Europäer bleiben in Foursomes dominant

Team Europa dominiert auch am Samstag die Foursomes und gewinnt drei Matches: die Amerikaner hecheln mit 3,5 : 8,5 klar hinterher.

Keine Panik aufkommen lassen wollte Captain Keegan Bradley nach herben Niederlage in den 8 Vierern vom Freitag. Auch die US-Fans machten am Samstag Morgen lautstark Stimmung um ihr Team um Erfolg zu pushen. Doch neuerlich dominieren Rory McIlroy und Tommy Fleetwood sowie Jon Rahm und Tyrrell Hatton nach Belieben das Geschehen und sorgen für klare Punkte für Team Europa. Nur Bryson DeChambeau bekommt mit Cameron Young seinen ersten Punkt gegen Matt Fitzpatrick und Ludvig Aberg gebacken, was aber auch keinen Umschwung bringt.

Denn Viktor Hovland und Bob McIntyre schlagen Scottie Scheffler und Russell Henley eiskalt am 18. Grün die Türe zu und holen den dritten vollen Punkt für die Titelverteidiger in den Samstag Foursomes. Damit bleibt die Nummer 1 in seiner dritten Partie punktelos und liefert bislang eine ähnlich desaströse Vorstellung in den Vierern ab wie schon zuletzt in Rom. Statt wie beim Heimspiel 7 Punkte nehmen die Europäer in Bethpage Black „nur“ 5 Punkte Guthaben in den Nachmittag mit: von verbleibenden 16 zu vergebenen Zählern müssen sie jedoch als Titelverteidiger nur noch 5,5 davon holen um den Cup wieder mit nach Hause zu nehmen.

 

SAMSTAG FOURSOMES

3,5

8,5


4 & 2

(F)
DeCHAMBEAU / YOUNG vs ABERG / FITZPATRICK

Sichtlich aufgeheizt ob der Ausgangslage nach dem ersten Spieltag pusht Bryson DeChambeau die Fans am Weg zum 1. Tee noch zusätzlich auf und knallt in Folge einen perfekten Drive aufs Fairway. Nach fantastischem Pitch von Cameron Young geschenkt zur Fahne nimmt die Lautstärke der Fans dann noch weiter zu. Allerdings etabliert sich Ludvig Aberg als Partycrasher und matcht aus 3,5 Metern das Birdie zur Teilung. Nachdem auch die 2 geteilt wird, zieht Cameron Young dann am Par 3 der 3 mit einem starken Birdieputt vom Vorgrün das Duell erstmals in Richtung der Vereinigten Staaten.

Lange leuchtet das Match aber nicht in rot, da DeChambeau die Attacke am Par 5 der 4 im Grünbunker ablegt, von wo aus die US-Boys das europäische Birdie nicht matchen können. Auf der 7 macht Fitzpatrick dann die Türe mit einem etwas zu kurz geratenen Putt für den nächsten Lochgewinn der USA auf, was Young dankend annimmt. Die Geschenke des schwedisch-englischen Duos gehen auch danach munter weiter, denn am Par 3 der 8 kann Aberg einen starken Tee Shot seines Kollegen nicht verwerten, womit die USA die Führung rasch ausbauen.

Kaum auf den Backnine angekommen wird es dann aus europäischer Sicht noch unangenehmer, denn eine missglückte Annäherung von Aberg in die Bunkerböschung kostet rasch das nächste Loch. Stark verwalten DeChambeau und Young dann das Duell und lassen Fitzpatrick und Aberg nie näher herankommen. Nachdem dann auch noch die 16 an die Amerikaner geht, endet das Match mit einem ungefährdeten 4 & 2 Sieg in rot vorzeitig.


(F)

3 & 2

ENGLISH / MORIKAWA vs McILROY / FLEETWOOD

Rory McIlroy macht die Annäherung für Tommy Fleetwood auf der 1 mit einem deutlich verzogenen Drive nicht gerade einfach, allerdings hat der Nordire in Folge dann sogar Pech, dass der hervorragende Chip auslippt. Da Harris English nervenstark den Birdieputt locht, kippt das zweite Match des Tages zumindest vorerst in Richtung USA. Das ändert sich dann aber sofort wieder auf der 2, nachdem Fleetwood einen wahren Monsterputt vom Vorgrün zum Ausgleich versenkt. Auf den Geschmack gekommen rollt er auf auf der 3 den Birdieputt ins Ziel, was das Match rasch sogar blau einfärbt.

McIlroy belässt den Fuß auch weiterhin voll am Gaspedal und nützt einen etwas zu kurz geratenen Putt von English eiskalt zum nächsten Lochgewinn aus. Auf der 7 ist es dann wieder Fleetwood, der mit einem Superputt den Druck erhöht, dem English erneut nicht gewachsen ist. Das scheint auch sichtlich ein richtiggehender Wirkungstreffer zu sein, denn die US-Boys präsentieren sich danach auch im langen Spiel ziemlich „shaky“ womit die Partie schon nach 8 gespielten Löchern mit 4 Auf für Europa eine klare Richtung einschlägt.

In Folge schalten Rory und Tommy den Tempomaten ein und lassen mit geteilten Löchern English und Morikawa nie näher herankommen. Auf der 14 hat McIlroy dann sogar bereits die Chance mit einem Birdie den Sack zuzumachen, schiebt den Ball aber deutlich übers Loch und da auch Fleetwood den Retourputt nicht im Loch unterbringt, geht das Loch am Ende sogar ziemlich überraschend an die USA. Der unverhoffte Erfolg bringt Stars & Stripes sichtlich auch noch einmal eine zweite Luft, geht doch auch die 15 nach einem starken Putt von English auf die rote Seite.

Auf der 16 ziehen McIlroy und Fleetwood dann aber den Stecker, denn mit dem nächsten Birdie nach einer lasegernauen Annährung des Nordiren, endet das Match mit 3 & 2 vorzeitig, womit auch der erste Punkt am Samstag zu Europa wandert.



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(F)

3 & 2

SCHAUFFELE / CANTLAY vs RAHM / HATTON

Zwar legt Jon Rahm den ersten Drive nur im Rough ab, Tyrrell Hatton beeindruckt dies jedoch nicht, denn mit unglaublich viel Gefühl zirkelt er den Ball geschenkt zur Fahne und da Xander Schauffele den Birdieputt nicht im Loch unterbringt, geht gleich die 1 an Europa. Das spanische-englische Power-Duo überrollt die Amerikaner in der Anfangsphase regelrecht, denn mit dem Druck am Putter verschiebt Schauffele auch auf der 2 wieder den wichtigen Putt zur Teilung.

Erstmals zeigen dann auch die Europäer auf der 5 Nerven, nachdem Hatton einen durchaus machbaren Putt zur Lochteilung knapp verschiebt. Zwei Löcher später erhöht dann Cantlay mit einem sehenswerten Putt den Druck und da Hattons Ball erneut am Loch vorbeikriecht, steht das Match endgültig wieder bei All Square. Der Engländer hat auch danach zu kämpfen wie ein verzogener Tee Shot am Par 3 der 8 zeigt. Rahm chippt aber sensationell aus unguter Lage ein und färbt die Partie rasch wieder blau ein.

Nachdem die nächsten Bahnen geteilt werden, hat Hatton dann auf der 12 die Chance aus 1,5 Metern den nächsten Lochgewinn einzufahren, was sich der Engländer nicht entgehen lässt. Da sich Hatton & Rahm dann auch noch die 16 sichern, endet auch dieses Match mit einem 3 & 2 Erfolg, womit Europa rasch den nächsten Zähler auf die Habenseite zieht.


(F)

1 UP

HENLEY / SCHEFFLER vs MacINTYRE / HOVLAND

Ziemlich hochklassig verläuft das letzte Match der Vormittagssession in der Anfangsphase, denn sowohl Hovland als auch Scheffler bringen die Birdieputts auf der 1 im Loch unter. Der Schotte und der Norweger halten das Tempo auch danach gekonnt hoch und da Scheffler der Approach mit zuviel Spin vom Grün rollt, schnappen sich die Europäer rasch den ersten Lochgewinn.

Henley und Scheffler haben auch danach ziemlich zu kämpfen und müssen nach versandeter Annäherung auch die 5 ihren europäischen Kontrahenten überlassen. Die Nummer 1 der Welt fängt sich in Folge aber und da Henley eine starke Annäherung auf der 6 gewinnbringend zu verwerten weiß, kämpfen sich die US-Boys wieder auf nur noch 1 Down heran. Hovland und MacIntyre lassen sich aber nicht aus der Ruhe bringen und stellen bereits am Par 3 der 8 nach starken Sechsmeterputt des Norwegers wieder auf 2 Auf.

Im Gleichschritt marschieren die beiden Teams dann dahin, bis MacIntyre mit einem deutlich zu langen Eisen ins Grün die 11 mit Schleifchen den Amerikanern überlässt. Zwei Löcher später kann dann Henley aus einem starken Eisen von Scheffler Kapital schlagen, womit die Partie endgültig wieder bei All Square steht. Regelrecht trotzig knallt MacIntyre dann am Par 3 der 14 das Eisen hervorragend zur Fahne, womit Europa prompt wieder mit 1 Auf in Führung geht.

Einmal mehr bleibt dann kurz vor Ende des Matches den amerikanischen Fans der Jubel im Hals stecken, denn nach einem eher suboptimalen ersten Putt von MacIntyre hätte die USA alles angerichtet um das Match wieder auszugleichen, allerdings verschiebt Henley den Birdieputt und da Hovland danach einen absoluten Kracher zum Par locht, biegt das letzte Match der Foursomes mit 1 Auf für Europa auf die 18 ab. Dort macht Europa dann den Sack endgültig zu und startet so mit einem überzeugenden 8,5 : 3,5 Vorsprung in die letzten Fourballs.


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