Freddy Schott

Vollgas in Bahrain

Freddy Schott und Nicolai Von Dellingshausen erwischen bei den Bahrain Championship einen Traumstart und mischen zumindest nach den ersten 18 Löchern voll im Titelkampf mit. Auch Marcel Schneider bringt sich im Royal GC auf Cut-Kurs. Marcel Siem hat am Weg zur 74 (+2) hart zu kämpfen.

Nicolai Von Dellingshausen zeigte zwar nach einem doch eher enttäuschenden Auftritt bei den Dubai Invitation, schon in der Vorwoche beim Rolex Series Event eindeutig einen Anstieg der Formkurve, nach einem durchwachsenen Finaltag hatte er mit den Spitzenrängen jedoch nichts zu tun. Dies soll sich nun beim dritten Wüstenevent in Folge in Bahrain ändern. Neben dem Austrian Alpine Open Champion ist auch Marcel Siem erneut mit von der Partie und hofft mit einer starken Turnierwoche das verpasste Weekend von Dubai endgültig aus den Knochen schütteln zu können. Auch Marcel Schneider und Freddy Schott greifen erneut zu Hölzern, Eisen und Putter und sorgen so einmal mehr für ein schwarz-rot-goldenes Quartett.

Letztgenannter erwischt am Nachmittag einen absoluten Traumstart ins Turnier, denn gleich das kurze Par 4 der 10 lässt nach starkem Abschlag ein erstes Birdie springen und nach einer kurzen Verschnaufpause mit einem Par auf der 11, drückt er ab dem Par 3 der 12 so richtig aufs Tempo. Mit sehenswerten Eisen und einem feuerfangenden Putter holt er sich zunächst aus acht Metern Birdie Nummer 2 ab, schnappt sich am Par 5 Doppel danach gleich die nächsten Erfolgserlebnisse und garniert die bärenstarke Phase aus drei und vier Metern mit noch gleich zwei weiteren roten Einträgen, was ihn bei bereits 6 unter Par auf den Frontnine ankommen lässt.

Dort erwischt es ihn dann völlig unerwartet aber auf der 1 richtig heftig, denn eine verzogene Annäherung in die Native Area mündet sogar in einem Doppelbogey, was naturgemäß völlig den Schwung kostet. In Folge geht ihm auch nichts mehr so enorm leicht von der Hand, wenngleich er auf der 4 auch ein weiteres Birdie aufsammelt. Erst ein Dreiputtbogey vom Vorgrün am Par 3 der 7 stachelt ihn dann noch einmal richtig an, denn nach dem sofortigen Konter, lässt er am Par 5 der 9 aus vier Metern sogar den Adler landen und teilt sich so nach der 65 (-7) mit Alejandro Del Rey (ESP) sogar die Führungsrolle.

Von Dellingshausen erster Verfolger

Zwar beginnt das Turnier für Nicolai Von Dellingshausen mit einem Dreiputtbogey am Par 3 der 2 alles andere als gut, allerdings weckt der Faux-pas den 33-jährigen richtiggehend auf, denn der Konter danach kann sich durchwegs sehen lassen. Gleich am Par 5 der 3 gleicht er sein Score nach gelungener Attacke wieder aus, legt sofort auf der 4 nach starkem Eisen weiter nach und schnürt auf der 6 und dem Par 3 der 7 gleich den nächsten roten Doppelpack. Noch vor dem Wechsel auf die hinteren Neun zündet er dann am Par 5 der 9 einen perfekten zweiten Schlag und nistet aus nicht einmal einem Meter stressfrei sogar einen Adler ein, womit er sogar voll an der Spitze mitmischt.

Nicolai Von DellingshausenEin überschlagenes Grün brummt ihm dann auf der 11 zwar das zweite Birdie des Tages auf, wieder zeigt sich Nicolai davon aber überhaupt nicht beeindruckt und bessert den kleinen Fehler bereits am Par 5 der 13 mit einem gefühlvollen Sechsmeterputt wieder aus. Am Schlussloch läuft dann noch einmal der Putter heiß, was ihn auch aus der 18 aus vier Metern noch einen Schlag quetschen lässt. Derart stark geht sich am Ende sogar eine knallrote 66 (-6) aus, womit er es sich als 3. in erster Verfolgerrolle bequem macht.

Schneider noch auf Cut-Kurs

Marcel Schneider ist als erster Deutscher gleich zu Beginn unterwegs und darf sich aus fünf Metern bereits am Par 3 der 2 über ein schnelles erstes Birdie freuen. Zwar verpasst er am darauffolgenden Par 5 noch den roten Doppelpack, holt das Erfolgserlebnis aber prompt aus vier Metern auf der 4 nach. Wie aus dem Nichts wird es dann aber erstmals auch richtig unangenehm, nachdem er sich auf der 5 nach versandeter Annäherung sogar ein Doppelbogey einfängt. Beeindrucken lässt er sich davon zwar nicht wirklich, wie eine Parserie danach untermauert, bis zum nächsten Birdie muss er sich aber sechs Löcher lang gedulden. Am Par 3 der 12 darf er dann wieder jubeln, verspielt den Schlaggewinn jedoch ausgerechnet am Par 5 danach prompt wieder. Immerhin revanchiert er sich auf der nächsten langen Bahn direkt danach und da sich auch am Par 3 der 16 ein Birdie ausgeht, unterschreibt er trotz eines abschließenden weiteren Fehlers zumindest mit der 71 (-1) eine Runde unter Par, die ihn als 58. noch auf Cut-Kurs bringt.

Marcel Siem startet zwar mit später Startzeit solide, verbsäumt es jedoch am Par 5 der 3 das erste Birdie auf die Habenseite zu ziehen, was angesichts zweier darauffolgender Fehler unangenehm schwer ins Gewicht fällt. Immerhin schärft er in Folge die Eisen, was sich am Par 3 der 7 nach einem fantastischen Tee Shot schließlich auch im ersten Birdie niederschlägt. Da dann nach gelungener Attacke auch das Par 5 der 9 einen Schlag springen lässt, arbeitet er sich sogar noch vor dem Turn wieder auf den Ausgangspunkt zurück. Mitnehmen kann er den Schwung aber nicht, denn kaum auf den hinteren Neun angekommen, leuchten die nächsten beiden Bogeys auf. Noch einmal steuert er dann am Par 5 der 14 zwar gegen, nachdem er auf der 15 aber noch einen weiteren Fehler ausfasst, geht sich am Ende nur die 74 (+2) aus, womit er der erwarteten Cutmarke als 108. bereits unangenehm hinterher läuft.

Leaderboard Bahrain Championship

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