Marcel Siem notiert am Sonntag bei den Dubai Invitational noch eine richtig starke 66 (-5) und verpasst am Ende im Dubai Creek Resort nur recht knapp die Top 10. Auch Nicolai Von Dellingshausen stärkt mit einer 68 (-3) vor dem anstehenden Rolex Series Event im Emirates GC noch das Selbstvertrauen.
Nachdem sich Marcel Siem mit Runden von 72 (+1) und 69 (-2) Schlägen vor dem Wochenende als 9. eine durchaus ansprechende Ausgangslage erarbeitete, rutschte der Routinier am Moving Day schließlich mit einer einigermaßen durchwachsenen 73 (+2) bis auf Rang 25 ab. Trotz des zähen Moving Days hat der sechsfache DP World Tour Champion aber wohl noch gute Chancen auf ein Spitzenergebnis, trennen ihn vor den letzten 18 Löchern doch nur drei Schläge von den Top 10. Der Start kann sich dann auch gleich sehen lassen, denn nach einem Par auf der 1 stopft er bereits auf der zweiten Bahn aus fünf Metern vom Vorgrün den ersten Birdieputt.
Angespornt vom frühen Erfolgserlebnis, pitcht er auf der 3 bis auf 1,5 Meter aus dem Rough zur Fahne und macht schließlich am Par 5 der 4 nach sehenswerter Attacke den Birdie-Hattrick perfekt, womit er sich bereits bis auf einen Schlag an die Top 10 heranspielt. Erst ein verpasstes Up & Down am darauffolgenden Par 3 bremst die Aufbruchsstimmung wieder ab und kostet eindeutig auch etwas die Sicherheit, wie das nächste Bogey nach weiteren Ungenauigkeiten direkt danach unangenehm zeigt. Immerhin beendet er die kleine Schwächephase sehenswert, denn schon auf der 7 holt er sich aus einem Meter sein drittes Birdie des Tages ab.
Auch die letzten neun Löcher lassen sich hervorragend an, wie ein weiterer roter Eintrag nach nur knapp neben dem Grün geparkter Attacke am Par 5 der 10 untermauert. Das heizt sein Spiel auch sofort wieder an, denn nach dem nächsten Birdie aus 1,5 Metern direkt danach, kann er auch aus dem Par 5 der 13 einen Schlag quetschen und pusht sich so endgültig wieder unter die besten 10 nach vor. Voll im Flow faällt dann auch am Par 3 der 14 aus drei Metern der Birdieputt, was ihn mittlerweile an einer richtig starken Finalrunde basteln lässt.
Wie auch schon an den Tagen zuvor stellt ihm jedoch dann auch am Sonntag wieder nach gemisstem Grün das Par 3 der 16 ein Bein, was ihn angesichts der durchwegs guten Scores am Sonntag auch wieder knapp aus den Spitzenplätzen kegelt. Der Faux-pas hinterlässt aber sichtlich keine bleibenden Spuren, denn bereits auf der 17 kontert er mit einem sehenswerten Birdieputt aus gut acht Metern perfekt. Am Schlussloch parkt sich die Annäherung dann jedoch unangenehm an der Uferböschung ein, was ihn sogar zum Droppen zwingt. Mit dem abschließenden Bogey unterschreibt er zwar immer noch die richtig starke 66 (-5), die Top 10 gehen sich so jedoch am Ende als 12. knapp nicht mehr aus.
Von Dellingshausen mit erster Runde unter Par
Anders als sein Landsmann kam Nicolai Von Dellingshausen die gesamte Woche über noch nicht auf Touren. Nach Runden von 75 (+4), 77 (+6) und 73 (+2) Schlägen wartet er nicht nur nach wie vor auf den ersten Tag unter Par, sondern startet sogar lediglich als 53. von 58 sich noch in der Wertung befindenden Spielern in den Sonntag. An diesem hat er dann zunächst alles durchaus fest im Griff, denn nach anfänglichen Pars geht sich mit Chip & Putt am Par 5 der 4 das erste Birdie aus. Zwar verspielt er dieses mit einem Dreiputtbogey postwendend wieder, drückt sein Score nach lasergenauer Annäherung aber schon auf der 6 erneut in den roten Bereich und verteidigt diesen bis zum Turn konsequent.
Ganz sicher spult er über längere Zeit Par um Par ab, bis er im Finish noch einmal ins Rollen kommt. Zunächst kann er aus einem starken Tee Shot am Par 3 der 16 aus 2,5 Metern Kapital schlagen und legt auf der 17 aus ganz ähnlicher Distanz gleich noch ein weiteres Birdie nach. Schlussendlich geht sich so mit der 68 (-3) seine klar beste Runde der Woche aus, womit er zumindest noch um ein paar Ränge bis auf Platz 47 nach oben klettern kann. Nacho Elvira (ESP) lässt mit einer 69er (-2) Finalrunde nichts mehr anbrennen und sichert sich bei gesamt 10 unter Par und mit einem Schlag Vorsprung auf Daniel Hillier (NZL) den Sieg.

