Deutlicher Formanstieg

AT&T BYRON NELSON – FINISH: Stephan Jäger kann zwar die Top 10 nicht mehr knacken, sammelt aber wichtiges Preisgeld auf der PGA Tour in Dallas.

Nach der Nullnummer zuletzt am schweren Kurs von Quail Hollow hoffte Stephan Jäger auf mehr Spielglück in Texas. Im Trinity Forest Golfclub von Dallas wurde zum zweiten Mal die AT&T Byron Nelson ausgetragen. Zahlreiche Stars wie Brooks Koepka, Jordan Spieth oder Patrick Reed probten zugleich für die PGA Championship, dem zweiten Major des Jahres, das kommende Woche steigt.

Der Par 71-Kurs ist einer der leichtesten des Jahres und lud auch heuer zu einem Birdiefest ein.

Zum Auftakt präsentierte sich Stephan lange Zeit richtig gut, ehe es ihn auf den Schlusslöchern noch etwas unangenehm erwischt und er sich so mit der 69 (-2) zufrieden geben muss.

Der Freitag lässt sich dann etwas zäh an. Zwar kann er die gesamten Backnine über Fehler vermeiden, findet aber nur am Par 5 der 14 ein Birdie. Erst nach dem Turn kommt der Youngster so richtig ins Rollen und unterschreibt schließlich die 66 (-5) womit er sich bis auf Rang 10 nach vor spielt und so in mehr als aussichtsreicher Position ins Wochenende startet.

Am Samstag heißt es dann für Stephan und Co allerdings “Bitte warten”, denn eine hartnäckige Gewitterfront macht einen planmäßigen Start unmöglich. Erst nach stundenlangem Däumchendrehen können die Protagonisten endlich auf den Platz und Stephan scheint die Warterei gut genützt zu haben, denn der Youngster findet sofort in einen gewinnbringenden Rhythmus.

Dies macht sich schon auf der 1 mit einem anfänglichen Par 5 Birdie bemerkbar und mit weiterem roten Eintrag auf der zweiten langen Bahn und einem gestopften Birdieputt aus über sechs Metern am Par 3 der 8, lassen ihn schon bei 3 unter Par auf die Backnine abbiegen. Dort nimmt er dann nach lasergenauer Annäherung sofort das nächste Erfolgserlebnis mit, ehe er nach elf Bahnen seinen Arbeitstag für beendet erklären muss, da die einfallende Dunkelheit ein Weiterspielen unmöglich macht.

Bei den durch die Regenmassen aufgeweichten und megabissigen Grüns entwickelt sich auf dem ohnehin schon sehr birdiefreundlichen Terrain ein wahres Wettschießen, denn sogar mit dem Zwischenstand von -4 nach 11 büßt der Deutsche vier Plätze im Klassement ein. Bei der Fortsetzung am Sonntag spult er die verbleibenden Bahnen dann unaufgeregt ab und bleibt so mit der 67 (-4) in Schlagdistanz zu den Toprängen.

Gute Bedingungen auch am Nachmittag bei der Finalrunde, die von den Spielern zu tiefen Scores ausgenutzt werden. Jäger agiert fehlerfrei auf den Front 9 und versenkt dazu drei Birdieputts, zwei davon aus mittleren Distanzen, die man nicht unbedingt machen muss. Das reicht dennoch nicht um die Top 10 zu knacken.

Eine viel zu kurze Annäherung ins 10. Grün führt zum ersten Bogey und entfernt ihn weiter vom großen Ziel. Am letzten Par 5 holt sich Jäger den Schlag mit Birdie wieder zurück, patzt aber drei Löcher vor Schluß erneut mit dem Bogey. Dafür versenkt er beinahe seinen Tee-Schuß am Par 3 der 17 direkt und bringt mit dem späten Birdie zumindest noch die 68 (-3) herein, die für Rang 17 reicht.

Den Birdiewettlauf im auch heuer sehr scorefreundlichen Trinity Forest GC entscheidet der Koreaner Sung Kang bei 23 unter Par für sich, der damit zwei Schläge vor den Amerikanern Scott Piercy und Matt Every gewinnt.

>> Endergebnis AT&T Byron Nelson

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