Jannik De Bruyn

Gebrauchter Finaltag

Jannik De Bruyn kann mit einer birdielosen 78 bei den European Open nicht mehr in den Titelkampf eingreifen und rutscht beim DP World Tour Heimspiel im Green Eagle GC sogar bis auf Rang 18 zurück.

Jannik De Bruyn ist vor dem Finaltag Deutschlands klar heißestes Eisen im Feuer, denn nach der bärenstarken 64 (-9) am Donnerstag und der kampfbetonten 73 (Par) am Freitag, konnte sich der 24-jährige am Moving Day mit einer 72 (-1) weiterhin „in contention“ halten. Bei nur zwei Schlägen Rückstand auf Leader Guido Migliozzi (ITA) setzt er so auch die lieb gewordene deutsche Tradition in Hamburg weiter fort, denn auch in den letzten Jahren mischte immer ein Lokalmatador ganz vorne mit.

Die Ausgangslage verschlechtert sich für Jannik dann gleich auf den ersten Löchern etwas, denn Laurie Canter (ENG) versenkt auf der 1 den Birdieputt und da sich der Linkshänder nach verfehltem Grün am Par 3 der 2 nicht mehr zum Par scramblen kann, fehlen plötzlich sogar vier Schläge auf den englischen Spitzenreiter. Auch danach hat er mit Problemen zu kämpfen und da er sich nach einigen Ungenauigkeiten am Par 3 der 5 sogar ein Doppelbogey eintritt, verabschiedet er sich zumindest vorerst aus dem Titelrennen.

Auch danach will sich kein wirklich brauchbarer Rhythmus einstellen, was sich nach einem sehenswerten Parsave am Par 5 der 9, direkt nach dem Turn aus dem Grünbunker in einem weiteren Fehler niederschlägt. Zwar kann er sein Spiel dann wieder stabilisieren, Birdie will jedoch weiterhin keines gelingen und da er sich dann nach längerer Warterei in der 17. Teebox am Par 3 den nächsten Fehler eintritt, ist ein gebrauchter Finaltag mit der 78 (+5) und Rang 18 endgültig nicht mehr zu leugnen.

Jannik De BruynHarter Kampf für alle

Yannik Paul zeigt sich am Sonntag lange Zeit von der ganz sicheren Seite und spult nahezu die gesamten Frontnine über Par um Par ab. Erst kurz vor dem Turn brummt ihm dann ausgerechnet das Par 5 der 9 nach kurzem verschobenen Parputt den ersten Schlagverlust auf. Am Par 5 der 11 rückt er sein Score dann zwar recht rasch wieder zurecht, allerdings versenkt er auf der 13 den Abschlag im Wasser und schlittert so sogar in ein Doppelbogey. Der 30-jährige zeigt sich zwar angriffslustig und belohnt sich dafür am Par 5 der 15 und dem Par 3 der 17 mit weiteren roten Einträgen, da er sich zwischenzeitlich jedoch am Par 5 der 16 auch noch ein Bogey einfängt, muss er sich am Ende mit der 74 (+1) zufrieden zeigen, womit er das Heimevent als 30. im Mittelfeld beendet.

„Von der Stimmung her wars richtig cool, mein Spiel war ausbaufähig. War viel Gutes dabei, aber ich hab einfach zu viele Fehler gemacht. Vor allem vom Tee ist klar Luft nach oben, denn wenn man hier nicht auf den Fairways liegt, dann wird’s schwer die Fahnen zu attackieren. Aber wir spielen nur zweimal im Jahr in Deutschland, von daher hab ichs schon genossen hier in Hamburg“, fasst er seine Eindrücke nach vier Tagen in der Hansestadt zusammen.

Nicolai von Dellingshausen holt sich nach starkem Tee Shot gleich am Par 3 der 2 das erste Birdie ab und sorgt so für einen sehenswerten Start in den Finaltag. Zwar kann er danach nicht wirklich zulegen und muss schließlich nach verpasstem Up & Down auf der 6 auch das erste Bogey einstecken, dank eines Par 5 Birdies kurz vor dem Turn holt er sich aber noch auf den Frontnine das Minus wieder zurück. Bei immer zäherem Wind erwischt es den 31-jährigen dann aber nach dem Turn am Par 5 der 11 nach Problemen im Grünbunker aber sogar mit einem Doppelbogey. Da er auf den Backnine bei nur zwei Birdies dann auch noch zwei weitere Fehler notieren muss, steht er schlussendlich nur mit der 74 (+1) wieder im Clubhaus und kann so als 34. kaum mehr Ränge gutmachen.

Amateur Tiger Christensen zeigt auf den Frontnine eine über weite Strecken sehr solide Leistung, läuft jedoch vergeblich einem Birdie hinterher und da es sich mit einer kleinen Schwächephase mit zwei Dreiputts Bogeys einschleichen, kommt er nur bei 2 über Par auf den hinteren neun Löchern an. Dort grooved er sich dann regelrecht ein und drückt mit drei roten Einträgen in Folge sein Score sogar in den Minusbereich. Doch so plötzlich der Schwung kam, so plötzlich verfliegt er auch wieder, was sich in einem Bogey-Viererpack auch klassementtechnisch richtig unangenehm bemerkbar macht. Zwar beendet er das Turnier mit noch einem Erfolgserlebnis auf der 18, mit der 75 (+2) kann er am Finaltag als 46. jedoch keine Ränge mehr gutmachen.

Nick BachemNick Bachem findet auf den Frontnine überhaupt keinen Rhythmus, denn der 24-jährige läuft die gesamten vorderen Neun über vergeblich einem Erfolgserlebnis hinterher und biegt nach gleich vier Bogeys nur deutlich über Par zur 10. Teebox ab. Die zweite Platzhälfte lässt sich mit einem Birdie auf der 12 dann ganz gut an, allerdings brummt er sich am Par 3 der 17 sogar ein Doppelbogey auf, womit sich am Ende nur eine 78 (+5) und Platz 57 ausgeht.

Aus dem Grünbunker geht sich bei Yannick Schütz am Par 3 der 2 das Par nicht mehr aus, womit auch der Sonntag wieder nicht gerade prickelnd beginnt. Danach allerdings stabilisiert der 26-jährige sein Spiel und holt sich kurz vor dem Turn am Par 5 der 9 mit Chip und Putt schließlich auch das erste Birdie aus. Auf den letzten neun Bahnen zerbröselt sein Spiel dann jedoch ziemlich, was am Ende nur eine 78 (+5) zulässt, was lediglich für Platz 70 reicht.

Laurie Canter lässt mit einer 72er (-1) Finalrunde nichts mehr anbrennen und triumphiert bei gesamt 13 unter Par mit zwei Schlägen Vorsprung auf Bernd Wiesberger (AUT) und Thriston Lawrence (RSA).

Leaderboard European Open

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