende Antwort geben, hebt sich am Par 3 der 9 bei bereits diffusen Lichtverhältnissen den Fünfmeterputt zum Birdie jedoch für den Freitag auf und übernachtet so mit dem Zwischenstand von Par nach 17.

Jeremy PaulZwar beginnt der erste Arbeitstag für Jeremy Paul mit einem frühen Par 5 Birdie auf der 3 durchwegs angenehm, sofort tritt sich der 31-jährige jedoch auch das erste Bogey ein. Das Gesehene wiederholt sich schließlich kurz vor dem Turn ein weiteres Mal, denn wieder nimmt er von der langen Bahn das Birdie mit, nur um sich sofort danach erneut bei Level Par wiederzufinden. Auf den Backnine spult er schließlich Pars ab, bis er auf der 17 den Teeshot wassert. Danach packt er vorerst auch seine Sachen und hebt sich die letzten Schläge von Runde 1 für den Freitag auf, was ihn wie seine Landsmänner vorerst bei Even Par einreiht.

Gleich vier Spieler teilen sich nach 65er (-5) Runden die Führungsrolle.

Leaderboard Houston Open

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