Mit Thomas Rosenmüller, Matti Schmid und Jeremy Paul scheitern bei den Valero Texas Open alle drei deutschen Vertreter am Cut, womit das Trio im TPC San Antonio auch dringend benötigte Punkte liegenlässt. Vor allem für die Aufsteiger Rosenmüller und Paul fällt dies angesichts des anstehenden „Reshuffles“ ziemlich unangenehm ins Gewicht.
Anders als etwa bei Ludvig Aberg (SWE) oder Jordan Spieth (USA), geht es für Matti Schmid, Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller in San Antonio zwar nicht darum sich fürs Masters einzuschwingen, das texanische PGA Tour Event hat aber dennoch eine besondere Bedeutung für das deutsche Trio. Zum einen geht es für Paul und Rosenmüller darum sich beim kommenden „Reshuffle“ in eine gute Position zu bringen, denn je weiter vorne sich die beiden in ihrer Tourkartenkategorie befinden, so leichter werden sie in den kommenden Monaten zu Startchancen kommen. Paul liegt dabei als 9. sogar recht ansehnlich im Rennen, während Rosenmüller als 26. ein Topergebnis mehr als nur gut gebrauchen könnte.
Diese „Reshuffle-Sorgen“ teilt Matti Schmid zwar nicht, da er ohnehin mit vollem Spielrecht ausgestattet ist, allerdings liegt der 27-jährige als derzeit 92. im FedEx-Cup Ranking alles andere als sicher auf Tourkartenkurs. Nur noch die Top 100 halten die volle Kategorie, weshalb definitiv noch einiges an Arbeit auf Matti wartet. Nach der Auftaktrunde sieht es aus deutscher Sicht jedoch alles andere als rosig aus. Schmid war mit einer 73 (+1) noch der Beste in schwarz-rot-gold und selbst er weist als 90. bereits unangenehmen Rückstand auf die erwartete Cutmarke auf. Paul mit der 74 (+2) und Rosenmüller mit der 76 (+4) haben sogar noch mehr Aufholbedarf.
Ein Schlag zu viel
Ganz souverän beginnt Thomas Rosenmüller den zweiten Spieltag, kommt mit Pars der gezogenen Linie jedoch nicht näher. Erst auf der 15 kommt dann erstmals Farbe aufs Tableau, zum Leidwesen des Rookies mit einem Dreiputtbogey jedoch die eindeutig falsche. Zwar gleicht er schon auf der 17 aus drei Metern sein Score wieder aus, mehr will auf den Frontnine jedoch nicht gelingen, womit die Cutlinie auch weiterhin unangenehm weit weg liegt.
Immerhin holt er sich am Par 5 der 11 mit Chip & Putt das nächste Birdie ab, drückt sein Score so erstmals am Freitag unter Par und arbeitet sich so zumindest ein wenig weiter an die gezogene Linie heran. Das scheint sein Spiel auch richtig in Schwung zu bringen, denn auf der 4 rollt er aus rund sechs Metern den nächsten Birdieputt ins Ziel und da sich auch auf der 6 nach hervorragender Annäherung ein Birdie ausgeht, pirscht er sich immer näher an die Cutlinie heran.
Den sehenswerten Rhythmus hält er auch danach weiterhin bei, wie das nächste Erfolgserlebnis trotz verzogener Attacke am Par 5 der 8 beweist. Schlussendlich unterschreibt er dank der bärenstarken zweiten Platzhälfte zwar sogar die 68 (-4) und dreht damit auch sein Gesamtscore wieder auf Level Par zurück, am Ende des Tages ist dies jedoch fürs Wochenende knapp um einen Schlag zu viel.
Deutlich gescheitert
Ohne grobe Probleme startet Matti Schmid am Nachmittag in den zweiten Spieltag und bleibt dank starker Attacke mit einem Par 5 Birdie auf der 14 weiterhin voll an der Cutlinie dran. Zwar schleicht sich postwendend auf der 15 nach weggeslicetem Drive auch der erste Schlagverlust ein, noch vor dem Turn holt er sich jedoch, trotz eines wilden Ritts von Tee bis Grün, auch auf der zweiten langen Bahn ein Birdie ab und biegt so immerhin im zartrosa Bereich zur 1 ab.
Ohne Not bunkert er sich dort dann nach starkem Drive neben dem Grün ein, kann sich nicht mehr zum Par scramblen und läutet damit auch sozusagen den Anfang vom Ende ein. Mit wildem Kurzspiel kann er auch am Par 5 danach das Bogey nicht verhindern und da sich auch am Par 3 der 3 nur eine 4 ausgeht, ist er im Hinblick auf den Wochenendeinzug endgültig auf verlorenem Posten unterwegs. Ein Triplebogey auf der 5 und ein weiterer Fehler auf der 6 fallen somit kaum mehr wirklich großartig ins Gewicht. Immerhin geht sich im Finish am Par 5 der 8 dann auch noch ein kleines Erfolgserlebnis aus, mit der 77 (+5) verpasst er den Cut aber klar und deutlich.
Mit einem verpassten Up & Down auf der 11 erschwert sich Jeremy Paul nahezu von Beginn an die benötigte Aufholjagd noch zusätzlich. Immerhin putter am Par 3 der 13 von deutlich außerhalb des Grüns sehenswert ein und gleicht sein Score so rasch wieder aus. Lange hält er sich jedoch nicht bei Level Par, denn gleich zwei Ausflüge in die Bunker münden auf der 15 sogar in einem Doppelbogey, was die Cutlinie in immer weitere Ferne rücken lässt.
Nachdem er darauf keine Antwort geben kann und sich kurz vor dem Turn nach verzogenem Drive und zusätzlichesm Wasserball am Par 5 der 9 gleich noch eine Doublette einfängt, scheint ein freies Wochenende wohl kaum mehr abzuwenden zu sein. Zwar stabilisiert er auf den Frontnine sein Spiel wieder, auf ein Birdie folgen aber noch zwei weitere Bogeys, womit der Missed Cut mit der 77 (+5) endgültig in Stein gemeißelt ist.
Brian Harman (USA) startet nach gleich zwei 66er (-6) Runden und bei gesamt 12 unter Par mit satten acht Schlägen Vorsprung auf Landsmann Keith Mitchell ins Wochenende.
