Sowohl Matti Schmid, als auch Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller agieren zum Auftakt der Valero Texas Open zu fehleranfällig und müssen am Freitag im TPC San Antonio zulegen um nicht bereits am Cut zu scheitern.
Bei Matti Schmid, Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller stehen die Valero Texas Open zwar nicht im Zeichen der Generalprobe fürs anstehende Masters in Augusta, dafür aber geht es vor allem für die beiden Aufsteiger Paul und Rosenmüller um wichtige Punkte im FedEx-Cup. Beim kommenden „Reshuffle“ der Tour entscheidet sich wie gut die Chancen auf weitere Startmöglichkeiten der beiden Rookies wirklich stehen. Paul hat dabei die klar besseren Karten, denn nach zuletzt recht sehenswerten Resultaten rangiert der 31-jährige derzeit auf Rang 9 in seiner Kategorie. Rosenmüller hingegen hat als 26. eine deutlich schwierigere Aufgabe, weshalb ein Topergebnis in San Antonio eindeutig enorm weiterhelfen würde.
Matti Schmid teilt die Sorgen der beiden Rookies zwar nicht, da der 27-jährige ohnehin mit voller Kategorie unterwegs ist, so richtig ins Rollen kam Matti bislang jedoch noch nicht. In der Jahreswertung wird er sogar lediglich auf Platz 92 geführt, womit er alles andere als stressfrei auf Tourkartenkurs liegt. Nur noch die besten 100 im FedEx-Cup halten in diesem Jahr das volle Spielrecht, weshalb zählbare Ergebnisse auch bei Matti nicht nur am Preisgeldkonto, sondern auch im Hinblick auf die Tourcard enorm guttun würden. Die Valero Texas Open gastieren zum 15. Mal in Folge im TPC San Antonio, wobei Akshay Bhatia (USA) das Turnier als Titelverteidiger in Angriff nimmt. Ludvig Aberg (SWE) spielt sich genauso für das Masters ein, wie der texanische Local Hero Jordan Spieth.
Hinter der Cutlinie
Wie erhofft holt sich Matti Schmid gleich vom Par 5 der 2 mit Chip & Putt am Vormittag ein frühes Birdie ab und legt prompt am darauffolgenden Par 3 nach sehenswertem Tee Shot aus 2,5 Metern weiter nach. Auch danach hat er alles vollkommen im Griff, lässt mit Pars nichts anbrennen und darf dank starker Attacke auch am zweiten Par 5 kurz vor dem Turn wieder jubeln. Nach den starken Frontnine muss er so lediglich Chan Kim (USA) noch knapp um einen Schlag den Vortritt lassen.
Nach verzogenem Drive bringt er jedoch zu Beginn der hinteren Platzhälfte auf der 10 die Annäherung nicht am Grün unter und kann in Folge mit einem verpassten Up & Down das Par nicht mehr auf die Scorecard kratzen. Vorerst hinterlässt der Fehler zwar keine Spuren, Konter kann er jedoch keinen setzen. Im Finish wird es dann aber noch richtig unangenehm, denn nach eingebunkertem Drive und Problemen im Kurzspiel muss er zunächst auf der 17 ein Doppelbogey und nach wild weggeballertem Abschlag am Par 5 der 18 noch ein Bogey einstecken. Mit dem rabenschwarzen Schlussakkord geht sich sogar lediglich eine 73 (+1) aus, womit er sich als 90. nur hinter der erwarteten Cutmarke einreiht.
Deutlich zu fehleranfällig
Am Nachmittag verpasst Jeremy Paul zwar das erhoffte schnelle Par 5 Birdie auf der 2, holt den roten Eintrag jedoch nach einem messerscharfen Eisen und einem souveränen 1,5 Meter Putt bereits auf der 4 nach und drückt sein Score so erstmals in den roten Bereich. Richtig lange kann er sich dort jedoch vorerst nicht halten, da er sich nach verfehltem Grün am Par 3 der 7 nicht mehr zum Par scramblen kann. Auf der 12 knackt er dann zwar aus zwei Metern wieder den Minusbereich, sofort tritt er sich am darauffolgenden Par 3 aber auch das nächste Bogey ein und steht nach weiteren Fehlern auf der 15 und der 17 am Ende sogar nur mit der 74 (+2) und Rang 103 wieder beim Recording.
Ganz souverän startet Thomas Rosenmüller mit später Startzeit ins Turnier, denn mit anfänglichen Pars macht der 28-jährige in der frühen Phase der Runde nichts verkehrt. Das ändert sich dann jedoch ab der 5 drastisch, denn der solide Rhythmus geht mit dem ersten Bogey vollkommen verloren, was sich bis zum Par 3 der 13 in gleich noch vier weiteren Fehlern niederschlägt. Erst das Par 5 der 14 verhindert noch einen komplett birdielosen ersten Spieltag, mit der 76 (+4) ist der Cut vom 130. Platz aus aber in weiter Ferne. Was am Donnerstag möglich gewesen wäre zeigt Sam Ryder, denn der US-Amerikaner knallt eine 63 (-9) aufs Tableau und diktiert damit das Tempo.
