Stephan Jäger legt bei der Valspar Championship mit einer 67 (-4) einen hervorragenden Auftakt hin. Auch Jeremy Paul präsentiert sich am Copperhead Course von seiner besten Seite.
Zwar zählt der TPC Sawgrass nicht unbedingt zu Stephan Jägers Lieblingswiesen, dennoch konnte er beim Players in der Vorwoche ein Top 20 Ergebnis notieren, womit klar ist, dass der Bayer in durchwegs starker Form zum Abschluss des Florida-Swings nach Tampa kommt. Bei den Valspar Championship begibt sich der werdende Papa wie auch Matti Schmid, Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller in die berüchtigte „Snake Pit“ des Copperhead Course.
In Relation zu Par spielte sich das Gelände im Innisbrook Resort in den vergangenen Jahren sogar als zäheste Florida-Wiese, weshalb es am engen Shotmaking Course vor allem darauf ankommen wird sich vom Tee in gute Position bringen zu können.
Sichtlich konnte Stephan Jäger die starke Form vom Players nach Tampa mitnehmen, denn aus drei Metern holt er sich gleich am Par 5 der 1 das anfängliche Birdie ab und legt nach lasergenauem Eisen aus zwei Metern gleich auf der 2 weiter nach. Nur kurz gönnt er sich dann eine kleine Verschnaufpause, ehe er am Par 5 der 5 mit Chip & Putt das nächste Birdie einstreift und so in der frühen Phase sogar bereits bis an die Spitze stürmt.
Stark notiert er dann im auffrischenden Wind über weite Strecken sehr solide Pars, womit er sich voll im Spitzenfeld hält. Erst am Par 3 der 13 wird es dann nach einem verpassten Up & Down erstmals unangenehmer auf der Scorecard. Den kleinen Faux-pas steckt er aber bestens weg und bessert den Fehler direkt am darauffolgenden Par 5 aus einem Meter wieder aus.
Im Finish wird es dann noch einmal abwechslungsreich, denn zu Beginn der „Snake Pit“ zieht der trickreiche Abschlag zu weit nach links und nach Drop hat er sogar alle Hände voll zu tun um sich noch zum Bogey scramlen zu können. Der Fehler lockt ihn aber richtiggehend aus der Reserve, denn nach zwei abschließenden Birdies, wobei er auf der 18 sehenswert aus dem Grünbunker locht, unterschreibt er sogar die 67 (-4) womit er es sich am Ende sogar in geteilter Führung bequem macht.
„Ich hatte auf der 18 eine schreckliche Roughlage und hab nur versucht den Ball in den Bunker vorm Grün zu bringen. Dass dann der Bunkerschlag ins Loch geht zum Birdie ist natürlich ein Bonus und freut mich natürlich sehr. Alles in allem war das Spiel ziemlich solide. Ich hab die Bälle ganz gut getroffen heute“, spricht Stephan nach der Runde vor allem das abschließende Sandy-Birdie auf der 18 an.
Paul präsentiert sich von seiner besten Seite
Nach sehenswerter Attacke findet Jeremy Paul schon am Par 5 der 11 ein frühes Birdie und hat so am schwierigen Gelände von Beginn an alles ziemlich gut im Griff. Auch danach zeigt er durchwegs starkes Golf, lässt mit Pars nichts anbrennen und hält sich so weiterhin gut auf Kurs. Erst kurz vor dem Turn wird es dann in der „Snake Pit“ nach verpasstem Up & Down auf der 18 auch erstmals etwas unangenehmer.
Nachdem er auf der 1 dann jedoch einen wahren Monsterputt aus rund zwölf Metern sogar zum Eagle locht, macht er den kleinen Ausrutscher sofort mehr als wett und legt prompt auf der 2 noch einen weiteren Schlaggewinn nach. Mit einigen Ungenauigkeiten im langen Spiel brummt er sich dann zwar auf der 3 und am Par 5 der 5 noch weitere Bogeys auf, da er aber auch am Par 3 der 8 noch gefühlvoll den Birdieputt ins Ziel rollt, geht sich am Ende sogar die 69 (-2) aus, die ihm als 9. eine hervorragende Ausgangslage auflegt.
Schmid mit guten Chancen
Gleich mit einer der ersten Startzeiten nimmt Matti Schmid das Geschehen in Tampa in Angriff und darf sich trotz einer versandeten Attacke schon am Par 5 der 11 über ein erstes schnelles Birdie freuen. Gekonnt schaukelt er das zartrosa Zwischenergebnis dann auf den Backnine über die Distanz und lässt auch in der „Schlangengrube“ der Löcher 16 bis 18 soweit nichts anbrennen.
Das Bild ändert sich auch nach dem Turn nicht wirklich, denn auch weiterhin spult er über wiete Strecken souverän Pars ab, bis es ihn schließlich am Par 5 der 5 und der 6 mit gleich zwei Bogeys nach Ungenauigkeiten erwischt. Im Finish stabilisiert er sein Spiel dann zwar wieder, der Ausgleich geht sich jedoch nicht mehr aus. Mit der 72 (+1) reiht sich Matti als 61. aber rund um die erwartete Cutmarke ein.
Rosenmüller nur mit der 77
Nachdem der erste Abschlag wild nach links zieht startet Thomas Rosenmüller sogar nur mit einem Doppelbogey ins Geschehen. Auch danach hat der Aufsteiger am Copperhead Cours ziemlich zu kämpfen und kommt nach zwei weiteren Fehlern sogar nur bei 4 über Par zum Turn. Am Par 5 der 1 geht sich dann zwar auch das erste Birdie aus, nachdem er die Runde jedoch mit einem Bogeyhattrick beendet, steht er schließlich sogar nur mit der 77 (+6) und als 139. abgeschlagen im Klassement wieder beim Recording.
