Weder Matti Schmid noch Stephan Jäger können zum Auftakt der FedEx St. Jude Championship im TPC Southwind überzeugen, womit die Top 50 und der damit verbundene Aufstieg in das zweite Playoff Turnier in weite Ferne rücken.
Dank Stephan Jäger und Matti Schmid ist Deutschland bei den diesjährigen PGA Tour Playoffs gleich doppelt vertreten. Vor allem Schmid machte die Qualifikation richtig spannend, denn erst mit nervenstarken Birdies auf den letzten Löchern der Wyndham Championship sicherte er sich noch den 70. und letzten Platz um auch in Memphis noch abschlagen zu dürfen. Mit dem moralischen Boost hofft Matti nun auf ein starkes Ergebnis um auch kommende Woche mit den Top 50 noch auf Birdiejagd gehen zu dürfen. Stephan Jäger kämpfte zuletzt mit seiner Form und hofft im TPC Sawgrass wieder seine altbekannten Stärken ausspielen zu können.
Nachdem Rory McIlroy (NIR) seine Teilnahme abgesagt hat, muss Matti Schmid alleine als erster auf die Runde und hängt sich nach versandetem Drive gleich auf der 1 ein anfängliches Bogey um. Den Fehler steckt er aber hervorragend weg, denn am Par 5 der 3 knallt er die Attacke bis auf knapp 2 Meter zur Fahne und lässt prompt sogar den Adler landen. Das heizt sein Spiel sichtlich voll an, denn direkt danach zwitschert aus ganz ähnlicher Distanz sofort das nächste Vögelchen von der Scorecard. Nachdem er sich danach jedoch nach verzogenem Eisen sogar ein Doppelbogey einfängt, rutscht er mit einem ziemlich wilden Hin und Her auch sofort wieder auf Level Par zurück.
Richtig wild wird es jedoch danach, denn nach weggeslicetem Drive muss er sogar nachladen und da auch der nächste Abschlag nach rechts zieht, geht sich sogar lediglich ein Triplebogey aus, was gehörig an Boden kostet. Nach weiteren Ungenauigkeiten leuchtet auf der 9 der nächste Fehler auf, was ihn sogar nur bei 4 über Par auf die Backnine abbiegen lässt. Am Weg zur 10 scheint er vorerst etwas den Reset-Button gefunden zu haben, denn nach zwei recht sicheren Pars, holt er sich auf der 12 aus drei Metern das nächste Birdie ab.
Danach hat er alles richtig fest im Griff und knallt kurz vor Schluss am Par 5 der 16 sogar die nächste Grünattacke perfekt aufs Kurzgemähte. Aus drei Metern verweigert der nächste Eagle aber die Landung, das Birdie stellt so am Ende jedoch nur noch Formsache dar. Zum Abschluss rollt dann auch aus 6,5 Metern noch der Birdieputt ins Ziel, womit er trotz der wilden Fehler auf den Frontnine immerhin noch eine 71 (+1) und Rang 48 ins Ziel bringt.
Jäger nur mit der 72
Gleich auf der 1 hat Stephan Jäger seinen Putter perfekt auf Temperatur und holt sich aus acht Metern prompt sehenswert ein anfängliches Birdie ab. Nachlegen kann er vorerst zwar nicht, hat jedoch über weite Strecken alles soweit im Griff und lässt mit Pars nichts anbrennen. Erst nach dem Turn kommt dann wieder Farbe aufs Tableau, nachdem er aus dem Rough die Annäherung nicht am Grün unterbringt, jedoch in Form des scoretechnischen Ausgleichs nicht die erhoffte.
Zu allem Überfluss streikt dann noch dazu der 14. Schläger und brummt ihm aus nicht einmal sechs Metern auf der 12 mit einem Dreiputt ein mehr als vermeidbares weiteres Bogey auf. Mit einem gelochten Birdieputt aus sechs Metern rehabilitiert er sich danach aber nicht nur für den Driller, sondern gleicht auch sein Score sofort wieder aus. Die Freude währt aber nur kurz, denn nach einem gewasserten Tee Shot schlittert er am Par 3 der 14 sogar in ein Doppelbogey.
Immerhin kann er direkt danach aus 3,5 Metern auch rasch etwas gegensteuern. Nach einem verzogenen Drive beendet er den Erstrundenauftritt aber lediglich mit einem Bogey und der 72 (+2), womit er sich nur auf Rang 57 einreiht. Akshay Bhatia (USA) zeigt mit einer 62 (-8) was am Donnerstag möglich gewesen wäre.
