Stephan Jäger glänzt zum Auftakt der Farmers Insurance Open mit hervorragender Birdiequote und macht es sich nach einer 65 (-7) am North Course auf dem starken 5. Rang gemütlich. Auch Thomas Rosenmüller bringt sich mit der 70 (-2) auf Kurs in Richtung Wochenende. Jeremy Paul und Matti Schmid müssen am Freitag zulegen.
Nachdem Matti Schmid weder in Honolulu noch in La Quinta anschreiben konnte und auch Stephan Jäger beim Saisondebüt in der Vorwoche in Kalifornien leer ausging, hofft das deutsche PGA Tour-Duo in Torrey Pines auf mehr Spielglück und die ersten Zähler im neuen FedEx-Cup Ranking. Insgesamt hat Golf-Deutschland aber sogar gleich vierfachen Grund zum Daumendrücken, denn Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller konnten zwar vergangenes Jahr die Tourcard nicht halten, beide qualifizierten sich jedoch über das Monday-Qualifying und stehen somit ebenfalls in den Teeboxen. Wie gewohnt wird in San Diego sowohl am North- als auch am majorerprobten South Course je eine Runde gespielt, ehe der Cut das Feld trennt.
Zum Auftakt muss Stephan Jäger zunächst am North Course ran und fängt sich dabei gleich auf der 1 nach versandeter Annäherung ein anfängliches Bogey ein. Dies scheint den ehemaligen Houston Champion aber richtiggehend wachzurütteln, denn schon am Par 3 der 3 kann er den Ausgleich bejubeln und nachdem er ab der 7 so richtig heiß läuft und mit starkem Eisen, einem gelochten Bunkerschlag am Par 3 der 8 und einem sehenswerten Wedge am Par 5 der 9 weitere Male Kapital schlagen kann, kommt er sogar bei 3 unter Par zum Turn.
Genug hat der Routinier damit jedoch sichtlich eindeutig noch nicht, denn trotz einer versandeten Attacke lässt auch das Par 5 der 10 einen Schlaggewinn springen und da er auch aus der 11 ein Birdie quetscht, leuchten schließlich sogar gleich fünf rote Einträge in Folge auf. Derart stark marschiert er verständlicherweise mit riesigen Schritten im Klassement nach vor. Danach geht er es zwar etwas ruhiger an, im Finish läuft er jedoch mit Birdies auf der 16 und dem Par 5 der 17 noch einmal heiß, womit er es sich dank der 65 (-7) im Spitzenfeld auf Rang 5 gemütlich macht.
Rosenmüller mit der 70 auf Cut-Kurs
Mit einem verpassten Up & Down beginnt der Arbeitstag für Thomas Rosenmüller am North Course alles andere als geplant. Zwar kann er in Folge sein Spiel stabilisieren, Birdie will sich vorerst jedoch keines ausgehen. Erst auf der 9 kann er dann nach starker Grünattacke erstmals durchatmen und kommt so zumindest bei Level Par auf den Backnine an. Danach muss er sich bei weitem nicht mehr so lange in Geduld üben, denn schon auf der 11 findet der nächste Birdieputt ins Ziel. Auf den verbleibenden Löchern lässt er dann rein gar nichts mehr anbrennen, holt sich kurz vor Ende der Runde am Par 5 der 17 noch ein drittes Birdie ab und unterschreibt am Ende die 70 (-2), was ihn als 55. in den zweiten Spieltag starten lässt.
Trotz eines verzogenen Drives darf sich Jeremy Paul am South Course gleich auf der 10 dank eines Monsterputts aus rund 15 Metern über das erste Birdie freuen, dass er allerdings ausgerechnet am Par 5 der 13 mit einem verpassten Up & Down wieder verspielt. Nachdem er jedoch den Tee Shot am Par 3 der 16 stark aufs Grün legt und danach auch eine gelungene Grünattacke am Par 5 der 18 gewinnbringend zu verwerten weiß, hält er zur Halbzeit der Runde immerhin bei 2 unter Par. Den Schwung kann er jedoch nicht wirklich auf die Frontnine mitnehmen, denn zunächst tritt er sich auf der 2 den nächsten Schlagverlust ein und rutscht auf der 4 dann sogar wieder auf Level Par zurück. Da sich dann am Par 5 der 6 sogar noch ein Fehler einschleicht, droht die Runde sogar völlig zu kippen, allerdings rettet er dank eines starken Eisens auf der 7 am Ende noch die 72 (Par) ins Clubhaus. Mehr als Rang 87. geht sich damit vorerst aber nicht aus.
Schmid nach der 73 mit einigem Aufholbedarf
Mit einem Super-Putt aus rund 15 Metern startet Matti Schmid am South Course gleich hervorragend ins Turnier, allerdings findet er sich nach einem wild verzogenen Tee Shot danach am Par 3 auch prompt bei Level Par wieder. Der Fehler bringt ihn aber nicht wirklich aus der Ruhe, denn schon zwei Löcher später leuchtet am Par 5 der 13 wieder das Minus auf. Erstmals kehrt dann etwas Ruhe ein, bis es ihn kurz vor dem Turn mit verzogenen Drives auf der 17 und dem Par 5 der 18 gleich zweimal erwischt. Kaum auf den vorderen Neun angekommen, wird es auf der 2 dann mit einem Dreiputtbogey sogar noch unangenehmer. Den Fehler bessert er zwar aus gut zwei Metern schon am darauffolgenden Par 3 wieder aus, mehr geht sich am Donnerstag aber nicht aus, was ihn nach der 73 (+1) nur als 101. in den zweiten Spieltag starten lässt.
Für Brooks Koepka - der US-Amerikaner bestreitet mit den Farmers Insurance Open sein erstes PGA Tour Turnier nach der Rückkehr von LIV - verläuft das Comeback nicht wirklich wie erhofft, denn nach einer 73 (+1) am South Course rangiert er nur wie Matti Schmid auf Rang 101. Justin Rose (ENG) präsentiert sich am North Course in bestechender Form und sichert sich mit einer tiefroten 62 (-10) die Führungsposition.

