Matti Schmid startet zwar bei der Sanderson Farms Championship wie aus der Pistole geschossen in den Finaltag, macht sich in Folge aber vor allem nach dem Turn auf den Par 5 Löchern das Leben selbst ziemlich schwer. Auch Thomas Rosenmüller und Co spielen zwar solide Finalrunden, verpassen aber im CC of Jackson die erhofften Vorstöße.
Nach Runden von 69 (-3) und 67 (-5) Schlägen an den ersten beiden Spieltagen, blieb Matti Schmid den 60ern auch am Moving Day weiter treu und brachte sich mit einer 68 (-4) in eine starke Ausgangslage. Als 11. würde dem 27-jährigen vor den letzten 18 Löchern nur ein einziger Schlag auf ein Topergebnis fehlen, womit er gleich nach der wochenlangen Spielpause hervorragend anschreiben würde.
Auch Thomas Rosenmüller setzte am Samstag den Blinker auf die Überholspur. Zwar fehlen ihm aus dem Mittelfeld bereits fünf Schläge auf die besten 10, mit einer starken Finalrunde würde er aber immens wichtige Punkte im Kampf ums Spielrecht einfahren. Stephan Jäger und Jeremy Paul hoffen nach dem eher zähen dritten Spieltag noch auf einen starken Sonntag.
Wie aus der Pistole geschossen legt Matti Schmid mit zwei anfänglichen Birdies los und stellt sein Tagesergebnis schon am Par 5 der 5 nach Chip & Putt auf 3 unter Par, womit er sich bis ins absolute Spitzenfeld nach vorne spielt. Kurz bekommt die starke Phase dann mit einem Dreiputtbogey am Par 3 der 7 eine kleine Delle, noch vor dem Turn kann er den Fehler auf der 9 aber wieder ausbessern.
Auf den Backnine geht der gewinnbringende Schwung dann jedoch ziemlich verloren, denn ausgerechnet die Par 5 entpuppen sich für Matti als Stolperstein, da er auf der 11 wassert und auf der 14 die Attacke wild verzieht. Das Turnier beendet er zwar stilecht mit gleich zwei Birdies und bringt so noch die 70 (-2) zum Recording, die Top 10 kann er als 14. damit jedoch nicht mehr knacken.
Solide aber ohne großen Boost
Thomas Rosenmüller
benötigt zunächst ein wenig Zeit um richtig ins Rollen zu kommen. Mit Chip & Putt holt er sich dann aber am Par 5 der 5 das erste Birdie ab und etabliert damit einen sehenswerten Rhythmus. Noch am Par 3 der 7, mit einem wahren Monsterputt, und auf der 9, nach starker Annäherung, gehen sich die nächsten Birdies aus, womit er sich immer näher an die Top 10 herantastet.
Das Par 3 der 10 hängt ihm dann zwar mit einem verzogenen Tee Shot das erste Bogey um, bereits auf der 12 stellt er aus acht Metern den alten Zwischenstand aber wieder her und legt am Par 5 der 14 danach noch ein weiteres Birdie nach. Im Finish fängt er sich dann auf der 17 jedoch noch ein Dreiputtbogey ein, weshalb er sich am Ende mit der 69 (-3) zufrieden zeigen muss, die „nur“Rang 29 zulässt.
Jäger tritt auf der Stelle
Mit einem starken Eisen und einem daraus resultierenden Birdie beginnt der Finaltag für Stephan Jäger zwar absolut nach Maß, allerdings kann der ehemalige Houston Champion daran nicht anknüpfen und findet sich nach einem Bogeydoppelpack auf der 7 und der 8 sogar plötzlich nur noch im Plusbereich wieder.
Der Bayer sammelt sich am Weg auf die Backnine jedoch wieder und gleicht bereits am Par 5 der 11 mit Pitch & Putt sein Score wieder aus. Zwar lässt die nächste lange Bahn danach nichts springen, am kurzen Par 4 der 15 pitcht er aber sehenswert über den Grünbunker und lässt sich so das nächste Birdie nicht nehmen. Stilecht locht er dann auch noch auf der 18 und bringt so immerhin noch eine 70 (-2) in trockene Tücher, womit er als 44. seine Position in etwa hält.
Paul mit Mini-Sprung im Klassement
Jeremy Paul
kommt auch am Sonntag nicht mehr ins Rollen. Zwar bessert er ein anfängliches Bogey noch prompt wieder aus, nach zwei weiteren Fehlern kommt er aber nur deutlich über Par zum letzten Mal auf die Backnine.
Dort sammelt er sich dann aber noch einmal und gleicht sein Score mit Birdies am Par 5 der 11 und dem Par 3 der 13 nicht nur aus, sondern drückt die Runde mit weiterem Par 5 Erfolgserlebnis auf der 14 sogar in den roten Bereich. Da er dann auch auf der 17 noch gewinnbringend anschreibt, steht er am Ende immerhin mit der 70 (-2) beim Recording, womit er als 48. jedoch nur minimal Ränge gutmachen kann.
Steven Fisk (USA) krallt sich nachder 64 (-8) und bei gesamt 24 unter Par den Sieg.
